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36. Internationales Guggenmusiktreffen 2019
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Fasnetsaktivitäten der Stadt Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd (sv). Zwei Tage steht Schwäbisch Gmünd wieder ganz im Zeichen der Schrägtonmusik. 20 Guggenkapellen mit rund 800 Musikerinnen und Musikern aus der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein, England und Deutschland kommen am Samstag und Sonntag, 23. und 24. Februar, in die älteste Stauferstadt, die nicht ohne Grund auch das Mekka der Guggenmusik genannt wird. Inoffizieller Auftakt dieser Veranstaltung ist bereits am Freitagabend der Guggenball der Gmendr Gassfetza im Prediger. Neben Auftritten von Guggenkapellen sorgt die Partyband „No Exit“ für beste Stimmung. Karten für den Guggenball sind im i-Punkt zum Preis von 8,80 Euro erhältlich. Das Interesse der Kapellen in Schwäbisch Gmünd aufzutreten ist nach wie vor ungebrochen. So gibt es auch beim 36. Internationalen Guggenmusiktreffen vier neue Gruppen zu sehen und zu hören. Mit dabei ist am Samstag auch wieder die Guggenmusik „Los Krawallos“. Rund 50 Musikerinnen und Musiker machen gemeinsam Guggenmusik - davon sind rund die Hälfte Menschen mit Behinderung. Jahr für Jahr lockt dieses Spektakel zehntausende Besucher aus der ganzen Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland in die historische Altstadt von Gmünd. Die Plätze und Gassen, vor allem aber auch die Lokale der Innenstadt bilden den Rahmen für dieses Ereignis, das aus dem Veranstaltungsreigen der Stadt nicht mehr wegzudenken ist.

Um 16.16 Uhr blasen die Gmünder Tollitäten zum Rathaussturm am Schmotzigen Donnerstag, 28. Februar unter Mithilfe der Gmünder Feuerwehr, der Maskengruppe Rudo und der Guggenmusik Gmendr Gassafetza zum Angriff auf das Rathaus. Die Rathausverteidiger/innen werden sicherlich wieder alles geben, um die Machtübernahme zu verhindern. Aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass die Verteidiger ihre Kräfte nochmals aufgestockt haben um das Rathaus vor der Erstürmung der Narren zu retten. Man darf gespannt sein, wie lange die Verteidiger den Stürmern Paroli bieten können. Die weitere Strategie wurde zur absoluten Geheimsache erklärt. Nach erfolgter Übergabe des Rathausschlüssels wird die Machtübernahme durch die Tollitäten gemeinsam mit der Bevölkerung auf dem oberen Marktplatz gefeiert. Hierfür wird wiederum ein größeres Zelt aufgestellt. Für das leibliche Wohl und musikalische Unterhaltung ist bestens gesorgt.

