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3. März 2026
Eröffnung des Kinder- und Familienzentrums St. Koloman
Schwäbisch Gmünd (sv). Zahlreiche Gäste waren der Einladung von Oberbürgermeister Richard Arnold gefolgt, darunter Ortsvorsteherin Dr. Ute Schütte, Mitglieder des Ortschafts- und Gemeinderats, der Kirchengemeinderat mit seinem Vorsitzenden Alexander Trautmann, Vertreter des katholischen Kindergartenverbunds, des Katholischen Verwaltungszentrums, Kooperationspartner sowie Eltern, Kinder, Nachbarn und beteiligte Firmen. Auch Pfarrer Paul war anwesend und übernahm die feierliche Segnung der neuen Räume.
Der Auftakt der Feier gehörte am Montag, 2. März, den Kindern, die mit einem Willkommenslied begeisterten. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Richard Arnold folgte das Grußwort von Ortsvorsteherin Dr. Schütte. Ein eigens einstudierter Rap der Kinder über ihre neue Einrichtung sorgte für große Begeisterung und alle sangen mit. Vertreter des katholischen Kindergartenverbunds sowie des Kirchengemeinderats überreichten Geschenke. Mit einem gemeinsamen Schlusstanz und einem Erinnerungsfoto fand die Feier ihren fröhlichen Abschluss.
Vor ziemlich genau acht Monaten wurde an gleicher Stelle gemeinsam mit den Kindern der Spatenstich gefeiert. Damals befand sich hier noch ein Bolzplatz – eine mehr oder weniger grüne Wiese und heute steht dort eine moderne, sechsgruppige Einrichtung, die in bemerkenswert kurzer Bauzeit entstanden ist, erzählte Oberbürgermeister Richard Arnold und bedankte sich bei allen Verantwortlichen für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung und fügte hinzu:
"Die Eröffnung stellt einen Meilenstein für den Ausbau des Betreuungsangebots im Stadtteil Rehnenhof/Wetzgau dar. Der Gemeinderat hatte in den vergangenen Jahren stets die Bedeutung der Bildung betont und trotz herausfordernder Zeiten entschieden, an diesem Standort rund drei Millionen Euro zu investieren."
Im Jahr 2024 wurde deutlich, dass das bisher genutzte Gebäude sanierungsbedürftig ist. Eine wirtschaftliche Sanierung war nicht möglich. Gleichzeitig fehlten im Stadtteil wohnortnahe Betreuungsplätze. Daher wurde die Entscheidung getroffen, an diesem Standort ein neues Zuhause für das Kinder- und Familienzentrum St. Koloman zu errichten.
Die Einrichtung zog vergangene Woche in das neue Gebäude um. Zusätzlich wurde eine Krippengruppe eröffnet, ebenso ist nun eine altersgemischte Gruppe möglich. Das Betreuungsangebot wächst damit von vier auf sechs Gruppen und von 100 auf bis zu 132 Plätze. Neben Angeboten für Kinder über drei Jahren stehen künftig auch Plätze für unter Dreijährige zur Verfügung. Es ist ein Ort entstanden, an dem frühkindliche Bildung weiterhin in hoher Qualität stattfinden kann – ein Ort zum Wohlfühlen, Lernen und Entwickeln.
Der 1.700 Quadratmeter große Spielgarten befindet sich südlich des L-förmigen Gebäudes. Entsprechend der Gruppenstruktur im Gebäude ist er unterteilt in eine kleinere U3-Zone im Westen und einen großzügigen Hauptgarten für Kinder über drei Jahre. Neun Bäume, zahlreiche Sträucher und modellierte Erdhügel strukturieren die Fläche. Offene Spielbereiche wie die Spielwiese im Osten wechseln sich mit geschützten Rückzugsorten ab, etwa einer dicht bepflanzten Grundstücksecke mit Weidentunnel. Beide Gartenbereiche verfügen über großzügige, mit Findlingen eingefasste Sandspielflächen. Im U3-Bereich stehen ein Kombispielgerät sowie eine Mini-Nestschaukel zur Verfügung. Der Hauptgarten bietet neben einer Vogelnestschaukel auch eine Doppelschaukel (aus dem bisherigen Bestand übernommen), ein Doppelreck sowie eine Edelstahl-Hangrutsche auf einem Spielhügel. Die neu installierten Geräte bestehen aus Robinienholz des Herstellers Proludic.
Das Gebäude wurde als Systembau aus 70 vorgefertigten und teilausgebauten Stahlrahmen-Modulen mit insgesamt 1.098 Quadratmetern Fläche (inklusive überdachter Terrasse) errichtet und mit einer gedämmten Holzfassade verkleidet. Es erfüllt den Energieeffizienzstandard 55. Beheizt wird das Gebäude über eine Solewärmepumpe in Kombination mit Niedrigenergieheizkörpern mit Lüftern.
Eine durchgängige Terrasse entlang der Südfassade erweitert die Spielfläche; im Zentrum öffnet sie sich zu einer rund 70 Quadratmeter großen Platzfläche. Für Beschattung sorgen Ampelschirme, Sonnensegel sowie künftig auch Bäume, kündigte Zeno Bouillon, Leiter des Gartenbauamtes, an. Das Gelände ist mit einem 1,20 Meter hohen Stabgitterzaun eingefasst und verfügt über mehrere Zugänge, unter anderem über den Asternweg und in Richtung Parkplatz des TV Wetzgau, einem engen Kooperationspartner der Einrichtung. Im Südosten befinden sich zudem eine Gartenhütte, überdachte Stellflächen für Spielfahrzeuge sowie ein gut zugänglicher Müllstellplatz.
Ein Projekt dieser Größenordnung gelingt nur durch das Zusammenwirken vieler Akteure. Ein besonderer Dank gilt der Einrichtungsleitung Frau Weseloh und ihrem gesamten Team, die den Umzug und die Planungen mit großem Engagement begleitet haben. Ebenso danken wir den Eltern für ihre Unterstützung.
Die bauliche Umsetzung erfolgte durch zahlreiche engagierte Unternehmen:
Rohbauarbeiten: Irdenkauf Bau GmbH & Co. KG, Systemhersteller Module: Grinbold-Jodag GmbH, Holzfassade und Vordach: Kielwein Holzbau GmbH, Dachabdichtung: Teichtinger Bedachungen GmbH, Heizung und Flaschnerarbeiten: Daul Haustechnik und Flaschnerei, Außenanlagen: Gerhard Mayer Garten Landschaftsbau.
An der Planung beteiligt waren das Amt für Gebäudewirtschaft, die Ingenieurgesellschaft Hetzel & Co. KG e.V. (Sanitär/Heizung), die Mehne Bauphysik Ingenieurgesellschaft mbH, die Köhler und Graupner Bauingenieurgesellschaft mbH, das Ingenieurbüro Dr.-Ing. Hottmann - Ingenieurbüro für Tragwerksplanung, das Stadtmessungsamt sowie Geotechnik Aalen.
Ein herzlicher Dank galt zudem dem katholischen Kindergartenverbund sowie dem Katholischen Verwaltungszentrum mit Klaus Knödler, Nicole Kälin und Leonie Kolb, ebenso der Kirchengemeinde und dem Kirchengemeinderat.
Das neue Gebäude soll den Kindern und dem Kindergartenteam viel Freude bereiten. Das neue Kinder- und Familienzentrum St. Koloman wird ein lebendiger Ort zum Lachen und Lernen.