Wandern

Foto: Authentic Studios

Die Umgebung von Schwäbisch Gmünd ist eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch: Markant geprägt durch die Silhouette der Dreikaiserberge, bietet sie für alle Wanderfans einmalige Touren und spannende Entdeckungen. Neben den beiden Qualitätswanderwegen, „Kaltes Feld Weg“ und „Waldkugelbahn Weg“, gibt es auch zahlreiche Wege für Geschichtsinteressierte, Kulturfans, Genießer sowie kleine und große Abenteurer.

Vom „Hölltal“ gelangt man beispielsweise über den „Geologischen Pfad“ Stück für Stück durch die Erdgeschichte hinauf zur Wallfahrtskirche Hohenrechberg, eindrucksvoll auf der Bergspitze gelegen.

Kulturfreunde genießen außergewöhnliche Skulpturen von Künstlern unserer Region auf den „Wegen zur Kunst“ vor der einzigartigen Kulisse der Voralb.

Geschichtsinteressierte kommen auf dem Limes- Rundwanderweg im Rotenbachtal auf ihre Kosten. Und die „Glaubenswege“ verbinden Ein- und Ausblicke auf eine reizvolle Landschaft mit dem Weg zu uns selbst und mit der Erfahrung von Glaubenszeichen und –orten aus allen Zeiten der Geschichte unserer Heimat. Für jeden Geschmack und Anspruch ist hier etwas dabei!

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Zertifizierte Qualitätswanderwege in Schwäbisch Gmünd

Von insgesamt sechs im Remstal ausgezeichneten Qualitätswanderwegen befinden sich gleich zwei in Schwäbisch Gmünd! Sowohl der „Kaltes Feld Weg“ als auch der „Waldkugelbahn Weg“, der Spaß für die ganze Familie garantiert, sind vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet worden und versprechen ein einzigartiges Wandererlebnis in einem abwechslungsreichen Naturparadies.

Kaltes Feld Weg

Der „Kaltes Feld Weg“ ist eine äußerst eindrucksvolle und landschaftlich reizvolle Rundtour, die viele Naturattraktionen und traumhafte Aussichten bereithält. Vom Parkplatz Furtlepass geht der „Weg der Besinnung“ mit seinen Kalksteinskulpturen hinauf auf den Bernhardus. Ein abwechslungsreicher Halbhöhenweg führt mit Blick auf den idyllisch eingebetteten Gmünder Teilort Degenfeld zum Zillersteig. Nachdem Degenfeld und das Lautertal durchquert wurden, geht es steil bergauf zum Galgenberg. Am Gipfelkreuz angekommen wird man mit einem atemberaubenden Blick über den gesamten Albtrauf belohnt - einer der vielen Höhepunkte dieser zum Teil anspruchsvollen Traumtour. Entspannt geht es zum Kuhbergsattel, dem der Aufstieg zum Naturschutzgebiet Kaltes Feld folgt. Hier hat man sich gewiss eine Pause verdient: Eine Einkehr ist im Knörzerhaus oder im inmitten einer Wacholderheide gelegenen Franz-Keller-Haus möglich. Die Route führt schließlich entlang des Segelflugplatzes zum Hornberg. Ein kleiner Abstecher zum Aussichtspunkt „Lug ins Land“ ist ein absolutes Muss, bevor man zum Parkplatz am Furtlepass wieder zurückkehrt.

Waldkugelbahn Weg

Dieser abwechslungsreiche Rundwanderweg eignet sich als Ausflugsziel für die ganze Familie und garantiert riesigen Spaß inmitten der Natur! Vom Wanderparkplatz im Taubental geht es ca. 150 Meter der Straße folgend zunächst wieder in Richtung Gmünder Innenstadt. An den beiden Limes-Informationstafeln befindet sich rechter Hand schließlich der Einstieg des Waldkugelbahn Weges (SG 1). Ein schmaler, kleiner Waldpfad führt die großen und kleinen Wanderer hinauf auf die Hochfläche bei Wetzgau zum Landschafts- und Familienpark „Himmelsgarten“. Hier werden die Besucher mit einem atemberaubenden Blick auf den Albtrauf vom über 38 Meter hohen Aussichtsturm „Himmelsstürmer“ belohnt. Während die Großen sich eine Pause gönnen, können die Kleinen ungestört am großen Wasserspielplatz planschen und Floßfahren. Vom Himmelsgarten führt der Weg auf dem NATURATUM, einem Abenteuer-Waldlehrpfad, mit vielen Entdecker- und Walderlebnisstationen hinab durch den geheimnisvollen, jahrhundertealten Erholungswald im Taubental. Als besonderes Highlight windet und schlängelt sich die XXLKugelbahn durch den Wald. Eine Grillstelle nahe dem Parkplatz lädt im Anschluss dazu ein, die Tour gemütlich ausklingen zu lassen.

