Montag bis Mittwoch
08:00 - 12:00 und 14:30 - 16:30
Donnerstag
08:00 - 12:00 und 14:30 - 18:00
Freitag
08:00 - 12:00
29. Januar 2026
Museum im Prediger - Jahrespressegespräch
Schwäbisch Gmünd (sv). Vielfalt war für das Gmünder Museum im Prediger nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Publikumsentwicklung 2025 ein wichtiges Stichwort beim Jahrespressegespräch am Donnerstag, 29. Januar, mit Oberbürgermeister Richard Arnold, im Museum im Prediger. Zahlenmäßig als auch im Hinblick auf die Erschließung neuer Besuchergruppen, sowie die Resonanz in den Medien war das Museum in diesem Jahr überaus erfolgreich.
Mit mehr als 26.500 Menschen in den Sonderausstellungen und den Schausammlungen konnten das Museum und die Galerie im Prediger sowie das Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik ihre Besucherzahl weiter steigern. Dies lag nicht zuletzt an den über 3.600, oft jüngeren Personen, die sich für die große Sonderausstellung „Wish you were queer“ begeisterten, welche Kurator Dr. Martin Weinzettl in enger Kooperation mit Stadtarchiv, Gmünder Volkshochschule (VHS) und der städtischen Stabsstelle Chancengleichheit sowie der Geschichtswerkstatt „Einhorn sucht Regenbogen“ konzipiert hatte.
Gleich mehrfach berichtete der SWR in Fernsehen und Radio über die Ausstellung und sowohl die im zweiwöchentlichen Takt stattfindenden öffentlichen als auch gebuchte Führungen waren sehr gefragt. Der vom Stadtarchiv herausgegebene Begleitband stieß ebenfalls auf viel Interesse. Die Galerie im Prediger wurde nach einem ruhigeren Jahr 2024 durch die neue Kuratorin Linnea Streit wieder mit frischem Wind und Leben gefüllt. Auch dies spiegelte sich in einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen auf rund 10.300 Personen (2024: 8.800) wider.
Die interaktive Rauminstallation von Justyna Koeke zog Besucherinnen und Besucher jeden Alters in den Bann. Mit der Ausstellung „The Unicorns Made Me Do It“ von sieben internationalen Studierenden der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart hielten neue Medien und Kunstformen, wie Video und Performance, Einzug in den Raum, in dem bisher der Schwerpunkt auf Skulptur gesetzt wurde. Als neues Format wurden After Work Führungen mit einem Glas Sekt eingeführt.
Projekte und Ausstellungen 2026
Samstag, 28. März 2026, 17 Uhr, Museum im Prediger
Festakt 150 Jahre Gmünder Museum & Museumsverein
Neupräsentation in der Schausammlung 19., 20. und 21. Jahrhundert
Das Jahr 2026 steht im Museum im Prediger ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Vor genau 150 Jahren öffnete unser Museum erstmals seine Pforten. 1876 von den ansässigen Silberwarenfabrikanten nach dem Konzept des Londoner Victoria and Albert Museum gegründet, ist das Gmünder Museum das älteste Kunstgewerbemuseum im deutschen Südwesten. Träger war zunächst der von den Fabrikanten getragene Verein Gewerbemuseum, aus welchem der Gmünder Museumsverein hervorging. In einem gemeinsamen Festakt am Samstag, den 28. März, blicken Museum und Museumsverein auf ihre gemeinsame 150-jährige Geschichte zurück. Thomas Raschke, Vorstandsvorsitzender des Museumsvereins, gibt einen Einblick in die Sammlungsgeschichte, die von der Liebe zur Kunst und vom Mäzenatentums der Gmünder Bürgerschaft maßgeblich geprägt wurde. Museumsleiter Dr. Max Tillmann wagt einen Blick in die Zukunft des 150 Jahre „jungen“ Museums. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit, die zu diesem Anlass neu gestalteten Bereiche in der Schausammlung 19., 20. und 21. Jahrhundert zu entdecken und bei einem Empfang in gemeinsamen Erinnerungen zu schwelgen.
