Wandern

Foto: Authentic Studios

Die Umgebung von Schwäbisch Gmünd ist eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch: Markant geprägt durch die Silhouette der Dreikaiserberge, bietet sie für alle Wanderfans einmalige Touren und spannende Entdeckungen. Neben den beiden Qualitätswanderwegen, „Kaltes Feld Weg“ und „Waldkugelbahn Weg“, gibt es auch zahlreiche Wege für Geschichtsinteressierte, Kulturfans, Genießer sowie kleine und große Abenteurer.

Vom „Hölltal“ gelangt man beispielsweise über den „Geologischen Pfad“ Stück für Stück durch die Erdgeschichte hinauf zur Wallfahrtskirche Hohenrechberg, eindrucksvoll auf der Bergspitze gelegen.

Kulturfreunde genießen außergewöhnliche Skulpturen von Künstlern unserer Region auf den „Wegen zur Kunst“ vor der einzigartigen Kulisse der Voralb.

Geschichtsinteressierte kommen auf dem Limes- Rundwanderweg im Rotenbachtal auf ihre Kosten. Und die „Glaubenswege“ verbinden Ein- und Ausblicke auf eine reizvolle Landschaft mit dem Weg zu uns selbst und mit der Erfahrung von Glaubenszeichen und –orten aus allen Zeiten der Geschichte unserer Heimat. Für jeden Geschmack und Anspruch ist hier etwas dabei!

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Zertifizierte Qualitätswanderwege in Schwäbisch Gmünd

Von insgesamt sechs im Remstal ausgezeichneten Qualitätswanderwegen befinden sich gleich zwei in Schwäbisch Gmünd! Sowohl der „Kaltes Feld Weg“ als auch der „Waldkugelbahn Weg“, der Spaß für die ganze Familie garantiert, sind vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet worden und versprechen ein einzigartiges Wandererlebnis in einem abwechslungsreichen Naturparadies.

Kaltes Feld Weg

Der „Kaltes Feld Weg“ war ursprünglich lediglich ein Traum, der es im Jahr 2019 im Zuge der Remstal Gartenschau schließlich bis zur „Traumtour“ schaffte! Der vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnete Qualitätswanderweg hat es verdient, bis an die Spitze der Deutschen Wanderwege zu gelangen – ermöglicht er doch, mit dem Herzen den Himmel zu berühren und mit der Leidenschaft in den Beinen sich tiefer mit der Erde zu verwurzeln. Hierfür gibt es allerdings eine Voraussetzung: Gleich am Wanderparkplatz Furtlepaß können die Wanderer eines zurücklassen - ihren Verstand! Ab jetzt sind vor allem die Sinne gefragt. Zunächst Augen auf für die einzigartigen Schönheiten im Naturschutzgebiet Kaltes Feld mit Hornberg, Galgen- und Eierberg und für die eindrucksvollen Ausblicke, die zwischen Himmel und Erde unser Innerstes berühren.

Der Aussichtspunkt „Dreikaiserberge-Blick“ gibt die Sicht frei in eine bezaubernde und die Seele öffnende Landschaft, die geprägt ist durch die Silhouette der drei Zeugenberge Stuifen, Rechberg und Hohenstaufen. Aber auch der Blick über den gesamten Albtrauf am Gipfelkreuz des Galgenbergs ist ein unvergessliches Erlebnis.

Der wilde Süden brachte allerdings nicht nur eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch hervor, sondern auch Menschen, die alle Wanderer mit ihrer offenherzigen, lebenslustigen, schaffigen und gastfreundschaftlichen Art gerne begrüßen.

Natürlich genügt es nicht, nur die Augen zu öffnen. Mit den Ohren kann man das Pfeifen des Windes auf dem Kalten Feld, der höchsten Erhebung der Ostalb, wahrnehmen, und unter Umständen kann es auch passieren, dass Ziegen inmitten einer Wacholderheide auf dem steilen Zillersteig die Wanderer kaltschnäuzig anmeckern. Entschädigt wird man jedoch durch die Ruhe des ländlich und idyllisch gelegenen Gmünder Stadtteils Degenfeld mit Blick auf die Skisprungschanzen. Wer abheben möchte, hat hier die Gelegenheit dazu!

Der Mund wird weit zum Staunen geöffnet, wenn die Segelflieger am Hornberg in die Lüfte schweben - als wollten Sie uns mitnehmen, hoch hinaus, um einen Blick auf die zurückgelegte Wegstrecke zu werfen. Vielleicht auch, um die Welt – frei wie ein Vogel – aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Natürlich kommt auch die Gaumenfreude nicht zu kurz. Hierfür sorgen das Knörzerhaus und das urige Franz-Keller-Haus. Mit handverlesenen Kräutern, deren Gerüche am Wegesrand verzaubern, wird hier der bekannte Kalte-Feld-Tee hergestellt.

