Schwäbisch Gmünd, 2018

Durchleuchtet. Glaskunst aus der Sammlung

18. November 2018 – 17. Februar 2019

Schwäbisch Gmünd, 2018

Josephinenhütte, Überfang-Römer, um 1960, Bleikristall, Blau, Goldtopas, Lila, Grün, Rubin, Höhe 21 cm, Sammlungen Museum im Prediger.

Das Gmünder Museum verfügt über eine beachtliche Glassammlung. Das Spektrum reicht vom barocken Schnittglas mit Blumen- oder Blattornamenten über bemaltes Biedermeierglas bis zum Studioglas der Gegenwart. Ein besonderer Schwerpunkt bildet der Bestand an Gläsern aus der Wiesenthal- und Josephinenhütte, die beide nach dem Zweiten Weltkrieg in Schwäbisch Gmünd neu gegründet wurden. Namentlich die Wiesenthalhütte entwickelte sich unter Klaus Breit (1926-2004) seit den 1960er-Jahren zu einer der führenden Glasmanufakturen Westdeutschlands mit ausgeprägtem eigenen Profil und Design, das über zwei Jahrzehnte hinweg einen maßgeblichen Anteil am Erscheinungsbild eines zeitgemäßen modernen Wohnens weit über Deutschland hinaus hatte.
Für die Ausstellung wird dieser Sammlungsbestand durchleuchtet und für eine erstmalige Präsentation aufgearbeitet.

Eröffnung: Sonntag, 18. November 2018, 11 Uhr

Otto Eberle. Maler, Grafiker und Lehrer

10. März – 22. April 2019

Schwäbisch Gmünd, 2018

Otto Eberle, Tamaris bei Sète (Südfrankreich), 1967, Aquarell, 31,5 × 42,5 cm, Sammlungen Museum im Prediger.

Schwäbisch Gmünd, 2018

Otto Eberle, Winter in Gmünd, 1934, Tempera auf Papier, 40 × 28 cm, Sammlungen Museum im Prediger.

Als Otto Eberle am 23. Dezember 1981 in seiner Geburtsstadt Schwäbisch Gmünd stirbt, ist sein Name weithin zum Synonym geworden für hervorragende Gebrauchsgrafik und Kirchenmalerei, aber auch für lehrende Tätigkeiten.
Geboren am 12. April 1909, absolviert er eine Lehre als Porzellanmaler und Zeichner in einer Gmünder Silberwarenfabrik und besucht die Gewerbeschule, war aber auch im Malerhandwerk tätig. Er arbeitet als Gebrauchsgrafiker für Gmünder Firmen und gründet 1937 ein eigenes Atelier für Graphik. 1944 zum Kriegsdienst eingezogen, verbringt er eineinhalb Jahre in französischer Kriegsgefangenschaft, wo er durch Vermittlung der Kriegsgefangenenhilfe als Maler tätig sein kann.
Die Ausgestaltung der Lagerkapelle in Montpellier steht am Beginn einer umfangreichen Tätigkeit als Kirchenmaler, mit Arbeiten unter anderem in Weiler i. d. B., Burgstall, Kirchberg a. d. M., Alfdorf, Harrow bei London, Urbach und Esslingen-Sirnau. Ab 1947 hat er einen Lehrauftrag an der Gewerbeschule inne und ist auch am Pädagogischen Institut sowie an der Kaufmännischen Berufsschule tätig. Unabhängig davon arbeitet er weiter als freischaffender Maler und Zeichner. Zahlreiche Ausstellungen würdigen sein Werk, zuletzt noch 1979 zu seinem 70. Geburtstag. Im Jahr 2009 erinnerte eine Ausstellung an seinen 100. Geburtstag.
Mit Werken aus dem Nachlass gibt die Ausstellung zum 110. Geburtstag Otto Eberles Einblicke in das vielfältige Schaffen des Malers und Grafikers.

Eröffnung: Sonntag, 10. März 2019, 11 Uhr

 

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