Bis 26. Juli 2026 und Winter 2026/2027, Museum im Prediger:
Zwei Ausstellungen zu Gmünder Künstlerfamilien: Der Moderne – drei Generationen Baumhauer in Schwäbisch Gmünd Des Barock – die Bildhauer und Brüder Christoph und Johann Michael Maucher
In den Sonderausstellungsräumen des Museums wird das Jubiläum mit zwei Ausstellungen zu Gmünder Künstlerfamilien unterschiedlicher Zeiten begangen.
Den Auftakt macht aktuell und noch bis 26. Juli 2026 die vielen bekannte Familie Baumhauer. Die gezeigten Werke von Großvater Alois, Sohn Sepp und den Enkelinnen Monika und Regina Baumhauer umspannen ein ganzes Jahrhundert, beginnend mit Impressionen eines Soldatenlebens im Ersten Weltkrieg über die markante Bildhauerei aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis hin zum malerischen Werk und den gesellschaftspolitischen Positionen der beiden zeitgenössischen Künstlerinnen. Die zweite Gmünder Kunsthandwerkerfamilie, deren Werk anlässlich des Jubiläums erstmals mit einer Ausstellung gewürdigt wird, sind die barocken Bildhauer und Brüder Christoph und Johann Michael Maucher. Beginnend mit einer Preview im November 2026, wird diese große und internationale Ausstellung, die in wissenschaftlicher Kooperation mit dem Bayerischen Nationalmuseum in München erarbeitet wird, vom 23. Januar bis 30. Mai 2027 im Museum im Prediger gezeigt. Die Ausstellung versammelt hochkarätige Leihgaben, die sonst über die Welt verteilt sind, und erlaubt so, Werke vergleichend zu präsentieren und Zuschreibungen zu überprüfen. Aufgrund ihrer Themenvielfalt bietet die Maucher-Ausstellung zahlreiche Anknüpfungspunkte für das Publikum: Neben dem erstaunlichen Kunsthandwerk, den kostbaren verarbeiteten Materialien und den außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten gehören die antike Mythologie, die Natur und Jagd sowie die Lebenswelt der Menschen im 17. Jahrhundert, sei es in der Stadt, am Hof, auf Reisen oder im Krieg, zu den Themenschwerpunkten, wobei Brückenschläge zur Gegenwart immer mitgedacht werden sollen. Um diese Inhalte für möglichst viele Zielgruppen zugänglich zu machen, sind ganz unterschiedliche Vermittlungsangebote im Bereich der Interaktion, der Inklusion und Immersion angedacht. Ein umfangreicher, wissenschaftlicher Katalog wird kunst- und kulturhistorische Zusammenhänge beleuchten.
Ab 25. April 2026, Galerie im Prediger:
Hans Hartung und die deutsch-französische Freundschaft
Die Galerie im Prediger verbindet das Museumsjubiläum mit den Feierlichkeiten zu 50 Jahren Städtepartnerschaft zwischen Schwäbisch Gmünd und dem südfranzösischen Antibes: Ab dem 25. April 2026 wird in der Galerie eine Ausstellung zu Hans Hartung und der deutsch-französischen Freundschaft gezeigt. Geboren in Leipzig, ging der Künstler Ende der 1920er Jahre nach Paris. Dass der Abschied von Deutschland für immer sein würde, wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten schnell klar und im Zweiten Weltkrieg kämpfte Hartung sogar in der französischen Fremdenlegion gegen Deutschland. Obwohl er dabei ein Bein verlor, waren Hartung und seine Kunst, die Traumata spüren lässt, nach dem Krieg ein wichtiges Element in der Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland über die Kultur. Eine entscheidende Rolle spielte dabei das Stuttgarter Sammlerehepaar Domnick, das Hartung in Paris für sich entdeckte und 1948 die französische abstrakte Malerei in Deutschland durch eine Wanderausstellung bekannt machte.
