Geschichte

Der Name Bettringen leitet sich – so die Historiker – von Batheri, einem alemannischen Kriegsmann ab. Seine Leute hießen Batheringe. Später hieß die Siedlung Bateringen, Bättringen und schließlich Bettringen. Bettringen wurde erstmals 1218 in einer Urkunde des Klosters Lorch genannt, es ist die Rede von einer Dame namens Hadewig von Bettringen (Beteringen). Hadewig von Bettringen gehörte zum „Ortsadel“, der Herren von Bettringen. Die Herren von Bettringen werden erst wieder 1307 urkundlich erwähnt, als Ritter Konrad von Bettringen zwei Güter in Oberbettringen mit Zustimmung seiner Söhne Berthold, Konrad und Johann, an das Kloster Gotteszell veräußerte. Der Sitz dieses „Ortsadels“ war der Bettringer Turm. Dieses turmartige Gebäude befand sich damals an der Stelle der heutigen St. Cyriakuskirche. 1813 musste der Bettringer Turm dem Bau der alten Pfarrkirche weichen. Von den Herren von Bettringen dürfte der Turm samt Ortsherrschaft an reiche Gmünder Familien übergegangen sein.

Vermutlich deutete der Namenszusatz „von Bettringen“, den Peter Schätzer 1363 und 1367 führte, auf den Besitz des Bettringer Turms (Ortsherrschaft) hin. Von den Schätzern wird der Turm an die Familie von Horkheim gelangt sein. Melchior von Horkheim stellte 1437 Graf Friedrich von Helfenstein eine Urkunde über die erfolgte Belehnung mit der Hälfte von Gütern und Rechten zu Oberbettringen aus. 1464 verkauften die Herren von Horkheim die Dorfherrschaft an die Stadt Gmünd bzw. das Spital. Die Lehenstücke der von Helfenstein wurden 1481 an das Gmünder Spital geeignet. Von 1464 bis 1802 war Bettringen ein reichstädtisches Dorf im Amtsbezirk zur Freien Reichsstadt Schwäbisch Gmünd. Dieses Dorf wurde von einem Vogt auf dem Bettringer Turm verwaltet. Im Dezember 1802 wurde das Gebiet der Reichsstadt Gmünd dem damaligen Herzogtum Württemberg einverleibt.

Bettringen wurde damit eine selbstständige Gemeinde und ist es bis zur freiwilligen Eingemeindung am 1. April 1959 nach Schwäbisch Gmünd geblieben. Bis heute hat sich seither in einer rasanten Entwicklung die Einwohnerzahl auf fast 9.200 Einwohner verdreifacht. Bettringen ist somit der größte Stadtteil von Schwäbisch Gmünd.

Daten und Fakten über Bettringen

  • Erste urkundliche Erwähnung: 1218
  • Freiwillige Eingemeindung nach Schwäbisch Gmünd: 01.04.1959, größter Stadtteil von Schwäbisch Gmünd
  • Einwohnerzahl: ca. 9.200 davon etwa 2/3 in Oberbettringen und 1/3 in Unterbettringen
  • Gemarkungsfläche: ca. 1086 ha davon Oberbettringen: 588 ha, Unterbettringen: 498 ha
  • Höchste geografische Punkte: in Oberbettringen 445 m (Fa. Polynorm), in Unterbettringen 498 m oberhalb des Lindenfelds
  • Größte Ausdehnung N-S: 3,9 km, W-O: 4,7 km
  • Wohnbebauung von ländlich geprägter Bebauung bis hin zu städtischen Strukturen mit mehrgeschossiger Bauweise sind alle Wohnformen vorhanden
  • Größtes zusammenhängendes Gewerbegebiet Ostwürttembergs: Gügling, 80 ha
  • Vielfältige „Schullandschaft“
  • Ca. 20 Vereine und Organisationen
  • Sport- und Freizeitbereich im Strümpfelbachtal
  • Mehrere Kirchengemeinden
  • Infrastruktur: gute verkehrliche Anbindung an die Kernstadt und das Umland ist gewährleistet, auch durch ÖPNV, Einkaufssituation ist stark verbesserungswürdig
  • Der Stadtteil Bettringen wird durch den Ortschaftsrat und Bettringer Stadträte im Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Gmünd vertreten. Ständiger Vertreter des OBM im Stadtteil ist die Ortsvorsteherin
  • Das heutige Bezirksamt wurde im Jahr 1900 als Rathaus errichtet und 1901 feierlich eingeweiht.

Bettringens Bürgermeister

  • Franz Krieg von Dez. 1908 bis 16.01.1935
  • Gottlieb Buck von 1935 bis 12.05.1942
  • Anton Maier vom März 1940 bis 17.05.1945
  • Emil Burkhardt vom 18.05.1945 bis 22.07.1945
  • Franz Krieger vom 27.07.1945 bis 27.02.1948
  • Bruno Maurer vom 28.05.1948 bis 31.03.1959

Bettringens Ortsvorsteher

  • Bruno Maurer vom 01.04.1959 bis 01.02.1972 (Bezirksvorsteher)
  • Rudolf Kugler vom 15.06.1972 bis 31.07.1986
  • Peter Michael vom 01.08.1986 bis 15.03.2000
  • Brigitte Weiß vom 01.03.2000 bis heute
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