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Führung im Atelier Fehrle

mit Cornelia Fehrle-Choms

Treffpunkt: Atelier Fehrle, Zeppelinweg 4
Teilnahmegebühr: 7 Euro
Teilnehmerzahl: maximal 15 Personen
Platzvergabe nach Eingang der Anmeldungen im Museum, Telefon 07171 603-4130 /-4131

Blick in das Atelier von Jakob Wilhelm Fehrle, Zeppelinweg 4, Schwäbisch Gmünd. Filmstill "Jakob Wilhelm Fehrle. Ein Atelier erzählt" © SOHL MEDIA, Kirchberg an der Jagst
Blick in das Atelier von Jakob Wilhelm Fehrle, Zeppelinweg 4, Schwäbisch Gmünd. Filmstill "Jakob Wilhelm Fehrle. Ein Atelier erzählt" © SOHL MEDIA, Kirchberg an der Jagst

Das Atelier des Gmünder Bildhauers Jahkob Wilhelm Fehrle (1884–1974) ist bis heute so erhalten, als ob der Künstler gerade seinen Kittel an den Nagel gehängt hätte und morgen wiederkäme. Der Bau am Gmünder Zeiselberg wurde 1925 als reines Künstleratelier für Fehrle errichtet und von ihm über fünf Jahrzehnte benutzt. Den Erstentwurf skizzierte vermutlich der bekannte Stuttgarter Architekt Paul Schmitthenner, für dessen eigenes Haus in Stuttgart wiederum Fehrle Skulpturen lieferte. Als Mitglied der Künstlervereinigung Stuttgarter Secession hatte Fehrle in den 1920er Jahren beste Kontakte in die württembergische Hauptstadt.

Blick in das Atelier von Jakob Wilhelm Fehrle, Zeppelinweg 4, Schwäbisch Gmünd. Filmstill "Jakob Wilhelm Fehrle. Ein Atelier erzählt" © SOHL MEDIA, Kirchberg an der Jagst
Blick in das Atelier von Jakob Wilhelm Fehrle, Zeppelinweg 4, Schwäbisch Gmünd. Filmstill "Jakob Wilhelm Fehrle. Ein Atelier erzählt" © SOHL MEDIA, Kirchberg an der Jagst
Blick in das Atelier von Jakob Wilhelm Fehrle, Zeppelinweg 4, Schwäbisch Gmünd. Filmstill "Jakob Wilhelm Fehrle. Ein Atelier erzählt" © SOHL MEDIA, Kirchberg an der Jagst

Ausgeführt hat den Bau der ebenfalls am Zeppelinweg wohnende Gmünder Baumeister Hermann Knödler. Von den Werkzeugen Fehrles und seinen Entwurfszeichnungen über Gussformen für Skulpturen bis hin zu den historischen Laufbodenfotokameras mit Faltenbalg ist noch alles in einer seltenen Geschlossenheit auf uns gekommen und harrt seiner dauerhaften Erhaltung.

Blick in das Atelier von Jakob Wilhelm Fehrle, Zeppelinweg 4, Schwäbisch Gmünd. Filmstill "Jakob Wilhelm Fehrle. Ein Atelier erzählt" © SOHL MEDIA, Kirchberg an der Jagst

Biografie

Jakob Wilhelm Fehrle im Atelier, um 1940. Foto: Archiv Fehrle-Choms
Jakob Wilhelm Fehrle im Atelier, um 1940. Foto: Archiv Fehrle-Choms

Jakob Wilhelm Fehrle wurde am 27. November 1884 in Schwäbisch Gmünd geboren. Nach einer Lehre als Ziseleur in der Firma Erhard & Söhne (1899–1903) ging er zunächst nach Berlin, wo er in der Werkstatt des Bildhauers Wilhelm Widemann arbeitete und an der Kunstakademie bei Paul Friedrich Meyerheim studierte (1904–1905). Auf das Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Balthasar Schmitt (1906–1909) folgte ein Studienaufenthalt in Rom (1909–1910). 1911 zog er nach Paris, wo er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 am Montparnasse ein Atelier unterhielt. Von 1914 bis 1918 nahm Fehrle als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. In den Kriegswirren ging sein Frühwerk verloren. Gleich nach dem Krieg zog er im Jahr 1918 zurück in seine Heimatstadt Schwäbisch Gmünd, wo er bis zu seinem Tod am 4. Februar 1974 ein eigenes Atelier unterhielt.
Anlässlich seines 70. Geburtstags erhielt er 1954 aus den Händen seines Freundes, des Bundespräsidenten Theodor Heuss, das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Jakob Wilhelm Fehrle im Atelier, um 1940. Foto: Archiv Fehrle-Choms

Veranstalter

Museum und Galerie im Prediger
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 603-4130
07171 603-4129

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