Schwäbisch Gmünd, 2018

Simone ten Hompel. Stadtgoldschmiedin 2018

8. Juli – 28. Oktober 2018

Schwäbisch Gmünd, 2018

Simone ten Hompel

Schwäbisch Gmünd, 2018

Teekanne „Auntie“, 2008, 925/000 Silber, Lavasteine. © Simone ten Hompel. Foto: Sussie Ahlburg.

Schwäbisch Gmünd, 2018

Ohne Titel, Schale, 2005, verschiedene Metalle, Email. © Simone ten Hompel. Foto: Sussie Ahlburg.

Schwäbisch Gmünd, 2018

„Beringte“ Schale, 2004, verschiedene Metalle. © Simone ten Hompel. Foto: Sussie Ahlburg.

Schwäbisch Gmünd, 2018

Löffel „Ein ganzer Satz“, 2010, Silber. © Simone ten Hompel. Foto: Sussie Ahlburg

Schwäbisch Gmünd, 2018

Becher, Silber. © Simone ten Hompel. Foto: Sussie Ahlburg

„Metall ist meine Muttersprache. Ich stelle der Poesie und der Funktion die Materialität meiner Disziplin gegenüber. Das Machen kommt aus meinen Händen“, bekennt Simone ten Hompel. In diesen Worten klingt der kreative Arbeitsprozess an, aus dem heraus die Objekte der 1960 in Bocholt geborenen Silberschmiedin entstehen und der ihre Kreationen im Ergebnis zugleich individuell und einzigartig macht. Simone ten Hompel, die heute als Künstlerin und Professorin in London lebt und arbeitet, gehört zu den Einfallsreichsten ihres Metiers. Auf Einladung der Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst ist sie 2018 Stadtgoldschmiedin in Schwäbisch Gmünd. In dieser Eigenschaft gastiert sie vom 8. Juli bis 28. Oktober mit einer Ausstellung im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik. Ausgewählte Arbeiten veranschaulichen Simone ten Hompels außerordentliches Schaffen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Metallgestaltung.
Zudem gibt die Silberschmiedin vom 9. bis 13. Juli einen Workshop unter dem Motto „Sehen – Formen – Machen“.

Eröffnung
Die Ausstellung wird am Sonntag, 8. Juli, um 11 Uhr im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik durch Oberbürgermeister Richard Arnold eröffnet. Zum Werk von Simone ten Hompel spricht Wolfgang Lösche von der Galerie Handwerk, München.

Metallbearbeitung als komplexer Prozess der Kommunikation
Für Simone ten Hompel bedeutet die Bearbeitung von Metallen Kommunikation. In ihren Arbeiten, die in Werkgruppen entstehen, spricht sie mit und durch das Material. Die Art der Formung, die Bearbeitung der Oberflächen, die Proportionen und Beziehungen der Gefäßkörper zueinander sind wichtige Aspekte in ihrem Schaffen. Die Farbigkeit der Metalle spielt dabei eine große Rolle. Die aus Silber, Kupfer, Messing und anderen Metallen gefertigten Arbeiten beziehen sich in ihrem Formenvokabular zumeist auf Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs – auf Löffel, Schalen, Becher oder Teekannen. Diese Formen werden nicht einfach übernommen, sondern adaptiert und in einen neuen formalen Zusammenhang gebracht. So entsteht etwas gänzlich Neues, das einerseits vertraut erscheint, wie aus einer Welt die man zu kennen glaubt, andererseits jedoch voller Überraschungen ist. Die Oberflächen der Arbeiten tragen Bearbeitungsspuren, fein nuancierte Einschreibungen in das Metall, die auf die Handschrift der Gestalterin verweisen. Sie verleihen den Werken Emotionalität und Sinnlichkeit. Es überrascht daher wenig, dass die von Simone ten Hompel geschaffenen Metallarbeiten auf vielfältige Weise wahrgenommen und erlebt werden können: visuell, taktil, emotional und intellektuell.

Biografie
Nach einer Ausbildung zur Schlosserin (1975-1979) studierte Simone ten Hompel zunächst Schmuckdesign und Silberschmieden an der Fachhochschule Düsseldorf (1979-1985), dann Metallarbeit am Royal College of Art in London (1987-1989). Zahlreiche internationale Ausstellungen, dazu Auszeichnungen und lehrende Tätigkeiten, darunter an der Glasgow School of Art und am Edinburgh College of Art, begleiten die Karriere der Gestalterin. Ihre Werke sind weltweit in wichtigen Sammlungen vertreten, so im Victoria and Albert Museum und im National Museum Scotland.

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  Anmeldeformular zum Workshop mit Simone ten Hompel  (PDF-Datei, 0,08MB)
 

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