380 kV-Leitung Bünzwangen – Goldshöfe

Sachstand

Derzeit laufen die Planungen für eine neue 380 kV-Hochspannungsleitung, die von den Goldshöfen bei Hüttlingen über unseren Ortsteil Lindach bis nach Bünzwangen im Filstal führen soll. Zwischen Lindach und Goldshöfe soll die bestehende 110 kV-Leitung so weit wie möglich mit der neuen 380 kV-Leitung auf einer Trasse geführt werden. Der Bedarf dieser Leitung wurde im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) festgestellt. Die geplante Inbetriebnahme ist für 2020 vorgesehen. Planungsträger und Betreiber der Leitung ist die Transnet BW. Die Transnet BW startete Anfang 2013 ein Dialogverfahren, das den formellen Verfahren vorangeschaltet ist. Das Dialogverfahren dient dazu die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig in den Prozess der Trassenfindung einzubeziehen. Bisher wurden von der TransnetBW verschiedene Trassenvorschläge innerhalb eines Suchkorridors veröffentlicht, die jedoch für die weiteren Planungen nicht bindend sind. Bürger und Gemeinden haben nun die Möglichkeit bis zum 15.09.2013 Planungshinweise an die TransnetBW zu geben, die diese dann in ihre Raumwiderstandskarten einarbeitet. Weitere Planungshinweise können noch bis zum 15.10.2013 ergänzt werden. Hierbei geht es insbesondere darum, auf schutzbedürftige Nutzungen aufmerksam zu machen, die innerhalb des Suchkorridors liegen. Die von der TransnetBW erarbeiteten Raumwiderstandskarten sind die Planungsgrundlage für die Trassenfindung. Nähere Informationen dazu erhalten Sie auf der Homepage von TransnetBW (www.transnetbw.de).

 Zweifel an der Erforderlichkeit

Die Stadt Schwäbisch Gmünd und die anderen Gemeinden innerhalb des Suchkorridors sowie die betroffenen Landkreise Ostalb, Rems-Murr und Göppingen zweifeln die Erforderlichkeit dieser Leitung an. Aus diesem Grund soll ein unabhängiges Sachverständigengutachten erstellt werden, das die Erforderlichkeit dieser Leitung überprüft. Die TransnetBW plant jedoch ungeachtet dessen im Jahr 2014 in die formalen Verfahren einzusteigen. Diese umfassen das Raumordnungsverfahren und anschließende Planfeststellungsverfahren. Doch auch nach Beginn dieser Verfahren könnte der Leitungsbau noch gestoppt werden, wenn das Gutachten die fehlende Erforderlichkeit feststellt und der Gesetzgeber – in diesem Fall der Bundestag – reagiert.

 Möglichkeiten der Mitwirkung

Infolge des massiven Widerstands in der ganzen Region gegen diese Leitung hat sich eine Vielzahl von Bürgerinitiativen gebildet. Bislang gibt es zwei Bürgerinitiativen im Gmünder Stadtgebiet:

Bürgerinitiative Haselbachtal

Bürgerinitiative Lindach

Über die Aktivitäten der Bürgerinitiative Haselbachtal können Sie sich auf deren Homepage informieren:

www.haselbachtal380kv.de

Darüber hinaus empfehlen wir das Dialogverfahren zu nutzen, um Planungshinweise an die TransnetBW zu richten. Nähere Informationen dazu erhalten Sie auf der Homepage von TransnetBW (www.transnetbw.de). Je frühzeitiger solche Hinweise in den Planungsprozess eingehen, desto größer ist die Chance auf ihre Berücksichtigung. Dies Stadt Schwäbisch Gmünd wird die oben genannte Eingabefrist für Hinweise nutzen. Unabhängig davon wird die grundsätzliche Erforderlichkeit des Projekts geprüft.

 

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