Die geplante Ausstellung bringt erstmals Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung Domnick, Nürtingen, mit korrespondierenden Werken aus der Fondation Hartung-Bergman in Antibes zusammen und umfasst außerdem noch nie zuvor ausgestellte Arbeiten. Gerade in der aktuellen Weltlage sind Freundschaften wie die zwischen Hartung und den Domnicks ein Beispiel, wie Kunst, Kultur und persönliche Kontakte ein Ausgangspunkt sein können, Gräben zu überwinden und in verfahrenen Situationen wieder ins Gespräch zu kommen. Um für die Besucherinnen und Besucher ein möglichst anregendes Erlebnis zu kreieren und auch im Hier und Jetzt in den Austausch zu kommen, ist zur Ausstellung ein umfassendes Begleitprogramm geplant, das sich insbesondere auch an junge Menschen richtet. Darüber hinaus wird das Städtepartnerschaftsjubiläum in der Ausstellung und in der Stadt mit weiteren Veranstaltungen unterschiedlicher Akteure wie der Volkshochschule, der Jugendkunstschule, der Musikschule, der Schulen und natürlich des Städtepartnerschaftsvereins gewürdigt. Die Eröffnung mit Unterschriftenzeremonie mit der Delegation aus Antibes findet im Rahmen der 22. Französischen Wochen im Großraum Stuttgart statt.
Schirmherrschaft: Generalkonsul Gaël de Maisonneuve
Eröffnung: Freitag, 24. April, 19 Uhr
Ab 17. Oktober 2026, Galerie im Prediger:
Kunstpreisträgerin der VR-Bank Ostalb 2026: Nadja Schöllhammer
Im Herbst 2026 präsentiert die Galerie im Prediger eine Ausstellung der Preisträgerin des 22. Kunstpreises der VR-Bank Ostalb, der dieses Jahr an Nadja Schöllhammer geht. 1971 in Esslingen am Neckar geboren, lebt und arbeitet die Künstlerin heute in Berlin, wo sie auch an der Universität der Künste studiert und 2003 als Meisterschülerabschluss bei H.-J. Diehl ihren Abschluss gemacht hat. Ausgehend von der Zeichnung greifen ihre Arbeiten ins Dreidimensionale aus und entwickeln sich zu raumgreifenden Installationen. Dabei arbeitet sie mit Klebstoff, Feuer und Skalpell, um filigrane Strukturen freizulegen. Dabei spielt das Verhältnis des Körpers zum Werk eine wichtige Rolle, aber auch ihre Kindheit auf einem schwäbischen Dorf dient in den figürlichen Bestandteilen als Inspiration. Für die Ausstellung in Schwäbisch Gmünd werden neue, speziell für die Galerie im Prediger entwickelte Arbeiten entstehen. Eröffnung & Preisverleihung: Freitag, 16. Oktober, 18.30 Uhr
29. März bis 25. Oktober
Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik:
Präsentation neu entdeckter Musterbücher von Gmünder Silberwarenfirmen
Im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik werden 2026 aus dem großen Fundus des Museumsarchivs weitere bisher nie ausgestellte Musterbücher und Musterbuchseiten aus Gmünder Silberwarenfabriken präsentiert, die für die Herstellung sowie für den Verkauf der Silberprodukte eine wichtige Rolle spielten. Einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Fabrik und ihren Wandel zum Museum bietet der Aufsatz von Museumsdirektor Dr. Max Tillmann „Die Ott-Pausersche Fabrik – Chronik eines Musterbetriebs, Denkmals und Silberwarenmuseums“, der als Beitrag in dem Tagungsband „Silber 1000–2000“ des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, München, veröffentlicht wird.