Rittersteig

Bei dieser kurzen, landschaftlich wie auch kulturell sehr attraktiven Rundtour können kleine als auch große Entdecker einen der beeindruckenden Dreikaiserberge besteigen: den Hohenrechberg. Der Weg führt zunächst zur barocken Wallfahrtskirche St. Maria, die auf dem 707 m hohen Plateau erbaut wurde. Weiter geht es auf naturbelassenen Pfaden zur Burgruine Hohenrechberg mitten hinein in die Zeit der Minnesänger und tapferer Ritter. Die Burgruine erinnert an den Glanz der Staufer und des Ritter- und Grafengeschlechts von Rechberg und Rothenlöwen. Was rund 600 Jahre hindurch keine Belagerer schafften, vollbrachten Naturgewalten: 1865 schlug bei einem Wintergewitter der Blitz ein und die Kernburg brannte fast völlig aus. Heutzutage gilt die Burgruine Rechberg als eine der schönsten in Schwaben. Wer die herrlichen Ausblicke in aller Ruhe genießen möchte, kann in der „Burgschänke“ eine Pause einlegen, bevor der Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt führt.

Rundwanderweg am Limes

Der Rundwanderweg führt alle geschichtsinteressierten Wanderfans auf römischen Spuren durch das Rotenbachtal, wo der obergermanische Limes mit Wall und Palisaden auf die rätische Mauer stößt. Es bietet sich hier die Gelegenheit, diese einzigartige Grenzsituation zu besichtigen und am Limes-Informationspavillon am Eingang des Rotenbachtals mehr über die römische Vergangenheit Schwäbisch Gmünds zu erfahren. Der Weg folgt dem weiteren Verlauf der rätischen Mauer und führt mit insgesamt sieben Stationen hinauf auf eine Hochfläche, von der sich ein grandioser Blick auf die Schwäbische Alb, die Stadt Schwäbisch Gmünd mit ihrem gotischen Münster und auf das Gebiet des ehemaligen Kohortenkastells Schirenhof bietet. Vorbei am Oberen Vogelhof geht es weiter zum Kastell Freimühle, das tief im Wald verborgen ist. Das Limes-Symbol mit dem „Römerhelm“ leitet dabei die Wanderer zum Verbindungsweg zwischen Rotenbachtal und dem Gelände des Kohortenkastells und Kohortenbads am Schirenhof auf der gegenüberliegenden Seite der Rems. Hier kann an weiteren fünf Stationen neben den militärischen Anlagen auch das römische Alltagsleben nachvollzogen werden. Tipp: Wem der Weg zu lang ist, kann das Verbindungsstück vom Parkplatz Rotenbachtal zum Kohortenkastell Schirenhof auch mit dem Auto zurücklegen. Am Kohortenbad am Schirenhof befinden sich ebenfalls Parkmöglichkeiten.

Auf den „Wegen zur Kunst“

Die Rundwanderung führt vom Hohenrechberg über das malerische Hölltal auf die landschaftlich einzigartige Hochfläche rund um Straßdorf. Dort kann man auf den „Wegen zur Kunst“ eine außergewöhnlich große Bandbreite plastischen Kunstschaffens bekannter Künstler aus dem Gmünder Raum erleben. Hier wird anschaulich vor Augen geführt, welch reiche und umfassende künstlerische und besonders bildhauerische Tradition Schwäbisch Gmünd aufweisen kann. Vorbei an der barocken Marienkapelle und der Kirche Neu-St. Cyriakus, die nach Plänen des Gmünder Architekten Hans Herkommer 1913-1915 errichtet wurde und zu der ein Abstecher absolut lohnenswert ist, geht es über den Pfefferweg wieder zurück auf den Hohenrechberg. Tipp: Wer nicht den Bogen über das Hölltal machen möchte, kann in Metlangen auch die Tour abkürzen. Von hier aus gelangt man auf der „Klepperles-Trasse“, einem asphaltierten (Rad-)Weg, nach Straßdorf.

