Mentorenprojekte 2016

August 2016

100 Preise für Ehrenamtliche

Stadt will bei Bürgerfest am 3. Oktober engagierte Bürger würdigen – Vorschläge können eingereicht werden

Sie investieren ein kostbares Gut: Zeit. Tag für Tag, Woche für Woche. Tausende Ehrenamtliche engagieren sich in Gmünd. 100 von ihnen will die Stadt beim Ehrenamtsfest am Sonntag, 3. Oktober, auszeichnen. Und genau dafür sucht die Stadt jetzt „Petzen“. Menschen, die die heimlichen Helfer vorschlagen.

Schwäbisch Gmünd. „Ehrenamt ist der Kitt unserer Stadtgemeinschaft“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. Es sei das, was die Stadt zusammenhalte, sie stabilisiere. Und er weiß auch: „Weniger Ehrenamt würde eine Verminderung der Lebensqualität nach sich ziehen. Das, was durch Ehrenamtliche gestemmt wird, könnte durch soziale Leistungen nicht kompensiert werden.“

Und weil das so ist, will die Stadt die Menschen würdigen, die sich ehrenamtlich engagieren. 100 von ihnen sollen besonders hervorgehoben werden. Sie sollen eine kleine Überraschung und eine Urkunde erhalten – übergeben am Sonntag, 3. Oktober, auf dem Bürgerfest im Remspark. Und weil sich viele Ehrenamtliche nicht in den Vordergrund drängen, sind Vereine, Freunde und Bekannte gefragt. Sie können Personen vorschlagen, die ihrer Meinung nach eine besondere Würdigung verdient haben.

Auch Bürgermeister Dr. Joachim Bläse freut sich auf den Tag, an dem er 100 Hände schütteln, 100 Dankesworte aussprechen und 100 Urkunden und Geschenke überreichen darf. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel über die richtige Form der Würdigung gesprochen. Man hat sich zu Tode diskutiert. Ich freue mich, dass wir jetzt den Mut haben, ein Signal zu setzen“, sagt er. Arnold fügt hinzu: „Wir wollen das Ehrenamt in den Mittelpunkt rücken. Weil die Ehrenamtlichen außergewöhnliches geleistet haben in letzten Monaten und wir gesehen haben, wie groß der Zusammenhalt in Schwäbisch Gmünd ist.

Der Oberbürgermeister spricht damit nicht nur das Mitwirken zahlreicher Ehrenamtlicher beim Stauferfestival an, sondern auch den unermüdlichen und selbstlosen Einsatz zahlreicher Mitglieder der Blaulichtorganisationen, die bei der Hochwasserkatastrophe im Mai vollen Einsatz bewiesen haben. „Das Jahr 2016 hat uns gezeigt, wie bedeutend das Ehrenamt für die Stadtgemeinschaft ist“, sagt Arnold. „Wir tun immer so, als sei das selbstverständlich. Aber das ist es nicht. Wir wollen ein Zeichen setzen.“

Das eine, das große Zeichen, das ist das Bürgerfest am 3. Oktober, bei dem es wieder Live-Musik und viel Programm geben wird. Ein echtes Bürgerfest, bei dem alle willkommen sind. Für die 100 kleinen Sonderzeichen, die Ehrungen, wurde extra eine Kommission gegründet. Sie besteht aus den Mitgliedern des Arbeitskreises „Anerkennungskultur“. Peter Arnold, Koordinator der Bürgermentoren, Ehrenamtskoordinatorin Inge Pfeifer, Michael Svoboda vom Stadtverband Sport Schwäbisch Gmünd, Thomas Kaiser, Vorsitzender des Stadtverbandes Musik und Gesang und DRK-Vertreter Andreas Lasermann werden die eingereichten Vorschläge sichten und auswählen.

Stadtsprecher Markus Herrmann macht deutlich, dass das Ehrenamt viele Gesichter und Facetten haben kann – und es somit keine Einschränkungen für die Nominierung gibt: „Es gibt auch die Menschen, die sich nicht in einem Verein engagieren und trotzdem viel Gutes tun.“

Bericht: Marie Lisa Schulz - Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 03.08.2016

Mai 2016

An die Kugeln, fertig, los!

Die hölzerne Kugelbahn bietet für Kinder eine neue Spielgelegenheit im Spitalinnenhof

Wenn die Sonne scheint, lädt der Spitalhof in Gmünd zum Verweilen ein. Mit Kindern jedoch konnte hier bisher nicht viel unternommen werden, meint Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Das soll sich nun mit der neuen Kugelbahn ändern.

Die Kinder aus den Kindergärten Marienheim, Walddorf, Josefstraße und Sonnenschein dürfen die Kugelbahn einweihen.
Mehrere Partner waren am Bau der Bahn beteiligt. Für die Schüler der freien Walddorfschule gibt’s als Dank eine Jes-Urkunde.

