Schwäbisch Gmünd, 2018

Eugen Netzel. Goldschmied – Maler – Bildhauer

22. Juli – 30. September 2018

Schwäbisch Gmünd, 2017

Eugen Netzel, Stillleben mit Kanne und Becher, 1931, Tempera auf Papier, 50 x 35 cm.

„Was von seinem Schaffen geblieben ist, steht vor uns als eine erloschene Verheißung, die das Größere noch hätte erwarten lassen“, schrieb der Chronist Emil Gemeinder über den Gmünder Goldschmied, Maler und Bildhauer Eugen Netzel. Das war 1970, in Erinnerung an den 1944 in russischer Kriegsgefangenschaft mit nur 41 Jahren Verstorbenen. Durch den frühen Tod blieb aber nicht nur das Werk Eugen Netzels unvollendet. Auch das, was er in dem Jahrzehnt bis zum Zweiten Weltkrieg geschaffen hat, ist in seinem Umfang bis heute noch weitgehend unbekannt.
Mit der Ausstellung gibt das Museum im Prediger nun einen umfassenden Überblick über das leider vergessene Werk des Künstlers. Die Arbeiten stammen aus dem Nachlass, der dank einer umfangreichen Schenkung seit 2017 im Gmünder Museums verwahrt wird.
Eugen Netzel wurde am 28. September 1903 in Schwäbisch Gmünd geboren. Nach einer absolvierten Lehre im Edelmetallgewerbe studierte er von 1927 bis 1928 am Bauhaus in Dessau. Dort lernte er Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer und Paul Klee kennen, deren Anregungen er in sehr eigenständiger Weise in seiner Kunst verarbeitete. Dem streng sachlichen Studium der Natur maß Netzel hohe Bedeutung zu. Ein vornehmlicher Zug seines Werks ist die Schau des Wesentlichen. Die Breite seiner Motivwelt ist groß und umfasst das Stillleben ebenso wie die Landschaft und das Bildnis.
Eröffnung: Sonntag, 22. Juli 2018, 11 Uhr

Durchleuchtet. Glaskunst aus der Sammlung

18. November 2018 – 17. Februar 2019

Schwäbisch Gmünd, 2018

Josephinenhütte, Überfang-Römer, um 1960, Bleikristall, Blau, Goldtopas, Lila, Grün, Rubin, Höhe 21 cm, Sammlungen Museum im Prediger

Das Gmünder Museum verfügt über eine beachtliche Glassammlung. Das Spektrum reicht vom barocken Schnittglas mit Blumen- oder Blattornamenten über bemaltes Biedermeierglas bis zum Studioglas der Gegenwart. Ein besonderer Schwerpunkt bildet der Bestand an Gläsern aus der Wiesenthal- und Josephinenhütte, die beide nach dem Zweiten Weltkrieg in Schwäbisch Gmünd neu gegründet wurden. Namentlich die Wiesenthalhütte entwickelte sich unter Klaus Breit (1926-2004) seit den 1960er-Jahren zu einer der führenden Glasmanufakturen Westdeutschlands mit ausgeprägtem eigenen Profil und Design, das über zwei Jahrzehnte hinweg einen maßgeblichen Anteil am Erscheinungsbild eines zeitgemäßen modernen Wohnens weit über Deutschland hinaus hatte.
Für die Ausstellung wurde dieser Sammlungsbestand durchleuchtet und für eine erstmalige Präsentation aufgearbeitet.
Eröffnung: Sonntag, 18. November 2018, 11 Uhr

 

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