Katastrophenhilfe in Bad-Neuenahr


Am Montag 19.07.2021 wurde die Gmünder Feuerwehr durch das Innenministerium zum Einsatz im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz angefordert. Angefordert wurde eine Führungskomponente zur Führung von 4 Hochwasser-Einsatzzügen aus anderen Landkreisen. Zusätzlich wurde eine autarke Versorgung der eigenen Kräfte für mehrere Tage verlangt. Gegen Mittag machten sich 11 erfahrene Führungskräfte aus den Abteilungen Innenstadt, Hussenhofen, Bettringen, Bargau und Wetzgau auf den Weg zum Zentralen Treffpunkt an die LFS nach Bruchsal.


Der Hochwasser-Einsatzzug des Regierungspräsidiums Stuttgart besteht aus ca. 100 Einsatzkräften mit 25 Fahrzeugen und setzte sich wie folgt zusammen:

  • Führungskomponente Feuerwehr Schwäbisch Gmünd
  • Hochwasser-Einsatzzug Landkreis Heidenheim
  • Hochwasser-Einsatzzug Landkreis Heilbronn - Land
  • Hochwasser-Einsatzzug Landkreis Schwäbisch Hall
  • Hochwasser-Einsatzzug Landkreis Main-Tauber

Als Marschkolonne fuhr dieser Einsatzzug zum zentralen Sammelpunkt auf dem Nürburgring.


Kurz nach dem Eintreffen am Nürburgring bekamen wir den ersten Einsatzauftrag und wurden nach Bad-Neuenahr verlegt. Zu Sicherstellung der Kommunikation der Einsatzkräften als auch der Bevölkerung sollten noch in der Nacht mehrere Satelliten-WLAN-Router an vordefinierten Punkten aufgebaut und betrieben werden.


Am Dienstag und Mittwochmorgen waren unsere 4 Einsatzzüge in den betroffenen Ortschaften im Einsatz. Hier wurden verschiedene Einsatzaufträge abgearbeitet:

  • Beseitigung umgestürzter Bäume mit Seilwinde und Motorsäge
  • Transport von Schuttmulden mit einem Wechselladerfahrzeug
  • Reinigung von Telekom-Verteilerkästen mit einem Tanklöschfahrzeug
  • Auspumpen von Häusern und Tiefgaragen
  • Ausräumen von Häusern

Unsere Aufgabe als Führungskomponente war zum einen die Koordination unserer 4 Einsatzzüge und zum anderen die lückenlose Dokumentation aller Einsätze. Mehrmals täglich wurde ein Lagebericht für das Innenministerium erstellt. Die sehr gute Ausstattung des neuen ELW mit elektronischen Hilfsmittel und Einsatzunterstützungssoftware hat sich bei diesem Einsatz sehr bewährt.


Am Mittwoch war Einsatzende für unseren Einsatzzug. Jeweils ein Hochwasser-Einsatzzug des RP Tübingen und RP Freiburg wurden zur Ablösung ins Katastrophengebiet geschickt.

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