Eins ist gewiss: Bei dieser Traumtour kann es allen Wanderfans nur warm ums Herz werden!

Waldkugelbahn Weg

Der abwechslungsreiche Rundwanderweg eignet sich als Tour für die ganze Familie und garantiert großen Spaß inmitten der Natur. An den Limes-Informationstafeln führt ein kleiner Waldpfad hinauf auf die Hochfläche bei Wetzgau zum Landschafts- und Familienpark „Himmelsgarten“. Hier erwarten zahlreiche Attraktionen die Besucher: der 38 Meter hohe Aussichtsturm „Himmelsstürmer“, der mit einem atemberaubenden Blick auf den Albtrauf begeistert, ein großer Wasserspielplatz zum Planschen und Floßfahren, eine Spielgolf-Anlage, der Hochseilgarten „Skypark Kletterwald“ mit spannenden Parcours hoch in den Baumwipfeln oder die Carina-Vogt-Schanze, der Start der XXL-Waldkugelbahn. Diese windet und schlängelt sich entlang des Waldentdeckerstegs durch den jahrhundertealten Erholungswald im Taubental zurück zum Ausgangspunkt.

Rittersteig

Bei dieser landschaftlich wie auch kulturell sehr attraktiven Rundtour besteigen die Wanderer den Hohenrechberg - einen der Dreikaiserberge. Der Weg führt zunächst zur barocken Wallfahrtskirche St. Maria, die auf einem 707 m hohen Plateau mit traumhafter Aussicht erbaut wurde. Auf naturbelassenen Pfaden erreicht man nach einem ruhigen und idyllischen Stück durch den Wald die Burgruine Hohenrechberg. Diese erinnert an den Glanz der Staufer und des Ritter- und Grafengeschlechts von Rechberg und Rothenlöwen. Was rund 600 Jahre hindurch keine Belagerer schafften, vollbrachten Naturgewalten: 1865 schlug bei einem Wintergewitter der Blitz ein und die Kernburg brannte fast völlig aus. Heutzutage gilt die Burgruine Rechberg als eine der schönsten in Schwaben. Wer den phantastischen Ausblick von der Burgruine in aller Ruhe genießen möchte, kann hier eine Rast einlegen, bevor der Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt führt.

Rundwanderweg am Limes

Der Rundwanderweg führt alle geschichtsinteressierten Wanderfans auf römischen Spuren durch das Rotenbachtal, wo der obergermanische Limes mit Wall und Palisaden auf die rätische Mauer stößt. Es bietet sich hier die Gelegenheit, diese einzigartige Grenzsituation zu besichtigen und am Limes-Informationspavillon am Eingang des Rotenbachtals mehr über die römische Vergangenheit Schwäbisch Gmünds zu erfahren. Der Weg folgt dem weiteren Verlauf der rätischen Mauer und führt mit insgesamt sieben Stationen hinauf auf eine Hochfläche, von der sich ein grandioser Blick auf die Schwäbische Alb, die Stadt Schwäbisch Gmünd mit ihrem gotischen Münster und auf das Gebiet des ehemaligen Kohortenkastells Schirenhof bietet. Vorbei am Oberen Vogelhof geht es weiter zum Kastell Freimühle, das tief im Wald verborgen ist. Das Limes-Symbol mit dem „Römerhelm“ leitet dabei die Wanderer zum Verbindungsweg zwischen Rotenbachtal und dem Gelände des Kohortenkastells und Kohortenbads am Schirenhof auf der gegenüberliegenden Seite der Rems. Hier kann an weiteren fünf Stationen neben den militärischen Anlagen auch das römische Alltagsleben nachvollzogen werden. Tipp: Wem der Weg zu lang ist, kann das Verbindungsstück vom Parkplatz Rotenbachtal zum Kohortenkastell Schirenhof auch mit dem Auto zurücklegen. Am Kohortenbad am Schirenhof befinden sich ebenfalls Parkmöglichkeiten.

Weitere Informationen zu den Römern in Schwäbisch Gmünd finden Sie hier.

Auf den „Wegen zur Kunst“

Die Rundwanderung führt vom Hohenrechberg über das malerische Hölltal auf die landschaftlich einzigartige Hochfläche rund um Straßdorf. Dort kann man auf den „Wegen zur Kunst“ eine außergewöhnlich große Bandbreite plastischen Kunstschaffens bekannter Künstler aus dem Gmünder Raum erleben. Hier wird anschaulich vor Augen geführt, welch reiche und umfassende künstlerische und besonders bildhauerische Tradition Schwäbisch Gmünd aufweisen kann. Vorbei an der barocken Marienkapelle und der Kirche Neu-St. Cyriakus, die nach Plänen des Gmünder Architekten Hans Herkommer 1913-1915 errichtet wurde und zu der ein Abstecher absolut lohnenswert ist, geht es über den Pfefferweg wieder zurück auf den Hohenrechberg. Tipp: Wer nicht den Bogen über das Hölltal machen möchte, kann in Metlangen auch die Tour abkürzen. Von hier aus gelangt man auf der „Klepperles-Trasse“, einem asphaltierten (Rad-)Weg, nach Straßdorf.

