Zensus 2022

Im Jahr 2022 wird in Deutschland der nächste Zensus durchgeführt. Der Zensus beinhaltet eine Volkszählung sowie eine Gebäude- und Wohnungszählung, die in allen Mitgliedsstaaten der EU turnusmäßig durchgeführt wird. Jedoch werden nicht alle Personen und Haushalte befragt: ca. 10 Prozent der Einwohner werden stichprobenartig ausgewählt und sind dann zur Auskunft über ihre derzeitige Wohnsituation und ggf. weiterer sogenannter soziodemografischer Merkmale, wie z.B. den Bildungsabschluss, verpflichtet. Durch eine wissenschaftliche Auswertung dieser Befragungsergebnisse erfolgt dann eine Hochrechnung auf die Gesamtbevölkerung. Mit dieser statistischen Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf diesen Bevölkerungs- und Wohnungszahlen, so z.B. wie viele Finanzzuweisungen eine Gemeinde erhält, aber auch wo ein Bedarf an Schulen, Kindertagesstätten oder dem ÖPNV besteht. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen und Entscheidungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Einwohnerzahlen und weiterer soziodemografischer Bevölkerungsmerkmale notwendig.

Zum Zensus-Erklärvideo in verschiedenen Sprachen

Weitere Informationen zum Zensus erhalten Sie hier oder beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg

Gebäude und Wohnungszählung

Zum Zensus 2022 findet parallel auch eine Gebäude- und Wohnungszählung statt.
Hierfür ist jedoch direkt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg, und nicht die Zensus-Erhebungsstelle der Stadt Schwäbisch Gmünd zuständig.
Weitere Informationen erhalten Sie über das Statistische Landesamt Baden-Württemberg oder telefonisch unter der Hotline: 0711 641-3333.

Zensus Erhebungstselle der Stadt Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd hat als Große Kreisstadt eine eigene Zensus Erhebungsstelle eingerichtet, um den Zensus im Stadtgebiet durchzuführen. Seit Oktober 2021 ist die Erhebungsstelle der Stadt Schwäbisch Gmünd im Kornhaus in der Kornhausstraße 14 eingerichtet und abgeschottet. Eine Abschottung durch eine räumliche, personelle und organisatorische Trennung vom Rest der Verwaltung ist erforderlich, damit die hohen Ansprüche an die Bestimmungen zur Verarbeitung der gewonnenen Daten erfüllt werden können.

Zu den Aufgaben der Zensus-Erhebungsstelle gehört u.a. die Anwerbung, Schulung und Betreuung von Erhebungsbeauftragten (auch Interviewer genannt), die die stichprobenartig ausgewählten Haushalte befragen werden, die Bildung von Erhebungsbezirken für die Erhebungsbeauftragten, die Verwertung der Erhebungsunterlagen und Befragungsergebnisse, die Übermittlung der Daten an das Statistische Landesamt Baden-Württemberg sowie die Kontaktaufnahme zu ggf. säumigen auskunftspflichtigen Personen.

Wie läuft der Zensus und die Befragung vor Ort ab?

Für den Zensus arbeiten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zusammen. Sie bereiten die Befragung vor, koordinieren eine einheitliche und termingerechte Durchführung und sichern die Einhaltung der Qualitätsstandards. Das Statistische Bundesamt ist dabei für die Entwicklung der benötigten technischen Anwendungen verantwortlich. Die Zensus Erhebungsstellen vor Ort, also in den Landkreisen und Kommunen, führen dann durch sogenannte Erhebungsbeauftragte (oder auch Interviewer) die eigentliche Befragung der stichprobenartig ausgewählten Haushalte (Auskunftspflichtige) durch.

  • Terminankündigung der/ des Erhebungsbeauftragen:

Die Erhebungsbeauftragten suchen die Ihnen zugewiesenen ausgewählten Haushalte auf und kündigen sich zunächst postalisch mit einer Terminankündigung und Informationsunterlagen bei Ihnen an. Sollten Sie zu dem angekündigten Termin des Erhebungsbeauftragten verhindert sein, nehmen Sie bitte telefonischen Kontakt zu diesem auf. Sie sind hierbei gesetzlich zur Mitwirkung und Auskunft verpflichtet. Eine Auskunft kann durch Zwangs- und Vollstreckungsmaßnahmen der örtlichen Erhebungsstelle gegenüber Ihnen durchgesetzt werden.

  • Erstes Ziel der Befragung: Existenzfeststellung

Die Befragung verfolgt zwei Ziele. Zum einen die Qualitätssicherung der amtlichen Einwohnerzahl, indem Über- und Untererfassungen aufgedeckt und so Karteileichen und Fehlbestände im Datenbestand ermittelt werden. Diese sogenannte Existenzfeststellung aller Personen in Ihrem Haushalt erfolgt an Ihrer Haustür. Ein Betreten der Wohnung durch die/ den Erhebungsbeauftragte/n ist nicht erforderlich.

  • Zweites Ziel der Befragung: Erhebung weiterer Merkmale (soziodemografische Daten)

Zum anderen ermöglicht die Befragung die Erhebung weiterer Merkmale, die nicht oder nicht hinreichend verlässlich in den Melderegistern enthalten sind. Diese Strukturdaten über die Bevölkerung dienen als Grundlage für politische Entscheidungen von Bund, Ländern und Gemeinden auf den Gebieten Bevölkerung, Wirtschaft, Soziales, Wohnungswesen, Raumordnung, Verkehr, Umwelt und Arbeitsmarkt. Hierzu übergibt Ihnen die/ der Erhebungsbeauftragte ein Schreiben mit Online-Zugangsdaten, damit Sie die Beantwortung dieser Fragen Schritt für Schritt selbst über das Internet online vornehmen können. Sollten Sie über keine Möglichkeit der Online-Beantwortung verfügen, ist in Ausnahmefällen auch die Übergabe eines Papierfragebogens oder eine persönliche Befragung durch den Erhebungsbeauftragten möglich. Unter dem Musterfragebogen der Haushaltsbefragung können Sie diese Fragen in einem Musterbogen ansehen.

  • Wiederholungsbefragung:

In wenigen Haushalten wird mit einer Wiederholungsbefragung die Qualität der Zensusergebnisse überprüft. Dies kann auch Ihren Haushalt betreffen. Die Wiederholungsbefragung wird hierbei durch Erhebungsbeauftragte des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg vorgenommen und nicht mehr durch Ihren ursprünglichen Erhebungsbeauftragten.

Neben der Befragung der stichprobenartig ausgewählten Haushalte (Normalbereiche), findet auch eine Befragung aller Wohnheime (z.B. Studentenwohnheime) sowie Gemeinschaftsunterkünfte (z.B. Alten- und Pflegeheime) im gesamten Stadtgebiet statt.

Datenschutz und Geheimhaltung

Für die Durchführung des Zensus und die Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten und Angaben gelten besondere Datenschutzbestimmungen.

Es ist uns ein Anliegen Sie darauf hinzuweisen, dass keine Ihrer Angaben persönliche Rückschlüsse auf Sie zulassen werden. Die Daten werden vom Statistischen Bundesamt anonymisiert ausgewertet und nicht weitergegeben. Es erfolgt zu keiner Zeit eine Rückkopplung Ihrer Daten mit der Verwaltung oder registergestützten Melde- und Datenbanken.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

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