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Ausstellungseröffnung Monika Baumhauer
Für die Bildrechte: Stadt Schwäbisch Gmünd

Ausstellungseröffnung Monika Baumhauer

Schwäbisch Gmünd (sv.) Leuchtende, kraftvolle Farben, eine Reduktion der Formen auf das Wesentliche und eine leidenschaftliche Pinselführung verleihen der Malerei von Monika Baumhauer eine energetische Qualität. Dem ausdrucksstarken Schaffen der gebürtigen Gmünder Künstlerin widmet das Museum im Prediger vom 10. November 2019 bis 9. Februar 2020 eine umfassende Werkschau zu den Themen ihrer Kunst: Figur, Landschaft und Stillleben. Zu sehen sind 75 Werke der letzten 35 Jahre, darunter rund 60 Gemälde und malerische Arbeiten auf Papier. Zusammen mit Bronzeskulpturen, Reliefs und Glasarbeiten vergegenwärtigen sie in konzentrierter Form das Spektrum im Schaffen der Künstlerin. Zur Ausstellung wird ein Katalog aufgelegt (138 Seiten, 20 Euro).

Eröffnung
Bürgermeister Dr. Joachim Bläse eröffnet die Ausstellung im Beisein der Künstlerin am Sonntag, 10. November, um 11 Uhr, im Museum im Prediger. Zum künstlerischen Werk Monika Baumhauers spricht die Kunsthistorikerin Dr. Birgit Knolmayer, zur Ausstellung Museumsleiter Dr. Max Tillmann. Die Harfenistin Magdalena Walesch umrahmt die Vernissage musikalisch.

Zur Ausstellung
Monika Baumhauer knüpft in ihrer Malerei an traditionelle Sujets wie das Figurenbild, das Stillleben und die Landschafts- und Tiermalerei an. Eine wichtige Rolle in ihrem Schaffen spielt die menschliche Figur, die in ein- oder mehrfigurigen Kompositionen oder auch in Selbstporträts präsent ist. Doch schon Werktitel wie „Stillleben mit Figur“, „Stillleben mit Philodendronblatt“ oder „Die Vogelfrau“ zeigen an, dass sich in ihrer Malerei die Bildmotive immer wieder durchmischen: Figurenköpfen scheint Pflanzliches zu entwachsen, landschaftliche Elemente verzahnen sich mit Stilllebenmotiven und figurativ-animalische Formen mischen sich mit vegetabilen. Ihre primären malerischen Ausdrucksmittel sind die Farbe und eine dem Gegenständlichen verpflichtete Abstraktion. Dabei schafft sie es, die Figuration wie die Abstraktion gleichwertig im Bild zu integrieren. Auch wenn Monika Baumhauer immer vom Gegenständlichen ausgeht, ist ihre Malerei prinzipiell dem Farberlebnis zugewandt, das von der einengenden, umreißenden Form absieht und sich auf die selbst Form werdende Farbe konzentriert. Ein kraftvolles, üppiges Kolorit verbindet sie mit einer großzügigen Formgebung, alles gesetzt in einem leidenschaftlichen Malvorgang. Verwendung finden wenige, wenngleich umso kraftvollere Farben: vorrangig die Primärfarben Gelb, Rot und Blau, die mit dichtem Schwarz und durchmischtem Weiß kontrastieren. In dieser Farbstruktur bleiben Formzusammenhänge mal mehr, mal weniger klar erkennbar, wobei sich die Künstlerin die für die Malerei wichtige Seherfahrung zu eigen macht, dass die Dinge aus weiter Entfernung deutlich hervortreten und mit zunehmender Nähe zum strukturellen Detail sich wandeln.

Neben der Malerei umfasst das Œuvre von Monika Baumhauer überdies Skulpturen und Glasfenster. Beispielhaft für die Spannbreite ihres skulpturalen Werks stehen in der Ausstellung neun plastische Arbeiten, darunter die kleine Bronzefigur einer Reiterin aus dem Jahr 1986 und eine 2019 neu entstandene bronzene Madonna auf der Mondsichel. Wie das malerische Werk stehen auch die plastischen Arbeiten im Spannungsgefüge zwischen figurativem Ausdruck und abstraktem Experiment.

Im kirchlichen aber auch privaten Auftrag entwarf und gestaltete Monika Baumhauer nicht zuletzt immer wieder Glasfenster, darunter 2000/2001 fünf Chorfenster für die katholische Kirche St. Joseph in Schwäbisch Hall. In der Ausstellung geben vier Einzelstücke Einblicke in dieses Arbeitsfeld.

Biografie
Monika Baumhauer studierte von 1978 bis 1984 Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und von 1982 bis 1984 begleitend Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart. Seit 1986 ist sie Kunsterzieherin am Stuttgarter Hegel-Gymnasium. Sie lebt und arbeitet in Schwäbisch Gmünd und Stuttgart.

Begleitprogramm
Zur Ausstellung gibt es ein abwechslungsreiches Begleitprogramm mit Führungen und einem Gespräch mit der Künstlerin.
Öffentliche Führungen:
Sonntag, 17. November 2019 und 19. Januar 2020, jeweils 15 Uhr
Gespräch mit der Künstlerin:
Sonntag, 9. Februar 2020, 15 Uhr, Moderation Dr. Marion Vogt

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14 bis 17 Uhr, Donnerstag 14 bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 11 bis 17 Uhr. Montags geschlossen, ebenso Heiligabend, Silvester, Neujahr.


Weitere Informationen
Museum im Prediger, Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd, Telefon 07171 603-4130, www.museum-galerie-fabrik.de


Bildbeilagen:
1) Das Mieder, 1994, Acryl, Eitempera auf Leinwand, 132 × 157cm.
2) Der Rote Badeanzug (Badende), 1995, Acryl, Öl auf Leinwand, 130 × 110 cm.
3) Stillleben mit Philodendronblatt, 2005, Acryl- und Ölfarben auf Holz, 81 × 121 cm.
4) Stillleben mit Roter Flasche, 2017, Acryl, Collage auf Leinwand, 61 × 48 cm.
5) Sitzender Akt, 2004, Bronze, 50 × 38 × 30 cm.

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