Tag der Städtebauförderung

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Herzlich Willkommen auf unserer Seite zum Tag der Städtebauförderung 2024!

Die Stadt Schwäbisch Gmünd nimmt seit Jahren aktiv an den Programmen der Städtebauförderung teil. Heute möchten Wir Ihnen einen kleinen Überblick über die aktuellen Themen der Stadtentwicklung in Schwäbisch Gmünd geben.

Was ist die Städtebauförderung?

Was ist die Städtebauförderung?

Überblick Städtebauförderung des Bundes und der Länder
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Immer wieder neue und sich ändernde Herausforderungen wirken sich auf das Zusammenleben in Stadt und Land aus. Dazu zählen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, Digitalisierung und demografischer Wandel, Strukturveränderungen bei Handel und Gewerbe, die Erneuerung der kommunalen Infrastruktur, aber auch die Erhaltung der städtebaulichen Identität und die soziale Integration sowie die Corona-Pandemie. Hier setzt die Städtebauförderung an und unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung dieser und weiterer städtebaulicher Aufgaben. Die Kommunen erhalten dafür Finanzhilfen von Bund und Ländern, die sie um eigene Haushaltsmittel ergänzen. Mit in der Regel je einem Drittel beteiligen sich Bund, Land und Kommune an der Städtebauförderung.

So sind Maßnahmen zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere zur Verbesserung der grünen Infrastruktur, Voraussetzung für eine Förderung. Weitere Schwerpunkte sind die Verstärkung der interkommunalen Zusammenarbeit, die Stärkung von Stadt-Umland-Beziehungen sowie die Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements.

Mit dem Städtebauförderungsgesetz 1971 wurde der Grundstein für die Städtebauförderung in Deutschland gelegt. Zu in der Regel je einem Drittel beteiligen sich Bund, Land und Kommune an der Städtebauförderung. Allein der Bund hat von 1971 bis 2022 ca. 22,4 Milliarden Euro für über 12.200 Gesamtmaßnahmen bereitgestellt. 790 Millionen Euro Bundesförderung sind erneut im Jahr 2024 vorgesehen. Man geht dabei davon aus, dass jeder Euro Städtebauförderung durchschnittlich 7 Euro private oder öffentliche Bauinvestitionen generiert.

Die Städtebauförderung hat seit 2020 drei Programme: Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung. Maßnahmen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel werden in allen Programmen gefördert und sind Voraussetzung für die Förderung.

Schwäbisch Gmünd erhält als eine von rund 4.000 Kommunen Städtebauförderung.

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Was ist der Tag der Städtebauförderung?

Was ist der Tag der Städtebauförderung?

Seit 2015 findet jährlich der Tag der Städtebauförderung statt. Der bundesweite Aktionstag ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zur Stärkung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei Vorhaben der Städtebauförderung. An diesem Tag finden deutschlandweit Veranstaltungen unter dem Motto „Wir im Quartier“ zur Städtebauförderung statt. Städte und Gemeinden informieren an diesem Tag über ihre Projekte, Planungen und Erfolge – und laden dazu ein, an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mitzuwirken. Der Tag der Städtebauförderung zeigt, wie die Programme der Städtebauförderung wirken, und mit welch großem Engagement in den Kommunen gearbeitet wird.

Städtebauförderung in Schwäbisch Gmünd aktuell

Städtebauförderung in Schwäbisch Gmünd aktuell

Grafik "Wir im Quartier". Dargestellt ist ein Wohnquartier mit Piktogrammen von Menschen zwischen den Häusern.

Es laufen in Schwäbisch Gmünd meist mehrere Sanierungsverfahren parallel. Derzeit sind das die Sanierungsgebiete „Altstadtquartiere“ und „Hardt“. Ein mögliches künftiges Sanierungsgebiet „Westliches Stadttor“ befindet sich aktuell in der Vorbereitung.

Sanierungsgebiet „Altstadtquartiere“

Sanierungsgebiet „Altstadtquartiere“

Das Sanierungsgebiet Altstadtquartiere besteht derzeit aus sechs einzelnen Quartieren innerhalb der historischen Altstadt von Schwäbisch Gmünd. Es läuft seit 2009 als vereinfachtes Verfahren im Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ und wurde 2022 in das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ übertragen.

Abgeschlossene Sanierungsmaßnahmen in diesem Gebiet sind z.B. die Sanierung Prediger, die Umgestaltung der Uferpromenade am Josefsbach, die Sanierung der Alten Schmiede am Schmiedturm und viele mehr.

Aktuell läuft zum Beispiel noch die Sanierung von Gewölbekellern im Freudental und die Platzgestaltung Freudental/Mohrengässle sowie das Wohnungsbauvorhaben Stadtmauerbebauung. Besondere Bedeutung für die Innenstadt hat auch die Modernisierung des ehemaligen WOHA Kaufhauses und Wiederbelebung des historischen „Gmünder Hofs“ mit Gastronomie und Büroflächen.

Sanierungsgebiet „Hardt“

Sanierungsgebiet „Hardt“

Abgrenzungsplan des Sanierungsgebiets Hardt

Das Hardt ist Gmünds jüngstes Sanierungsgebiet und liegt vollständig außerhalb der Altstadt.