In dieser Publikation eröffnen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kunstgeschichte, Sozialgeschichte und Philologie neue Perspektiven auf Produktion, Handel und die Bedeutung von Silberobjekten als Teil unserer materiellen Kultur über verschiedene Zeiträume. Dieser interessante Band, der das Material Silber auf vielen Ebenen interpretiert und hinterfragt, wird nach seinem Erscheinen auch im Museumsshop im Prediger und der Ott-Pauserschen Fabrik erhältlich sein.
Museumspädagogik – Programm und Bildungsauftrag
Noch ein weiteres Jubiläum gibt es im Museum im Prediger zu feiern:
Die Einrichtung einer Museumspädagogik für Kinder, Jugendliche sowie ein Führungs- und Vermittlungsprogramm für Erwachsene erfolgte vor 15 Jahren. Die Pädagogik des Museums vermittelt mit ihrem breitgefächerten Angebot die Geschichte der Stadt von der Urzeit bis heute sowie lokale und überregionale Kunst und damit sämtliche Inhalte des Museums. Das Programm der MuseumsEntdecker ist eng mit dem Bildungsplan der Schulen abgestimmt und enthält für Kinder und Jugendliche Führungen und Workshops zu lokaler Geschichte, zum Beispiel zu den Römern oder zum Mittelalter, zu Religionen sowie zu Kunst an einem wichtigen außerschulischen Bildungsort. Auch von Kindergärten oder privat als Kindergeburtstage werden gern Workshops im Museum gebucht.
Im Rahmen der MuseumsFüchse werden aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage inzwischen jeden Monat zu einem anderen Thema je drei Gruppen angeboten, im Sommer gibt es ein Ferienprogramm. Insgesamt fanden in der ehrenamtlich getragenen Museumspädagogik, für die der Museumsverein die Materialien finanziert, sage und schreibe 80 Veranstaltungen mit ingesamt 954 Teilnehmenden im Museum statt.
Ausstellungen im Überblick:
Bis April 2026 Stanzel ist - STA -
Ausstellung des Stadtarchivs in Kooperation mit dem Museum im Prediger Kreuzgang
Bis 26. Juli 2026
Eine Gmünder Künstlerfamilie der Moderne: Drei Generationen Baumhauer in Schwäbisch Gmünd Museum im Prediger
Bis 26. April 2026
Glas der Wiesenthalhütte – Kunterbunt und kugelrund in die 70er Jahre Labor im Chor
Bis 25. Oktober 2026
Präsentation neu entdeckter Musterbücher von Gmünder Silberwarenfirmen Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik
Samstag, 28. März 2026, 17 Uhr
Festakt 150 Jahre Gmünder Museum & Museumsverein
Neupräsentation in der Schausammlung 19., 20. und 21. Jahrhundert Museum im Prediger
25. April – 27. September 2026 (Eröffnung 24. April, 19 Uhr)
Hans Hartung und die deutsch-französische Freundschaft Galerie im Prediger Mit zahlreichen Kooperationen zu 50 Jahren Städtepartnerschaft mit Antibes
17. Oktober – 29. November 2026 (Eröffnung 16. Oktober, 18.30 Uhr)
Kunstpreisträgerin der VR-Bank Ostalb 2026: Nadja Schöllhammer
Galerie im Prediger
19. Dezember 2026 – 7. Februar 2027
Querschnitt. Jahresausstellung der Künstlermitglieder des Kunstvereins
Galerie im Prediger
29. November – 7. Februar 2027
Die Musberger Krippe von Anna Fehrle
Museum im Prediger
24. Januar – 30. Mai 2027 (Eröffnung 23. Januar, 17 Uhr)
Preview: 20. November 2026
Barocke Bildhauer und Brüder: Christoph und Johann Michael Maucher Museum im Prediger
Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer: 07171/603-4130 oder auf der Website: www.museum-galerie-fabrik.de.