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Öffentliche Führung zu Fehrle-Skulpturen im Stadtgebiet

Treffpunkt: Museumshop im Prediger, Johannisplatz 3
ohne Voranmeldung, begrenzte Teilnehmerzahl
Teilnahmegebühr: 2 Euro

Jakob Wilhelm Fehrle (1884-1974), Mahnmal für die Gefallenen des 10. Württ. Inf. Regiment Nr. 180 / 1914-1918, 1927, Steinguss koloriert (Ausschnitt), Chorstirnseite des Prediger. Foto: Museum im Prediger, Joachim Haller.
Jakob Wilhelm Fehrle (1884-1974), Mahnmal für die Gefallenen des 10. Württ. Inf. Regiment Nr. 180 / 1914-1918, 1927, Steinguss koloriert (Ausschnitt), Chorstirnseite des Prediger. Foto: Museum im Prediger, Joachim Haller.

Das Werk des Gmünder Bildhauers Jakob Wilhelm Fehrle (1884–1974) ist im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd reich präsent. Allein in der Innenstadt geben Arbeiten an sieben Orten Auskunft über sein skulpturales Schaffen: angefangen vom Kriegerdenkmal mit trauernder Frauenfigur an der Chorstirnseite des Prediger über die Verkündigungsgruppe am Nordportal des Heilig-Kreuz-Münsters bis zu dem mit einer Figur des Erzengel Michael gekrönten Mahnmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege am unteren Marktplatz. Die öffentliche Führung nimmt ausgewählte Werke des Bildhauers im Stadtgebiet in den Blick.

Eine Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung »Mit offenen Sinnen für das Neue. Jakob Wilhelm Fehrles Pariser Jahre«, 27.11.2021 bis 7.8.2022 im Museum im Prediger

Jakob Wilhelm Fehrle (1884-1974), Mahnmal für die Gefallenen des 10. Württ. Inf. Regiment Nr. 180 / 1914-1918, 1927, Steinguss koloriert (Ausschnitt), Chorstirnseite des Prediger. Foto: Museum im Prediger, Joachim Haller.
Jakob Wilhelm Fehrle im Atelier 1924, © Familie Fehrle-Choms, Atelier Fehrle Schwäbisch Gmünd.
Jakob Wilhelm Fehrle im Atelier 1924, © Familie Fehrle-Choms, Atelier Fehrle Schwäbisch Gmünd.

Jakob Wilhelm Fehrle, 1884 in Schwäbisch Gmünd geboren, verbrachte seine Ausbildungsjahre an den Kunstakademien in Berlin (1902–1904) und München (1906–1909). Nach einem einjährigen Studienaufenthalt in Rom zog es ihn 1911 in das damalige Zentrum der Kunst nach Paris. Dort arbeitete er bis 1914 als freier Künstler mit eigenem Atelier auf dem Montparnasse. Zahlreiche Kontakte und Freundschaften, unter anderem mit Künstlern wie Maillol, Lehmbruck, Picasso und Klee, prägten seine künstlerische Entwicklung entscheidend. Den Ersten Weltkrieg (1914–1918) erlebte er als Soldat an der Westfront. Seit 1919 bis zu seinem Tod 1974 arbeitete er als freier Künstler mit eigenem Atelier in seiner Heimatstadt Schwäbisch Gmünd.

Fehrles Lebenswerk reflektiert die Entwicklung der Kunst vom Jugendstil über die Klassische Moderne bis hin zur Gegenwart. Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer der Klassischen Moderne im deutschsprachigen Raum. In einer deutlichen Überlängung der Körper zeigen sich in seinem Frühwerk noch Einflüsse von Lehmbruck aus seinem Pariser Aufenthalt. Nach seiner Rückkehr nach Schwäbisch Gmünd prägte seine Arbeiten zunehmend ein natürlicher Realismus. Erst in seinem Spätwerk begann er auch zu abstrahieren, um Form und Ausdruck zu betonen. Viele seiner Arbeiten im öffentlichen Raum von Schwäbisch Gmünd sind beispielhaft für seine künstlerische Entwicklung.

Jakob Wilhelm Fehrle im Atelier 1924, © Familie Fehrle-Choms, Atelier Fehrle Schwäbisch Gmünd.

Veranstaltungsort

Museum im Prediger
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 603-4130
07171 603-4129

Veranstalter

Museum und Galerie im Prediger
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 603-4130
07171 603-4129

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