Stadtgeschichte

Klöster in Schwäbisch Gmünd

Städtisches Museum im Prediger
Foto: Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd

Kapuzinerkloster und –kirche, 18. Jahrhundert

Im Spätmittelalter bestanden nicht weniger als fünf klösterliche Niederlassungen auf oder bei der Stadtmarkung von Gmünd.  Es waren dies die Franziskaner, die sich bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als erste hier niederließen, die Dominikanerinnen in Gotteszell knapp außerhalb den Toren der Stadt vor 1246, die Augustiner seit 1284/85 urkundlich nachweisbar - die Dominikaner seit 1294, von Esslingen kommend, und dann sozusagen als letzter Orden des Mittelalters eine 1445 gegründete Frauengemeinschaft, die sich in den 1470er Jahren dann dem Dritten Orden des hl. Franziskus anschloss. 

Als letzter, jüngster Orden kamen in der Neuzeit, knapp vor dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, im Jahr 1644, die Kapuziner in die Stadt. Alle diese Klöster hatten eines gemeinsam: Sie waren Bettelorden, und hatten sich besonders der Predigt und Seelsorge verschrieben. Mit der Zeit gelang es einigen von ihnen - über Schenkungen und Nachlässe - bedeutenden Grunderwerb anzuhäufen.

Im Jahr 1802 wurden infolge der Übernahme der Stadt durch Württemberg alle Klöster sukzessive aufgehoben, das Inventar verkauft und die Klostergebäude anderen Zweckbestimmungen zugeführt.

(Klaus Jürgen Herrmann, 850 Jahre Stadtgeschichte Schwäbisch Gmünd, 2012)

Foto: Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd

Kapuzinerkloster und –kirche, 18. Jahrhundert

Städtisches Museum im Prediger
Foto: Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd

Klosteranlage des ehemaligen Franziskanerinnenklosters St. Ludwig um 1765

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