Die Sanierung hier verfolgt stärker soziale und gesellschaftliche Ziele. Gleichzeitig entsteht hier, in der Verlängerung der bisherigen Wohnbebauung, aber auch ein völlig neues, innovatives Quartier.

In Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft wurde zum Beispiel im Rahmen eines Wettbewerbs ein grüner Park mit zentralem Platz als „Herz“ des neuen Quartiers entwickelt. Dieser Platz erfüllt wichtige soziale, städtebauliche und ökologische Funktionen. Unmittelbar anschließend wachsen bereits neue Wohn- und Geschäftshäuser in die Höhe. Der erste Bauabschnitt des Platzes ist fast fertiggestellt, der zweite Bauabschnitt soll bis Ende 2025 fertig sein.

Ein weiteres großes Projekt auf dem Hardt ist der stetig wachsende Familien- und Freizeitpark. Neben dem Berufsschulzentrum entsteht derzeit ein weitläufiger Landschaftspark mit einem großen Angebot an Spiel-, Sport- und Erholungsflächen. Aktuell wird im Park ein neuer Naturspielplatz erstellt.

Broschüre „Sonderdruck Unbreak my Hardt“

Vorbereitende Untersuchungen „Westliches Stadttor“

Vorbereitende Untersuchungen „Westliches Stadttor“

Abgrenzungsplan des Westlichen Stadttors in Schwäbisch Gmünd

Seit dem Bau des Einhorn-Tunnels und dem erfolgreichen Stadtumbau zur Landesgartenschau 2014 hat sich das Eingangsbild der Stadt von Westen her stark verändert. Während rund um den Bahnhof die enormen Bemühungen um eine positive städtebauliche Entwicklung sichtbar wurden, blieb der Bereich entlang der Lorcher Straße weniger berücksichtigt.

Bei den Flächen rund um die Lorcher Straße handelt es sich um große städtebauliche Potenziale, die verkehrsgünstig erschlossen sind und für die verschiedensten Nutzungen in Frage kommen. Es gilt für diese Potenzialflächen eine neue Entwicklungskonzeption zu erarbeiten, die die dynamische Stadtentwicklung der letzten zehn Jahre auch räumlich fortsetzt.

Die Stadt Schwäbisch Gmünd plant daher, eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme in diesem Gebiet in Angriff zu nehmen und hat sich zu diesem Zweck an der 16. Ausgabe des Wettbewerbs Europan „Living Cities − Lebendige Städte” beteiligt. Das Thema war „Innovative Prozesse & Projekte“ für die Reaktivierung urbanisierter Räume.

Aufgabe des Wettbewerbs war es, Ideen für vernachlässigte, brachliegende, leere, stigmatisierte oder monofunktional genutzten Flächen zu entwickeln und dem Klimawandel sowie den vom Menschen verursachten sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Ungleichheiten mit innovativen und integrativen Projekten sowie neuen Planungsprozessen zu begegnen. Mit dem Wettbewerb wurden neue und innovative Lösungen für die lokale Stadtentwicklung entlang der Lorcher Straße gesucht.

 

Siegerentwurf Viriditas ante portas

Im Herbst 2021 haben sowohl die lokale wie auch nationale Jury von Europan 16 getagt. In der lokalen Jury wurde eine „Engere Wahl“ festgelegt, in der Nationalen Jury in Berlin wurden daraus die besten Projekte prämiert. Als Siegerentwurf ging das Konzept „Viriditas ante Portas“ aus dem Wettbewerb hervor. Das Team um Repräsentant Tom Macht hat diesen Siegerentwurf am 2. Februar 2022 dem Bau- und Umweltausschuss des Gmünder Gemeinderats präsentiert.

Seitdem arbeitet die Verwaltung gemeinsam mit Tom Macht an der Weiterentwicklung des Konzepts zu einem Rahmenplan

Ein wesentliches Element der Städtebauförderung ist es, die Eigentümer/innen sowie Bürger/innen aktiv in den Erneuerungsprozess – sowohl bei der Zielbestimmung als auch bei der Konkretisierung der Einzelmaßnahmen – einzubinden. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Umsetzung innerhalb der bestehenden Flurstücks- und Eigentumsgrenzen sowie der Wunsch nach einer schrittweisen Realisierung unter möglichst umfassender Berücksichtigung der Einzelinteressen und Bedürfnisse der Bewohner- und Eigentümerschaft.

Dieser Beteiligungsprozess soll in den weiteren Planungsschritten kontinuierlich fortgeführt werden.

Für das Gebiet wurden vom Gemeinderat im Juli 2021 die Vorbereitenden Untersuchungen nach § 141 BauGB für ein mögliches Sanierungsgebiet eingeleitet. Diese Untersuchungen sind erforderlich, um Beurteilungsunterlagen zu gewinnen über die Notwendigkeit der Sanierung, die sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge sowie die anzustrebenden allgemeinen Ziele und die Durchführbarkeit der Sanierung. Das Projekt wird im Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ mit 1,7 Mio € gefördert.

Blätterbroschüre: VU Westliches Stadttor - Zwischenbericht

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