Führung durch die Imhofstraße 9 (Domus Judaeorum; mittelalterliches jüdisches Gemeindezentrum)

Führung durch die Imhofstraße 9 (Domus Judaeorum; mittelalterliches jüdisches Gemeindezentrum)

Das Gebäude Imhofstr. 9 lag im Herzen des mittelalterlichen Judenviertels der Reichsstadt Gmünd. Bauhistorische Untersuchungen, gestützt durch Schriftquellen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, weisen darauf hin, dass es sich um ein multifunktionales Gemeindehaus der damaligen jüdischen Gemeinde handelte, das sowohl als Synagoge wie auch als Ort für gemeinsame Veranstaltungen genutzt wurde. Nach Auslöschung der Gemeinde im Pestpogrom von 1349 kam es etwa ab den 1360er Jahren zur Wiederansiedlung von Juden, die erneut die alte „Judenschule“ - so der zeitgenössische Quellenbegriff - zu ihrem geistlichen Zentrum machten. Nachdem Kaiser Maximilian auf Betreiben des reichsstädtischen Magistrats die Juden 1501 aus der Stadt verwiesen hatte, wurde das Gebäude über 500 Jahre lang anderweitig genutzt. Sein ursprünglicher Zweck geriet weitgehend in Vergessenheit, rückte jedoch ab 2014 durch bauzeitliche Funde anlässlich von Sanierungsarbeiten wieder in den öffentlichen Fokus. Die Führung thematisiert einerseits die historische Funktion des Gebäudes in seinem mittelalterlichen Kontext, andererseits die materiellen Spuren der verschiedenen Nutzungsphasen, die im Haus noch nachvollziehbar sind.

Es gibt eine Teilnehmerbegrenzung für die Führungen deshalb ist eine Anmeldung erforderlich beim i-Punkt unter der Rufnummer: 07171/603-4250. Eine weitere Gelegenheit zur Besichtigung besteht am Sonntag, 11. September, ab 11 Uhr, im Rahmen des Programms zum "Tag des offenen Denkmals".

Veranstaltungsort:
Imhofstraße 9 (Treffpunkt ist Kornhausstr. 21)


Veranstalter

Stadtarchiv
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Augustinerstraße 3
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 603-4150
07171 603-4159

Zurück

ZUM BILD