Geologischer Pfad

Auf dem Geologischen Pfad in Schwäbisch Gmünd lassen sich über 200 Millionen Jahre Erdgeschichte bei einer herrlichen Wanderung entdecken! Der Pfad führt vom idyllischen Hölltal in Schwäbisch Gmünd hinauf auf den Hohenrechberg. Dabei werden an 24 Stationen unter anderem Landschaft, Geologie sowie Pflanzen- und Tierwelt eindrucksvoll beschrieben. Die Burgruine und die Wallfahrtskirche auf dem 707 m hohen Plateau des Hohenrechbergs erzählen ebenfalls eine jahrhundertelange Geschichte – aber nicht nur das: Von hier aus bieten sich atemberaubende Blicke auf die schwäbische Alb, zum Hohenstaufen und ins Remstal. Vom Hohenrechberg führt der Rundweg über Straßdorf schließlich zurück zum Gmünder Bahnhof oder von Straßdorf direkt ins Hölltal (siehe Wanderung „Auf den Wegen zur Kunst“). Tipp: Wem die Wanderung zu lang sein sollte, kann die Tour auch in Metlangen beginnen oder mit dem Bus bequem vom Hohenrechberg zurück nach Schwäbisch Gmünd fahren.

Auf den Spuren des heiligen Jakobus

Ausgangspunkt einer wunderschönen Rundwanderung ist der Feuersee im Gmünder Stadtteil Bargau. Von dort geht es über den Birkhof und den Tannenbrunnen auf dem Jakobusweg bergauf zum Kolpinghaus. Ein Kinderspielplatz, Grillstellen und der herrliche Rundblick auf die Dreikaiserberge laden zu einer Pause und zum Verweilen ein. Weiter geht es über einen Waldweg, dem bald ein steiler schmaler Pfad folgt, auf die Hochebene des Scheuelbergs und zum Aussichtspunkt „Hoher Fels“. Von diesem kleinen, mit einem Eichenkreuz versehenen Aussichtsplateau bietet sich ein großartiger Blick auf die westliche Alb, das Remstal und das Gebiet des Schwäbisch-Fränkischen-Waldes. Über die Beurener Waldwiese führt der Weg weiter zum Himmelreich, wo das Naturfreundehaus die Wanderer empfängt und auch für Kinder jede Menge Platz zum Spielen und Toben hat. Vorbei am markanten Beurener Kreuz gelangt man in westlicher Richtung zum Oberen Lauchhof. Hier befindet sich eine kleine Lourdesgrotte, die zur Besinnung und zu einer Rast einlädt. Nach einem kurzen Abstieg erreicht man die Bargauer Ortsmitte, wo es an der Jakobuskirche vorbei zurück zum Feuersee geht.

Bernhardusweg

Schwäbisch Gmünd und seine Teilorte liegen in einer der schönsten Landschaften Baden-Württembergs und sind geprägt durch eine reiche kirchliche Tradition und Geschichte, sichtbar an einer Vielzahl von Kirchen und Klöstern, religiösen und spirituellen Orten. Naturerlebnis und Wandern mit Glaube und Spiritualität zu verbinden, ist auch die Intention der „Glaubenswege“, die insgesamt 38 Wandertouren umfassen. Einer dieser reizvollen Wege für Geist und Seele ist der „Bernhardusweg“. Dieser beginnt in dem Gmünder Teilort Weiler in den Bergen, von wo aus der Weg zwischen Streuobstwiesen entlang des Strümpfelbaches nach Herdtlinsweiler führt. Vom kleinsten Teilort Schwäbisch Gmünds, malerisch am Fuße des Bernhardus gelegen, geht es steil bergauf über die Weilerner Skihütte zum Furtlepass und zum „Weg der Besinnung“: Elf Kalksteinskulpturen, die zum gedanklichen Dialog über Grundfragen des menschlichen Zusammenlebens einladen, säumen den Weg hinauf zur Bernharduskapelle. Nach einer ruhigen und beschaulichen Wegstrecke durch den Wald gelangt man schließlich bergab über den Ölmühlenweg zurück nach Weiler. Mehr Infos zur Tourismuskooperation „Glaubenswege“ gibt es unter www.glaubenswege.de

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