Ausstellungseröffnung: Silbertriennale Intenational. 19. weltweiter Wettbewerb

Juliane Schölß. Tablett mit 8 Gefäßen. 925/000 Silber, teilweise vergoldet, teilweise geschwärzt, Tablett: Edelstahl, gefärbt. 2017. Foto: Eva Jünger

Die 19. Silbertriennale bietet einen spannenden Überblick zur aktuellen Silberszene in der ganzen Welt. Der Wettbewerb wird alle drei Jahre von der Gesellschaft für Goldschmiedekunst in Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau veranstaltet und ist über die Jahre zu einem festen Höhepunkt des Veranstaltungsprogramms im Silberwarenmusuem Ott-Pausersche Fabrik geworden. International bekannte Silberschmiede und Metallgestalter wie auch junge Nachwuchskünstler waren zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen. Das vielseitige Repertoire an Gebrauchsgerät – etwa Tee-, Wasser-, und Kaffeekannen oder Schalen, Besteck, Kerzenleuchter und Dosen – wie auch freie Objekte aus Silber stehen für die Silberschmiedekunst des 21. Jahrhunderts. Zugleich zeigen die Arbeiten die reizvollen Möglichkeiten künstlerischer Metallbearbeitung.

Mit Einsendungen aus Europa, Asien, Übersee und dem Nahen Osten beweist die 19. Silbertriennale International, dass Silberschmiedekunst noch immer weltweit praktiziert wird. Der Gesellschaft für Goldschmiedekunst ist es eine große Freude, den Metallgestaltern Unterstützung und Anregung zu bieten und dem Handwerk auch weiterhin Perspektiven zu eröffnen. Eine hochkarätige Jury wählte die Preisträger und Ausstellungsteilnehmer aus. Nach der Auftaktveranstaltung im Goldschmiedehaus Hanau und der Präsentation im DIVA, Antwerpen (BE), ist die Silberwarenfabrik Ott-Pauser dritte Station dieser international renommierten Ausstellungsreihe.

Juliane Schölß. Tablett mit 8 Gefäßen. 925/000 Silber, teilweise vergoldet, teilweise geschwärzt, Tablett: Edelstahl, gefärbt. 2017. Foto: Eva Jünger
Sarah Cossham, Vasen „Das Paar“, Silber geschwärzt, Bronze, Messing, blauer Saphir. 2019 Foto: Mirei Takeuchi

Viele der eingereichten Arbeiten gehen über das Spektrum des klassischen Tafelgeräts hinaus und zeigen neue Wege der Metallgestaltung. Neben einem großen Gespür für zeitgemäße Formen und fantasievolle Kreationen bestechen die Silberobjekte durch eine souveräne Bearbeitung und die raffinierte Anwendung traditioneller sowie neuer Techniken. Insbesondere die Gestaltung der Oberfläche spielt bei einer Vielzahl der Objekte eine wichtige Rolle. Zarte Struktur oder kräftiges Relief versetzen den Betrachter darüber ins Staunen, wie vielseitig die Möglichkeiten der Metallbearbeitung sind. Paul Derrez lässt den Hammerschlag auf seinen Dosen für Hamburger als sichtbare Spur der Bearbeitung stehen. Takuya Kamiyama verleiht seiner Vase durch aufwendige Punzierung die Anmutung von Reptilienhaut, während Dubong Kim seine Vase mit unzähligen, fein gravierten Linien schmückt.

Klassisches Tafelgerät, das formalen Anspruch und gestalterische Eleganz gleichermaßen in sich vereint, stammt von Wilfried Moll, Ulrike Scriba, Larissa Thiel oder Hartwig Ullrich. Mit dem Entwurf von Karaffe, Brotschüssel und Kannen haben sie Objekte geschaffen, die Glanz auf jeden festlich gedeckten Tisch bringen. Auch Besteck darf hierbei nicht fehlen. Micha Peteler, Herbert Schulze und Christoph Weishaar setzen auf elegantes Design. Spielerische Extravaganz beweist Julia Baudler mit ihrer Besteckvariante, deren Griff aus bedampftem Hämatit besteht. An der Schwelle zum reinen Objekt stehen Bestecke von Rainer Milewski, Meng-Ju Wu und Dot Melanin. Sie schlagen eine Brücke zu Arbeiten von Isolde Baumhackl-Oswald, Reed Fagan, David Huycke oder Tzu-Hsiang Lin; diese Künstler nutzen Silber als Medium ihres kreativen Schaffens. Entstanden sind skulpturale Arbeiten, die keiner Funktion nachkommen.

Die Ausstellung erfolgt in Kooperation und mit der Unterstützung durch die Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst Schwäbisch Gmünd.

Sarah Cossham, Vasen „Das Paar“, Silber geschwärzt, Bronze, Messing, blauer Saphir. 2019 Foto: Mirei Takeuchi

Veranstaltungsort

Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Milchgäßle 10
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 38910
07171 603-4149

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