Schwäbisch Gmünd. Zusammen mit den Anliegern des Spitalhofes hat sich die Stadt ein Angebot für Jung und Alt überlegt: Eine Kugelbahn, die ein kleiner Nachbau der großen Kugelbahn der ehemaligen Landesgartenschau ist. Als Motive dienen Gmünder Bauwerke. Der Anfang der Bahn bildet der Himmelsstürmer mit Spiegelteilen statt Fenstern. Weiter geht es für die Kugel über die Holzbahn bis hin zum Fünfknopfturm. Am Ende klingelt eine der eingebauten Glocken.
Dieses bereits vierte Projekt des Programmes „Jugend engagiert sich“ (Jes) erbauten acht Schüler der freien Walddorfschule in Gmünd. „Das Akazienholz war sehr hart und schwierig zu bearbeiten. Doch jeder hat mitgeholfen“, erzählt Schülerin Madita, die fürs Hämmern zuständig war. Als Dank erhalten die 14- und 15-Jährigen eine Jes-Urkunde, die in ganz Baden-Württemberg anerkannt ist und das Engagement der Jugendlichen unterstreicht. Auf das Geschenk, das normalerweise bei einem Jes-Projekt an die Schüler übergeben wird, verzichten die Jugendlichen. Das Geld wollen sie ihrer Partnerschule in Kenia spenden. Eingeweiht wird die Bahn sogleich von mehreren Kindern aus umliegenden Kindergärten. Das Fazit der Kleinen: toll. Auch Bürgermeister Bläse freut sich auf viele Besucher: „Ich lasse das Fenster meines Büros beim Spitalhof offen und dann höre ich, ob ihr auch da seid.“
Die kleine Kugelbahn ist ein Kooperationsprojekt mehrerer Partner. Dank der Hilfe von Pädagogen, des Amts für Familie und Soziales, der Bürgermentoren der Stadt Gmünd, der Bürgerstiftung, dem Baubetriebsamt und dem Garten- und Friedhofsamt kann nun jeder mit der Bahn spielen. Die Holzkugeln sind bei umliegenden Cafés für 20 Cent erhältlich.
Damit die Eltern ihren Kindern bequem zuschauen können, gibt es auch acht neue Bänke aus Douglasienholz im Spitalhof, die ihre 20 Jahre alten Vorgänger ersetzen.

Und wo gibt’s die Kugeln?

 Café Exlibris (Spitalhof): Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag 8 bis 17 Uhr.

 Café Spitalmühle (Spitalhof): Montag bis Dienstag und Donnerstag bis Freitag 14 bis 17.30 Uhr, Mittwoch 11 bis 17.30 Uhr

 Café Bührs (Marktplatz/neben der Johanniskirche) täglich 8.30 bis 19 Uhr
Eine Kugel kostet 20 Cent. Die Vorder- und Rückseite ist mit „Älteste Stauferstadt Schwäbisch Gmünd“ und mit dem Sonnenblumenmotiv der Aktion Familie bedruckt.

Bericht: Madita Dorn - Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 12.05.2016

Bild_1: Die Kinder aus den Kindergärten Marienheim, Walddorf, Josefstraße und Sonnenschein dürfen die neue Kugelbahn einweihen. Bürgermeister Joachim Bläse zeigt, wie’s geht. 

Bild_2: Mehrere Partner waren am Bau der Bahn beteiligt. Für die Schüler der freien Walddorfschule gibt’s als Dank eine Jes-Urkunde. (Fotos: Tom)

   
Februar 2016

Führerschein bestanden

Sechs Menschen machen mit beim Ehrenamts-Kurs

Sechs Menschen mit und ohne Behinderung haben erstmals in Schwäbisch Gmünd einen inklusiven Sozialführerschein gemacht. Sie sollen sich dadurch besser ehrenamtlich engagieren können.

Schwäbisch Gmünd. An sechs Schulungsabenden in einfacher Sprache wurden sechs Menschen mit und ohne Behinderung befähigt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ganz nebenbei lernten die Teilnehmenden sich kennen und wurden für neue Ehrenamtsformen wie „ehrenamtliche Tandempartner“ sensibilisiert.

Mitte Februar fand das Abschlussfest statt. Erhan, ein Teilnehmer des ersten inklusiven Sozialführerscheins, findet es „toll, dass so verschiedene Leute mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen mitgemacht haben. Nicht so mainstream – das war cool“, so der 26-Jährige.

Beim Themenabend „So kann ich anderen helfen“ warb unter anderem der Sportverein Normannia für eine ehrenamtliche Tätigkeit. Es war ein reger Austausch, und einige Fragen lassen darauf schließen, dass Normannia einen „neuen Ehrenamtlichen“ gefunden hat. Und auch Marcella Bolsinger vom Weltcafé erhielt Anfragen. Moderiert wurden alle Abende von den Bürgermentoren Dorothee Schneider und Peter Arnold.

Der Kurs fand in Kooperation von Kreisdiakonieverband, Caritas Ost-Württemberg, Lebenshilfe Gmünd, Stiftung Haus Lindenhof, der katholischen Seelsorgeeinheit Gmünd-Mitte und der evangelischen Augustinuskirchengemeinde statt. Finanziell unterstützt wurde der Kurs vom Rotary Club Gmünd.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 22.02.2016

     
 

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