Münsterplatz 15
73525 Schwäbisch Gmünd
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Braque und Modigliani - beide gehörten sie zur Pariser Bohème und prägten mit ihrem Schaffen die künstlerische Avantgarde am Anfang des 20. Jahrhunderts.
So gilt George Braque als der Initiator des Kubismus. Diesbezüglich stand er allerdings viele Jahrzehnte im Schatten Pablo Picassos. Doch seine „nackte Malerei“ bewunderte Giacometti als den „Gipfel der heutigen Kunst“. Doch beschränkt sich das Schaffen Braques nicht auf die kurze Zeitspanne seiner kubistischen Phase. Er brachte ein Oeuvre mit erstaunlich schöpferischer Vielfalt hervor – vom Fauvismus seiner Anfänge bis zu den letzten, nahezu abstrakten Serien der Nachkriegszeit. Daher beschrieb schon Carl Einstein 1933 das Schaffen von Georges Braque mit den Worten: „Er schuf sich eine Grammatik erfundener Formen“.
Modigliani lässt sich keiner modernen Kunstströmung zuordnen. Seine Werke vereinen expressionistische, kubistische und symbolistische Elemente, zeigen jedoch ebenso einen Rückbezug zur Antike, zur Renaissance und zum Manierismus, die er aus seiner Studienzeit in Italien kannte. Seine Berufung zur Kunst erlebte der zeitlebens von Lungenkrankheiten heimgesuchte Italiener in einem Fiebertraum. Als er 1906 schließlich nach Paris ging, wohnte er am Montmartre im Umfeld von Derain, Picasso, Utrillo und Soutine und nahm trotz seiner gesundheitlichen Probleme am ausschweifenden Leben der Kunstszene teil. Der deutsche Maler Ludwig Meidner gehörte zu seinen ersten Freunden und äußerte „Unser Modigliani … war ein … hoch begabter Vertreter der Bohème vom Montmartre; wahrscheinlich sogar der letzte echte Bohémien.“
Anmeldung erforderlich. Bitte beachten, dass keine Einzelkurse gebucht werden können!
Dozentin: Ulla Katharina Groha
Veranstaltungsort: GD, Münsterplatz, Saal B 0.2
Gebühr: 48,- €
6 Termine: 11.06. / 18.06. / 02.07. / 16.07. / 23.07. / 30.07.