Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik, Werkbank

Führung durch das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik

einschließlich Sonderausstellung »Lechaim – Auf das Leben! Kiddusch-Becher und andere Judaica aus Gmünder Produktion«

mit Vorführung von Handwerkstechniken ab 15 Uhr

Maximal 10 Personen. Eine Anmelgung ist nicht eforderlich.
Es gelten die aktuellen Vorschriften des Landes Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Corona-Verordnung).

Erdgeschoss: Drahtziehbank und Walzen von ca. 1900. © Museum Im Prediger. Foto: Elias Blumenzwerg

Einst arbeiteten in der Ott-Pauserschen Fabrik Goldschmiede, Graveure, Ziseleure und Poliererinnen. Sie produzierten Bijouterien, das heißt Schmuck und Silberwaren wie Tabaksdosen, Kerzenständer, Feuerzeuge und Essbesteck.
Heute wird in der Fabrik nicht mehr gearbeitet, und nur zu besonderen Anlässen werden die alten Geräte vorgeführt. Denn mittlerweile ist die Ott-Pausersche Fabrik ein Museum. Und zwar eines der besonderen Art: Wer es betritt, wirft einen Blick zurück an den Anfang der Industrialisierung Schwäbisch Gmünds vor 150 Jahren. Die meisten Maschinen und der größte Teil der Einrichtung standen hier bereits vor der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die Ott-Pausersche Fabrik ist die Älteste erhaltene der Stadt Gmünd und hat wie durch ein Wunder dem Wandel der Zeiten standgehalten.

Erdgeschoss: Drahtziehbank und Walzen von ca. 1900. © Museum Im Prediger. Foto: Elias Blumenzwerg
OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Obergeschoss mit Arbeitsplätzen, © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Kein anderer Ort zeigt den Alltag in einer Bijouteriefabrik so greifbar wie hier: An den Wänden haftet noch der Staub der Schleifarbeiten, im Gemeinsam mit seiner Tochter eröffnete Nikolaus Ott eine Goldschmiedewerkstatt in Schwäbisch Gmünd. Kein ungewöhnlicher Vorgang in einer Stadt, in der das Goldschmiedehandwerk eine lange Tradition besaß. Ungewöhnlich war aber die hohe Zahl von Angestellten, die er hier beschäftigte: Es waren zwölf. Nach den alten, reichsstädtischen Zunftgesetzen hätte sich kein Meister erlauben können, in seiner Werkstatt mehr als drei Gesellen zu beschäftigen. Aber die alten Zeiten waren vorbei und vieles in Gmünd war im Umbruch: Noch im 18. Jahrhundert hatte die Stadt floriert. Das Geschäft mit Gold- und Silberwaren hatte vielen Wohlstand gebracht. Aber dann hatten die napoleonischen Kriege den Absatzmarkt im Ausland zerstört und sich die Pforzheimer Bijouteriefabriken zu einer ernsthaften Konkurrenz entwickelt.

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Obergeschoss mit Arbeitsplätzen, © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Veranstaltungsort

Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Milchgäßle 10
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 38910
07171 603-4149

Veranstalter

Museum und Galerie im Prediger
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 603-4130
07171 603-4129

Zurück

ZUM BILD