Münsterplatz 15
73525 Schwäbisch Gmünd
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Wenn man „Florenz“ hört, denkt man an die Medici, wenn man „Medici“ hört, denkt man an Florenz. Es gibt kaum eine Stadt und eine Familie in Europa, die über Jahrhunderte derartig eng miteinander verwoben waren wie die Hauptstadt der Toskana und ihre „ersten Bürger“ – eben die Medici. Dabei ist der Begriff „verwoben“ bereits ungewollt sprechend, denn als die Medici im Hochmittelalter nach Florenz einwanderten, waren sie ursprünglich Tuchweber. Ihr Aufstieg war jedoch nicht nur rasant, sondern ebenso steil: über Bankiers wurden sie zu den ungekrönten Herrschern der Stadt, schließlich zu gekrönten Häuptern (Herzögen und Großherzögen) und zu Schwägern, Schwiegersöhnen und Cousins der vornehmsten Familien Europas. Dabei taten sich Florenz und die Florentiner durchaus schwer mit ihren prominenten Bewohnern, denn eigentlich war die Metropole am Arno doch eine Republik – und eben keine Alleinherrschaft, keine indirekte und noch weniger eine direkte. Doch gerade diese spannungsreiche Symbiose von Stadt und Dynastie machte Florenz für Jahrhunderte zu einer Kunst- und Kulturstadt von europäischem Rang; mit einer schier unübersehbaren Fülle von Meisterwerken, die auch im 21. Jahrhundert nach wie vor faszinieren.
Referent: Prof. Dr. Christian Wieland
Veranstaltungsort: VHS, Münsterplatz, Saal B 0.2
Gebühr: 8,- € / ermäßigt 6,- €