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Dieter Nuhr-Ausstellung begeistert

Dieter Nuhr, Kochi 57 (Indien), 2015, Fotoprint auf Textilgewebe, 200 × 200 cm. © Dieter Nuhr

„Beeindruckend“, „sensationell und inspirierend“, „nu(h)r schön“ – das Publikum, das zeigt die Besucherresonanz, ist von der Ausstellung „Dieter Nuhr. Bilder aus anderen Welten“ im Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd hellauf begeistert. Bereits fünfeinhalbtausend Besucherinnen und Besucher sahen die Schau, die eine bislang wenig bekannte Seite des Kabarettisten Dieter Nuhr zeigt: den Fotografen. Zu sehen sind 29 Unikat-Fotografien auf Textil. Die Arbeiten entstanden in den letzten fünf Jahren auf Reisen durch vier Kontinente: durch Bolivien, Mexiko und Marokko, durch den Iran, Indien, Nepal und Sri Lanka sowie durch Bulgarien, Schottland und Spanien. Am Pfingstmontag, 10. Juni, geht die Ausstellung zu Ende. Geöffnet ist täglich von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt mit der RemstalCard ist frei.

„Bilder zu machen ist für mich eine vollkommen andere Geschichte, als Texte zu erstellen. Das eine wäre ohne das andere für mich nicht denkbar“, sagt Dieter Nuhr, der sich als multimedialen Künstler sieht. Bevor er seine Karriere als Kabarettist begann, studierte der 1960 Geborene an der Essener Folkwang Hochschule Kunst bei László Lakner (1981-1985). Zugleich arbeitet er aber bis heute auch bildkünstlerisch: Zunächst als Maler tätig, wandte er sich in den vergangenen Jahren vor allem der konzeptuellen Fotografie zu. Inzwischen haben es seine Bilder in die Museen geschafft.

Dieter Nuhrs Fotografien sind das Ergebnis von Reisen durch unzählige Länder rund um die Welt. Als sensibler Beobachter spürt er den Dingen nach, die meist ungesehen bleiben: Orte, Interieurs und Schauplätze des alltäglichen Lebens, eine Wand, von der der Putz bröckelt, eine rissige Tür, oft hinterlassene Gegenstände, die auf den ersten Blick wenig bildwürdig erscheinen. Nuhrs Fotografien sind sachlich, muten bisweilen melancholisch und ernst an. Sie blenden das Schöne oder gar Romantische exotischer Welten gänzlich aus und lassen damit die Blicknahme bloßer Reiseimpressionen weit hinter sich. Der Fokus gilt dem Detail, das über seine Informationsfülle Assoziationen freisetzt und exemplarisch für das große Ganze steht. Die Welt erscheint auf eine neue, bislang unbekannte Weise.

Auch wenn es sich bei den Bildern von Dieter Nuhr um Fotografien handelt, erwecken sie im Verständnis für Form, Farbe und Komposition doch eine hohe malerische Qualität. Seinen Fotografien gibt er oftmals Texte mit auf den Weg, die neben der Bildimagination zusätzliche Assoziationen entfalten.

Weitere Informationen
Museum im Prediger, Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd, Telefon 07171 603-4130, www.museum-galerie-fabrik.de.

Dieter Nuhr, Kochi 57 (Indien), 2015, Fotoprint auf Textilgewebe, 200 × 200 cm. © Dieter Nuhr

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