Engagement

#01 Fundraisingprojekt

Erwerbung der »Floating Spiral Stair Case Steps to an Ecology of Mind« des amerikanischen Künstlers Rem Denizen

Rem Denizen, Floating Spiral Stair Case Steps to an Ecology of Mind, to an Ecology of Mind, 4-teilige Installation, Walnuss, Ahorn, Tinte, 228 × 268 × 236 cm. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd

Zu den positiven Perspektiven, die das Jahr 2020 – Corona zum Trotz – für das Museum im Prediger eröffnet hat, zählte die Sonderausstellung »THE LAST UNICORN. Das Einhorn im Spiegel der Popkultur«, die dem Publikum eine Idee vom Wunderbaren in unserer gefährdeten Welt vermittelte. Im Zusammenhang mit der Ausstellung ist der Wunsch entstanden, davon etwas dauerhaft für die Sammlungen des Museums zu erhalten: die Installation »Floating Spiral Stair Case Steps to an Ecology of Mind« des amerikanischen Künstlers Rem Denizen.

Rem Denizen, Floating Spiral Stair Case Steps to an Ecology of Mind, to an Ecology of Mind, 4-teilige Installation, Walnuss, Ahorn, Tinte, 228 × 268 × 236 cm. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd
Rem Denizen, Floating Spiral Stair Case Steps to an Ecology of Mind, to an Ecology of Mind, 4-teilige Installation, Walnuss, Ahorn, Tinte, 228 × 268 × 236 cm (Ausschnitt). © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd

Bei dem Kunstobjekt handelt es sich um die »Floating Spiral Stair Case Steps to an Ecology of Mind«, ein in Entwurf und Verarbeitung außergewöhnliches Sammlungsmöbel, das der Präsentation von Kostbarkeiten dient. Geschaffen wurde die Arbeit 2014 von dem amerikanischen und konzeptionell arbeitenden Künstler Rem Denizen (*1980). Die Installation besteht aus vier in knorrigem Walnussholz geschnitzten Regalen, die vom Künstler mit einer blauvioletten Kugelschreibertinte lasiert wurden. Tilman Krause beschrieb die geheimnisvoll schillernde Materialität dieser Boards in seiner Ausstellungrezension »Was ich will, ist Magie!« (DIE WELT, 12.8.20) als eine »Augenlust« und eine »Verbeugung vor der Wunderkammerästhetik«. In der Tat war die Suche nach dem Wunderbaren für uns mit einem kunstgewerblichen Ansatz verknüpft. Dies entspricht der kunstgewerblichen Identität und Geschichte unseres Museums, das 1876 von Gmünder Silberfabrikanten nach dem Vorbild des heutigen Victoria & Albert Museums in London gegründet wurde. Die Tradition des Kunstgewerbemuseums weiterzuführen und im Zeitgenössischen weiterzuentwickeln, ist für das Museum im Prediger geradezu eine Verpflichtung.

Rem Denizen, Floating Spiral Stair Case Steps to an Ecology of Mind, to an Ecology of Mind, 4-teilige Installation, Walnuss, Ahorn, Tinte, 228 × 268 × 236 cm (Ausschnitt). © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd

DAS ERSTE FUNDRAISING-PROJEKT DES MUSEUMS IM PREDIGER

Um diese außergewöhnlichen Beispiele zeitgenössischen Kunstgewerbes für die Museumssammlung erwerben zu können, wurde dieses erste Fundraising-Projekt initiiert. Indem das Museum mit seiner Initiative aktiv auf neue Förderer zugeht, soll ein zusätzlicher finanzieller Spielraum geschaffen werden, um die Erwerbung zu ermöglichen. Von dieser Initiative verspricht sich das Museum einen Mehrwert für sein Selbstverständnis, seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ebenso wie seine gesellschaftliche Verankerung.

PARTNER: GMÜNDER MUSEUMSVEREIN E. V.

Ein wichtiger Partner beim Aufbau des Fundraisings ist der Gmünder Museumsverein mit seinen rund 300 Mitgliedern. Seit 1876 unterstützt der Museumsverein die Arbeit des Museums und führt die lange Gmünder Tradition des bürgerlichen Mäzenatentums fort. Ein früher Höhepunkt dieses Engagements war die Schenkung des Kommerzienrats Julius Erhard, der 1890 seine umfassende Kunstsammlung alter Kunst seiner Vaterstadt vermachte. Aus jüngster Zeit ist die noble Geste eines Schenkers zu nennen, der 2019 das Gemälde »Le Village Rouge« von Marc Chagall dem Museum übergab.

Auf diesem Fundament baut das Museum die Ideen für unser Fundraising-Projekt auf, das der Museumsverein organisatorisch und ideell unterstützt. Um die Erwerbung der blauen Boards von Rem Denizen zu realisieren, bittet das Museum im Prediger um die finanzielle Mithilfe von Spendern. Denn die  Erwerbung ist nur zu realisieren, wenn wir die Kosten von 30.000 Euro mit Hilfe Ihrer Spenden finanziert werden können.

INTERESSIERT?

Bei Interesse finden Sie weitere Informationen im Flyer zum Sponsoringprojekt, den Sie hier herunterladen können:

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