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Anna Fehrle, Musberger Krippe, Stall zu Bethlehem
Für die Bildrechte: Amt für Medien und Kommunikation

Zur Advents- und Weihnachtszeit ist die Musberger Krippe von Anna Fehrle ausgestellt

Schwäbisch Gmünd (sv). „Zur Krippe her kommet“ – diese Zeile aus einem der populärsten Weihnachtslieder gilt vom 2. Dezember bis 7. Januar auch im Museum im Prediger. In dieser Zeit ist eine Kostbarkeit der Krippenkunst zu sehen: die „Musberger Krippe“ von Anna Fehrle. Darin fügen sich annährend 160 Figuren zu einem großen Zyklus, der die biblischen Geschichten des altkirchlichen Weihnachtskanons in 16 Einzelszenen nacherzählt – von der Verkündigung der Geburt Jesu an Maria durch den Erzengel Gabriel über die Herbergssuche und den Stall in Bethlehem bis zur prächtigen Hochzeit zu Kana. Der Eintritt ist frei.

Die Gmünder Kunsthandwerkerin Anna Fehrle (1892-1981) gilt als Erneuerin der Krippenkunst in Deutschland. Inspiriert von barocken Krippen und beeinflusst durch ihren Bruder, den Bildhauer Jakob Wilhelm Fehrle, begann sie 1920 mit dem Schnitzen von Puppen und Figuren. Mit sicherem plastischem Empfinden für Formen, Farben und Proportionen entwickelte sie schnell einen eigenen Figurenstil. Kennzeichnend für diesen Stil sind ausdrucksstarke, lebendig wirkende Figuren mit holzgeschnitzten Köpfen, Händen und Füßen sowie Körpern aus stoffumwickeltem Draht. In der Formgebung legte sie großen Wert auf die Auswahl, Zusammenstellung, Farbgebung und Drapierung der verwendeten Stoffe. Kostbare und seltene Textilien, etwa alte Brokatstoffe und Spitzen, sowie schmückende Details verliehen den Figuren ihr charakteristisches, einzigartiges Aussehen. Diese Art der Fertigung macht Anna Fehrles Krippenfiguren bis heute zu kunsthandwerklichen Meisterwerken.

Die größte, von Anna Fehrle je geschaffene Krippe ist die „Musberger Krippe“. Sie ist in ihrer Ausgestaltung einzigartig und zählt zu den künstlerisch wertvollsten ihrer Art. Gefertigt wurde sie zwischen 1934 und 1960 für Pfarrer Fritz Langbein (1908-1963) in Musberg bei Stuttgart – daher auch der Name „Musberger Krippe“. Pfarrer Langbein lernet Anna Fehrle als Vikar in Schwäbisch Gmünd kennen. Von den Figuren angetan, bestellte er eine Heilige Familie. Hieraus entwickelte sich die Idee, eine alte Tradition wieder aufleben zu lassen: die, die biblischen Geschichten in Einzelszenen zu gestalten.

Öffnungszeiten:
Zu sehen ist die „Musberger Krippe“ während der Öffnungszeiten des Museums: Di, Mi, Fr, 14-17 Uhr, Do 14-19 Uhr, Sa, So und feiertags 11-17 Uhr. Montags, sowie an Heiligabend, Silvester und Neujahr ist geschlossen.

Weitere Informationen:
Museum im Prediger, Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd,
Telefon 07171 603-4130, www.museum-galerie-fabrik.de.

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