Das Festival der schrägen Töne beginnt am Samstag mit einer bereits liebgewordenen Besonderheit. Um 11 Uhr startet der Umzug mit dem Narrenbaum am Bockstorplatz. Alle Kinder sind herzlich eingeladen, zusammen mit den Guggenmusikkapellen „Bloos-Arsch“ und „Geslach-Gugga“, den Narrenbaum zum Marktplatz geleiten, der dann von der Maskengruppe „Rudos“ unter tatkräftiger Mithilfe der Wetzgauer Feuerwehr aufgerichtet wird. Um 12.15 Uhr beginnt der offizielle Empfang der Stadt Schwäbisch Gmünd auf der Bühne am Oberen Marktplatz vor dem Marienbrunnen. Oberbürgermeister Richard Arnold und der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse werden gemeinsam mit dem närrischen Hofstaat die teilnehmenden Guggenkapellen begrüßen. Parallel dazu treten die Guggenmusikkapellen auch auf der Bühne auf dem Johannisplatz und im Bereich der Remsgalerie in der Ledergasse auf. So haben auch Familien mit kleinen Kindern tagsüber die Möglichkeit, die Guggenmusikerinnen und -musiker mit ihren farbenprächtigen und phantasievollen Kostümen hautnah mitzuerleben. Für das leibliche Wohl der Besucher ist ebenfalls bestens gesorgt. Nicht nur die Lokale der Gmünder Innenstadt, sondern auch zahlreiche Vereine der Arbeitsgemeinschaft Fasnet haben sich eingedeckt, damit die Versorgung der Gäste mit Essen und Trinken nicht ins Stocken gerät. Ab 18 Uhr finden auf dem Marktplatz und dem Johannisplatz die Monsterkonzerte statt. Es folgt die Nacht der Nächte mit einem gemütlichen Bummel durch die Lokale der Innenstadt.
Am Sonntag bildet dann die Sporthalle in der Katharinenstraße die Arena für die Guggen. Um 11 Uhr beginnt der Guggenmusikfrühschoppen, welcher erfahrungsgemäß bis in den späten Nachmittag andauert. Dort können die Guggenfans nochmals alle Kapellen erleben. Auch beim diesjährigen Guggenmusiktreffen kommt auf die Besucherinnen und Besucher wieder eine besondere Aufgabe zu. Sie dürfen als Jury die Kapelle mit dem besten Sound, dem schönsten Kostüm und den größten Stimmungsmacher wählen. Der Programmflyer, auf dem sich auch die Stimmkarte befindet, liegt an allen Bewirtungsständen aus. Einfach die Nummer der Kapelle, welche am besten gefällt, in die entsprechende Rubrik eintragen, mit Anschrift versehen und in die Abstimmboxen an den Bewirtungsständen bei den Bühnen Oberer Marktplatz oder Johannisplatz einwerfen. Die Prämierung und Preisübergabe an die Guggenkapellen erfolgt während des Frühschoppens. Alle Personen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, nehmen an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es drei von der Gmünder Keramikkünstlerin Christine Petraschke gestaltete Guggengastgeschenke in limitierter Auflage.
Wer Freude an der Fasnet, an schräger Musik, farbenfrohen und phantasievollen Kostümen hat, sollte sich dieses Fasnetsspektakel nicht entgehen lassen und am 23. und 24. Februar nach Schwäbisch Gmünd zum Internationalen Guggenmusiktreffen kommen.

Zum 45. Mal findet am Fasnetsdienstag, 5. März, ab 13.30 Uhr der große Schwäbisch Gmünder Fasnetumzug statt. Die Arbeitsgemeinschaft Gmünder Fasnet hat es in den letzten Jahrzehnten verstanden, diese bis ins späte Mittelalter zurückreichende Tradition wieder zu erwecken und mit Leben zu füllen. Jahr für Jahr zählt der Gmünder Fasnetumzug zu den schönsten und größten in der Region. 60 000 und mehr Besucher säumen jährlich die Umzugsstrecke. Neben der großen Prunksitzung, dem Internationalen Guggenmusiktreffen und dem Rathaussturm ist der Schwäbisch Gmünder Fasnetumzug der absolute Höhepunkt der Saison. Mit 87 Gruppen aus 62 Zünften startet der Umzug um 13.30 Uhr in der Katharinenstraße und schlängelt sich durch die Straßen und Gassen der Gmünder Innenstadt. Entlang der Umzugsstrecke sorgen Bewirtschaftungsstände für das leibliche Wohl der Besucher. Des Weiteren sind in räumlichen Abständen wiederum WC-Kabinen aufgestellt. Im Bereich der Uferstraße, des Sebaldplatzes, des Kalten Marktes, am Unteren und am Oberen Marktplatz werden die Teilnehmer des Umzugs den Besuchern vorgestellt. Der Umzug verläuft nicht mehr über die beiden Schmiedgassen, sondern biegt direkt nach dem Kalten Markt in die Kappelgasse ein und bewegt sich über den Marktplatz in Richtung Bocksgasse, wo er auf Höhe des Predigers endet. Anschließend findet im Innenhof des Kulturzentrum Predigers ein Kehraus statt, dort werden Preise für die besten Beiträge in den verschiedenen Kategorien (Motivwagen, Guggenkapellen, Musikkapellen, Fußgruppen und Hexengruppen) vergeben. Für das leibliche Wohl und musikalische Unterhaltung im Prediger ist gesorgt. Gegen 19.30 Uhr macht sich das Silbermännle vom Prediger auf den Weg zum Rathaus, wo es sich verabschiedet und die Gmender Fasnet 2019 beendet. Die farbigen Anhänger mit dem Silbermännle werden im Vorfeld des Umzugs und auch beim Internationalen Guggenmusiktreffen für drei Euro verkauft und berechtigen zum Eintritt des Guggentreffen und zum Umzug.

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