Schwäbisch Gmünd, 2018

Eugen Netzel. Goldschmied – Maler – Bildhauer

22. Juli – 30. September 2018

Schwäbisch Gmünd, 2018

Tänzer, 1932, Öl auf Leinwand, 74,5 x 50 cm

Das künstlerische Schaffen von Eugen Netzel, geboren 1903 in Schwäbisch Gmünd, verhieß Größeres. Doch mit nur 41 Jahren starb der Goldschmied, Maler und Bildhauer 1944 in russischer Kriegsgefangenschaft. So blieb nicht nur sein Werk unvollendet. Auch das im Jahrzehnt bis zum Zweiten Weltkrieg Geschaffene ist in seinem Umfang bis heute noch weitgehend unbekannt.

Eugen Netzel absolvierte eine Lehre im Edelmetallgewerbe, war in diesem Metier selbständig tätig und studierte 1927/28 am Bauhaus in Dessau. Dort lernte er Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer und Paul Klee kennen, deren Anregungen er in eigenständiger Weise in seiner Kunst verarbeitete. Dem streng sachlichen Studium der Natur maß er hohe Bedeutung zu. Bezeichnend für sein Werk ist die Schau des Wesentlichen. Die Breite seiner Motivwelt ist groß und umfasst das Stillleben ebenso wie die Landschaft und das Bildnis.

Die Ausstellung im Museum seiner Geburtsstadt eröffnet die Gelegenheit, das Werk des lange vergessenen Künstlers kennenzulernen. Zu sehen sind rund 60 Arbeiten, darunter Gemälde, Zeichnungen, Reliefs sowie Silbergerät und Schmuck. Sie geben einen umfassenden Einblick in Eugen Netzels Schaffen. Die Arbeiten stammen aus dem Nachlass, der dank einer umfangreichen Schenkung seit 2017 im Gmünder Museums verwahrt wird.

 

Mit einem Stern * gekennzeichnete Felder bitte unbedingt ausfüllen.


Datenschutz