Führung durch das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Erdgeschoss, Maschinenraum. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.
OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Erdgeschoss, Maschinenraum. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Früher arbeiteten hier Goldschmiede, Graveure, Ziseleure und Poliererinnen. Es war ein Produktionsort von Bijouterien, das heißt Schmuck und Silberwaren wie Tabaksdosen, Kerzenständer, Feuerzeuge und Essbesteck. Sie wurden hier in großer Stückzahl aufgelegt und in Arbeitsteilung produziert.
Heute wird in der Fabrik nicht mehr gearbeitet, und nur zu besonderen Anlässen werden die alten Geräte vorgeführt. Die Ott-Pausersche Fabrik ist mittlerweile ein Museum. Und zwar eines der besonderen Art: Wer es betritt, wirft einen Blick zurück an den Anfang der Industrialisierung Schwäbisch Gmünds vor 150 Jahren. Die meisten Maschinen und der größte Teil der Einrichtung standen hier bereits vor der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Wie durch ein Wunder hat das Fabrikgebäude dem Wandel der Zeiten standgehalten und ist heute das älteste noch erhaltene seiner Art in Schwäbisch Gmünd.



OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Erdgeschoss, Maschinenraum. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.
OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Obergeschoss mit Arbeitsplätzen, © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.
OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Obergeschoss mit Arbeitsplätzen, © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Kein anderer Ort zeigt den Alltag in einem Industriebetrieb des 19. Jahrhunderts so greifbar wie hier. Alle Maschinen sind bis heute im Original erhalten und intakt, ob Metalldrückbank, Fall- und Krafthämmer oder Walzwerke. Fast wartet man darauf, dass sich die Transmissionsriemen wieder in Bewegung setzen, um die großen Pressen und Maschinen anzutreiben. An den Wänden haftet noch der Staub der Schleifarbeiten, im Kontor liegen die alten Auftragsbücher und die Lohntabellen der Arbeiter. Noch immer lagern in den Regalen hunderte von Stahlgesenken, das sind Negativabdrucke der späteren Waren. Mit ihnen wurden aus Blech Stockgriffe, Puderdosen oder Tabletts geformt. Die Produktpalette früherer Zeiten. Stählerne Fossilien vergangener Moden und Geschmäcker.
Überall sind die Spuren vergangener Betriebsamkeit zu sehen. Alles sieht so aus, als sei die Fabrik vor langer Zeit plötzlich verlassen worden, um dann in einen Dornröschenschlaf zu fallen.

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Obergeschoss mit Arbeitsplätzen, © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Veranstaltungsort

Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Milchgäßle 10
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 38910
07171 603-4149

Veranstalter

Museum und Galerie im Prediger
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 603-4130
07171 603-4129

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