Führung durch das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik

einschließlich Sonderausstellung »Lechaim – Auf das Leben! Kiddusch-Becher und andere Judaica aus Gmünder Produktion«

Maximal 10 Personen. Eine Anmelgung ist nicht eforderlich.
Es gelten die aktuellen Vorschriften des Landes Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Corona-Verordnung).

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Friktionsspindelpresse, ca.1900. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Die Geschichte des Silberwarenmuseums Ott-Pausersche Fabrik reicht zurück in das Jahr 1820, als der Goldarbeiter Nikolaus Ott eine Werkstatt für „Bijouteriewaren“ (d. h. Schmuckwaren) eröffnete. Unternehmerisches Denken und Handeln machten die Firma Ott 1860 zum größten Steuerzahler Gmünds. Zwei Weltkriege, Wirtschafts- und Absatzkrisen führten 1979 zur Schließung der mittlerweile veralteten Fabrikanlage. Sie verfiel in einen Dornröschenschlaf. Und als 1984 der letzte Betreiber, Emil Pauser sen., starb, drohte der Abriss. Dank einer Bürgerinitiative und mittels Spenden, Geldern der Denkmalstiftung und der Stadt Schwäbisch Gmünd gelang die Restaurierung des Gebäudes.

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Friktionsspindelpresse, ca.1900. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.
OTT-PAUSERSCHE FABRIK, hier wurden die Waren poliert. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Joachim Haller

1986 als erhaltenswertes Kulturdenkmal in das Denkmalbuch Baden-Württemberg eingetragen und 1992 als Museum eröffnet, erlaubt die Fabrik heute anschauliche Einblicke in die industrielle Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts. Maschinen und Einrichtungen sind seit 1845 nahezu unverändert. Werkzeuge liegen wie nach getaner Arbeit an ihrem Platz. Maschinen zeigen die industrielle Produktionsweise. Die Arbeitsplätze mit den Werkzeugen von Graveuren, Ziseleuren und Goldschmieden belegen, wie maschinell angefertigte Teile weiterbearbeitet wurden. Das Thema Frauenarbeit in der industriellen Arbeitswelt vergegenwärtigen die Werkbänke der Polisseusen, die die Waren verkaufsfertig polierten. Die strenge Hierarchisierung in der Belegschaft spiegelt sich im Kontor wider, dem Büro des Chefs.

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, hier wurden die Waren poliert. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Joachim Haller

Veranstaltungsort

Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Milchgäßle 10
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 38910
07171 603-4149

Veranstalter

Museum und Galerie im Prediger
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 603-4130
07171 603-4129

Zurück

ZUM BILD