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9. Dezember 2022
Ende des „support#youngcarers" Projektes
Schwäbisch Gmünd (sv). Kinder und Jugendliche pflegen vermehrt in Deutschland, Europa und der ganzen Welt ihre kranken und hilfsbedürftigen Angehörigen. Angelehnt an die Forschung in England werden sie „young carers“ genannt.
Grundsätzlich wird geschätzt, dass 6,1% der Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 und 22 Jahren in Deutschland als pflegende Angehörige kategorisiert werden können (Universität Witten-Herdecke, Abschlussbericht zum Projekt „Die Situation von Kindern und Jugendlichen als pflegende Angehörige“ 2018, S.8). Das entspricht mindestens einem Kind in jeder Schulklasse.
Diese „young carer“ unterstützen über längere Zeit und in wesentlichem Ausmaß bei der Bewältigung des Alltags, sofern die Angehörigen aufgrund von psychischen und physischen Erkrankungen, Beeinträchtigungen, Sucht oder altersbedingten Veränderungen auf Unterstützung angewiesen sind.
Das Projekt support#youngcarers geht nach zweijähriger Laufzeit zu Ende. Neben Informationsveranstaltungen und Vorträgen in verschiedenen Gremien der Stadtgemeinschaft, neben Netzwerkarbeit und einer Erhebung in fünf Schulen direkt unter Kindern und Jugendlichen ist nun zum Abschluss ein Flyer mit Kontaktadressen entstanden, der auch im Amt für Familie und Soziales ausliegt, aber auch an Schulen, bei der Schulsozialarbeit, am Pflegestützpunkt, beim Kinderschutzbund, bei der Gemeindepsychiatrie, den Pflegeschulen, der Jugendarbeit und an vielen anderen Stellen.
Gefördert wurde dieses Projekt mit 117.000 Euro. Schwäbisch Gmünd leistete mit diesem Projekt Pionierarbeit im süddeutschen Raum und versucht eine erneute Förderung zu erhalten. Ein Antrag zur Weiterführung des Themas der „young carer“ wird 2023 beim Förderprogramm Innovation Pflege eingereicht