Stadtgeschichte

Fotos K.O. Lang
Foto: Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd

Der Marktplatz diente ständig als Kulisse, um die „Volksgemeinschaft“ zu erleben.

Schwäbisch Gmünd im Nationalsozialismus

Die „Machtergreifung“ 1933

Die NSDAP erreichte bei den letzten einigermaßen „freien“ Reichstagswahlen im März 1933 in Gmünd nur 26% der abgegebenen Stimmen. Damit lag die NSDAP deutlich unter dem Reichsdurchschnitt, bei dem sie auf 44% gekommen war.

Unter Bruch der Verfassung wurden nun die Ergebnisse der Reichstagswahl auf die Länder- und Gemeindeparlamente übertragen, so dass auch der Gmünder Gemeinderat im April 1933 neu gebildet werden musste. Nun stellte die NSDAP 8 Räte (bisher 2), das katholische Zentrum 11, dazu kamen noch 3 Räte aus anderen Gruppierungen. Im Zuge der „Gleichschaltung“ gaben die nicht nationalsozialistischen Gemeinderäte auf, so dass ab April 1934 die NSDAP allein im Gemeinderat vertreten war.

Im November 1934 wurde der Nationalsozialist Franz Konrad zum Oberbürgermeister ernannt – nicht gewählt. Der Kreisleiter der NSDAP, Hermann Oppenländer, sollte die Bevölkerung ab 1937 für die Ziele der Partei mobilisieren.

(Ulrich Müller, 850 Jahre Stadtgeschichte Schwäbisch Gmünd, 2012)

Zeitungen
Foto: Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd

Nach dem Tod des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg im August 1934 sollte durch eine Volksabstimmung das Amt des Präsidenten künftig mit dem des „Führers und Reichskanzlers“ zusammengelegt werden. In der gleichgeschalteten Rems-Zeitung wurden die Gmünder zur Zustimmung aufgefordert.

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