Münsterplatz 15
73525 Schwäbisch Gmünd
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Keine europäische Kolonialmacht hat so viele Menschen in Bewegung gesetzt wie Großbritannien. Eine zentrale Rolle spielte dabei der Siedlerkolonialismus, der Millionen Europäern die Suche nach einem besseren Leben in Nordamerika, Australien und Neuseeland ermöglichte. Zwar betrieben auch andere europäische Kolonialmächte Siedlerkolonialismus, aber bei weitem nicht in dem Umfang wie die Briten. Das betrifft auch den transatlantischen Sklavenhandel: initiiert von den Portugiesen, waren es die Briten, die mit Abstand die größte Zahl der 12 Millionen Sklaven transportierten. Zudem haben die Briten in einem viel größeren Ausmaß als andere Mächte Menschen innerhalb ihres Kolonialreichs verschoben, um den stetig wachsenden Bedarf an Arbeitskräften für die Zucker-, Tee- und Baumwollplantagen zu decken. So wurden allein im 19. Jahrhundert circa zwei Millionen Inder zum Arbeiten in die Karibik, nach Afrika und auf die Südseeinseln verbracht.
Der Vortrag beleuchtet, warum es gerade die Briten waren, die mithilfe freiwilliger und erzwungener Migration in ihrem Kolonialreich bis heute sichtbare demographische und kulturelle Umwälzungen auslösten. Und er zeigt auf, welche Strategien die Briten anwendeten, um Menschen innerhalb ihres Kolonialreichs dorthin zu bewegen, wo sie sie aufgrund strategischer, ökonomischer und sozialer Erwägungen haben wollten.
Referentin: Dr. Sandra Kostner
Veranstaltungsort: VHS Gmünd, Münsterplatz, Saal B 0.2
Gebühr: 8,- € / ermäßigt 6,- €