Weitere Informationen zu den Glaubenswegen finden Sie hier.

Geologischer Pfad

Auf dem Geologischen Pfad in Schwäbisch Gmünd lassen sich über 200 Millionen Jahre Erdgeschichte bei einer herrlichen Wanderung entdecken! Der Pfad führt vom idyllischen Hölltal in Schwäbisch Gmünd hinauf auf den Hohenrechberg. Dabei werden an 24 Stationen unter anderem Landschaft, Geologie sowie Pflanzen- und Tierwelt eindrucksvoll beschrieben. Die Burgruine und die Wallfahrtskirche auf dem 707 m hohen Plateau des Hohenrechbergs erzählen ebenfalls eine jahrhundertelange Geschichte – aber nicht nur das: Von hier aus bieten sich atemberaubende Blicke auf die schwäbische Alb, zum Hohenstaufen und ins Remstal. Vom Hohenrechberg führt der Rundweg über Straßdorf schließlich zurück zum Gmünder Bahnhof oder von Straßdorf direkt ins Hölltal (siehe Wanderung „Auf den Wegen zur Kunst“). Tipp: Wem die Wanderung zu lang sein sollte, kann die Tour auch in Metlangen beginnen oder mit dem Bus bequem vom Hohenrechberg zurück nach Schwäbisch Gmünd fahren.

Auf den Spuren des heiligen Jakobus

Ausgangspunkt einer wunderschönen Rundwanderung ist der Feuersee im Gmünder Stadtteil Bargau. Von dort geht es über den Birkhof und den Tannenbrunnen auf dem Jakobusweg bergauf zum Kolpinghaus. Ein Kinderspielplatz, Grillstellen und der herrliche Rundblick auf die Dreikaiserberge laden zu einer Pause und zum Verweilen ein. Weiter geht es über einen Waldweg, dem bald ein steiler schmaler Pfad folgt, auf die Hochebene des Scheuelbergs und zum Aussichtspunkt „Hoher Fels“. Von diesem kleinen, mit einem Eichenkreuz versehenen Aussichtsplateau bietet sich ein großartiger Blick auf die westliche Alb, das Remstal und das Gebiet des Schwäbisch-Fränkischen-Waldes. Über die Beurener Waldwiese führt der Weg weiter zum Himmelreich, wo das Naturfreundehaus die Wanderer empfängt und auch für Kinder jede Menge Platz zum Spielen und Toben hat. Vorbei am markanten Beurener Kreuz gelangt man in westlicher Richtung zum Oberen Lauchhof. Hier befindet sich eine kleine Lourdesgrotte, die zur Besinnung und zu einer Rast einlädt. Nach einem kurzen Abstieg erreicht man die Bargauer Ortsmitte, wo es an der Jakobuskirche vorbei zurück zum Feuersee geht.

Bernhardusweg

Schwäbisch Gmünd und seine Teilorte liegen in einer der schönsten Landschaften Baden-Württembergs und sind geprägt durch eine reiche kirchliche Tradition und Geschichte, sichtbar an einer Vielzahl von Kirchen und Klöstern, religiösen und spirituellen Orten. Naturerlebnis und Wandern mit Glaube und Spiritualität zu verbinden, ist auch die Intention der „Glaubenswege“, die insgesamt 38 Wandertouren umfassen. Einer dieser reizvollen Wege für Geist und Seele ist der „Bernhardusweg“. Dieser beginnt in dem Gmünder Teilort Weiler in den Bergen, von wo aus der Weg zwischen Streuobstwiesen entlang des Strümpfelbaches nach Herdtlinsweiler führt. Vom kleinsten Teilort Schwäbisch Gmünds, malerisch am Fuße des Bernhardus gelegen, geht es steil bergauf über die Weilerner Skihütte zum Furtlepass und zum „Weg der Besinnung“: Elf Kalksteinskulpturen, die zum gedanklichen Dialog über Grundfragen des menschlichen Zusammenlebens einladen, säumen den Weg hinauf zur Bernharduskapelle. Nach einer ruhigen und beschaulichen Wegstrecke durch den Wald gelangt man schließlich bergab über den Ölmühlenweg zurück nach Weiler. Mehr Infos zur Tourismuskooperation „Glaubenswege“ gibt es unter www.glaubenswege.de

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