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26. Januar 2026
Einladung zur Gedenkveranstaltung
Schwäbisch Gmünd (sv). Am Dienstag, 27. Januar, 18.30 Uhr, begeht die Stadt Schwäbisch Gmünd anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Oberbürgermeister Richard Arnold lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenkens stehen die Opfergruppen der sogenannten „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“. Diese Menschen wurden erst am 13. Februar 2020 vom Deutschen Bundestag offiziell als NS-Opfer anerkannt und fanden bislang – auch in Schwäbisch Gmünd – nur wenig Beachtung im öffentlichen Erinnern. Verfolgt wurden vor allem Arme, Obdachlose und Suchtkranke. Der Begriff „asozial“ war dabei bewusst unbestimmt und diente den Nationalsozialisten als willkürliches Instrument zur Ausgrenzung und Verfolgung missliebiger Personen, unter anderem auch politischer Gegner. In einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung der Stadt Schwäbisch Gmünd und der Volkshochschule Schwäbisch Gmünd wird diese Opfergruppe in den Fokus gerückt.
Nach einer gemeinsamen Gedenkminute und Kranzniederlegung an der Gedenktafel für die NS-Opfer in der Bocksgasse begeben sich die Teilnehmenden in die Theaterwerkstatt. Dort bringt der Autor und Schauspieler Harald Hahn das Thema in einer szenischen Darstellung eindrucksvoll auf die Bühne. In einem sehr persönlichen Erzähltheater tritt er in einen imaginären Dialog mit seinem verstorbenen Großvater Anton Knödler, der als Häftling im KZ Buchenwald inhaftiert war. Die Monologe thematisieren Familiengeheimnisse, Scham und die Erfahrungen der Haft. Ausgehend davon wechselt Hahn zwischen verschiedenen Rollen – vom SS-Mann bis hin zu seinem kindlichen Ich. Ein schwäbischer Hausmeister kommentiert das Geschehen und schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit, Schauspiel und Gegenwart. Die Inszenierung versteht sich nicht als reine Darstellung, sondern als Einladung zur Auseinandersetzung. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch statt.
Ablauf der Veranstaltung:
Dienstag, 27. Januar 2026, 18.30 Uhr
Treffpunkt: Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus, Südfassade der Galerie im Prediger (Bocksgasse)
Anschließend: gemeinsamer Gang zur Theaterwerkstatt.