Saisoneröffnung im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Friktionsspindelpresse, ca.1900. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Wenn am Sonntag, 28. März, die Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden, öffnet auch das Silberwarenmuseum Ott-Pauser nach der Winterpause wieder seine Pforten für das Publikum. Die ehemalige Silberwarenfabrik aus dem 19. Jahrhundert ist ein einmaliges Zeugnis der Kultur-, Industrialisierungs- und Wirtschaftsgeschichte. Wer das Haus betritt, unternimmt eine Zeitreise in eine untergegangene Arbeits- und Lebenswelt. Die 1845 errichtete Fabrikanlage ist die älteste und zugleich einzig komplett erhaltene aus der Blütezeit der Gmünder Schmuck- und Silberwarenproduktion im 19. und 20. Jahrhundert. Fast alle Maschinen, ob Friktionsspindelpressen, Drahtziehbänke, Fall- und Krafthämmer und Walzwerke, standen hier bereits vor 150 Jahren. An den Wänden haftet noch der Staub der Schleifarbeiten und im Kontor liegen die alten Auftragsbücher sowie die Lohntabellen der Arbeiter. Überall sind die Spuren vergangener Betriebsamkeit zu sehen. Alles sieht so aus, als sei die Fabrik vor langer Zeit plötzlich verlassen worden, um dann in einen Dornröschenschlaf zu fallen. Noch immer lagern in den Regalen hunderte von Stahlgesenken, das sind Negativabdrucke der späteren Waren. Mit ihnen wurden aus Blech Stockgriffe, Puderdosen oder Tabletts geformt. Als Museum und Kulturdenkmal repräsentiert die Fabrik heute ein einmaliges Zeugnis der Industrialisierungs-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd und des Landes Baden-Württemberg.

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Friktionsspindelpresse, ca.1900. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.
OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Stempeluhr, Arbeitszeiterfassung um 1900. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Angebote für Jung und Alt
Ein reichhaltiges Angebot lässt das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik für Jung und Alt, Einzelbesucher und Gruppen zu einem besonderen Erlebnis werden: Jeden Sonntag um 14 Uhr gibt es eine öffentliche Führung, die erfahrbar macht, wie der Arbeitsalltag eines Gmünder Gold- und Silberarbeiters in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgesehen hat. Daneben gibt es jeden 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr eine Vorführung von Handwerkstechniken. Zudem erhalten Gruppen und Schulklassen nach vorheriger Absprache eine Führung durch das Museum.
Einzigartig ist im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik auch die eigens eingerichtete Kinderwerkstatt. In diese sind Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 12 Jahren eingeladen, um in Workshops die Welt des Schmucks zu entdecken und unter fachlicher Anleitung selbst ein eigenes Schmuckstück herzustellen. Zudem öffnet die Kinderwerkstatt auch für all diejenigen, die mit Geschwistern und Freunden den Kindergeburtstag feiern wollen. So erhält jeder Kindergeburtstag im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik einen außergewöhnlichen Höhepunkt.

OTT-PAUSERSCHE FABRIK, Stempeluhr, Arbeitszeiterfassung um 1900. © Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Foto: Elias Blumenzwerg.

Adresse und Informationen
Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik, Milchgässle 10, 73525 Schwäbisch Gmünd, Internet: www.museum-galerie-fabrik.de

Anmeldungen
für Führungen, Workshops und Kindergeburtstage
Telefon 07171 38910
museum@schwaebisch-gmuend.de


Veranstaltungsort

Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Milchgäßle 10
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 38910
07171 603-4149

Veranstalter

Museum und Galerie im Prediger
Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd

07171 603-4130
07171 603-4129

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