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21. Juni 2019
Gmünder ART - Kunst und Kultur erobern die Stadt!
Schwäbisch Gmünd (sv) - Schwäbisch Gmünd im Ausnahmezustand: Die sechste „Gmünder ART“ lädt am 28. und 29. Juni zum Schauen, Lauschen und Staunen in den Remspark und die Innenstadt ein. Gmünder Kunstschaffende präsentieren bei überwiegend freiem Eintritt (Ausnahme: Remspark-Bühne) ihr enormes Spektrum und bespielen Plätze, Straßen und besondere Räume vom historischen Zentrum über den Remspark bis zum Kulturbetrieb „Zappa“ in der Weststadt. Dabei treten einige Künstler in den genreübergreifenden Dialog mit Kolleginnen und Kollegen und schaffen somit neue Synergien, die den Festivalgästen einmalige und kostbare Momente schenken. Die Bandbreite reicht von Bildender Kunst über Musikshows, Crossover-Projekte und Tanz bis zur Lesung und zum Straßentheater. Oberbürgermeister Richard Arnold eröffnet die „Gmünder ART“ am Freitag, 28. Juni, um 20 Uhr auf der Remspark-Bühne.
Kunst für alle!
Über 30 Gmünder Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Ideen: In der Innenstadt gestaltet Oliver Krieger ein Pop-up-Schaufenster („objects of desire“), Kunstraum Sonnentag Architektur baut einen „Spielplatz in der Box“, Gerd Martin Wahl platziert einen „Kunstpiesacker“, Waltraud Pfitzer-Stütz zeigt ihr Werk „Der Obdachlose“ und Maria Rau skizziert kunstvoll die „Gmünder ART“. Rund um den Fünfknopfturm versammeln sich Bodo Huber („Klopf, klopf“), Johanna Mangold („Kunst im Turm“) und Reiner Schmid („Relief und Gestenstudio III“). Am Josefsbach gibt es Bodypainting-Performances von und mit Amyna E. Wolf und Gästen sowie die Präsentation „Farbe im Würfel“ vom „Kunst-Atelier 7“. Beim Forum Gold und Silber lassen Ragnhild Becker und Gunar Seitz die Rems mit visuellen, musikalischen und tänzerischen Ausdrucksmitteln als einen Fluss in Aktion erleben, und Jens Grundschock stellt dem Betrachter mit seiner Installation die Frage: Wo verorte ich mich? Zwischen Forum und Stadtgarten betreiben acht Mitglieder des Kunstzentrums UNIKOM gemeinsam die „Außenstation des Büros für interstellare Zusammenarbeit“: das CUBICOM – mit Malerei, Film, Fotografie, Text, Theater, Skulptur, Collage und Installationen von Don Cutter („Der Halm“), Vreni Krieger („Cut!“), Hubert Minsch („Bild kotzt Rahmen“), Stanislaus Müller-Härlin („Unendlich schöne Aussichten“), Jasmin Riedinger („Logos Lotos go home“), Christian Schott („Vegane Bilder im Unterholz“), Uli Stephan („Im Phloom“) und Marlis Ulrich („Kunstpflanze Baerlapp“). Kreta K bespannt Kistenelemente und schafft aus ihnen ein Außen und Innen („T20“), Martina Ebel ist mit ihrer multimateriellen Skulptur „Zostar“ vertreten, die mit den Blickwinkeln des Betrachters spielt, und Wilhelm Schall lädt ein zur Selbstreflexion über die Fragen „Wer bin ich? Wo komme ich her und wo möchte ich hin?“. Das Publikum darf sich darüber hinaus auf ein einzigartiges Konzert mit Chris Kaiser und Susan Weinert auf der Remspark-Bühne freuen („SandArt for Susan“). Im Kulturbetrieb „Zappa“ ist das Sandlabor des Vereins „Sandtogether“ geöffnet und die interaktive Video-Installation „Laser Non Laser“ zu erleben. Aurèle Mechler und Robert Hühn verwandeln einen Teil der Schallschutzwand an der B29 in eine „Kunstschutzmauer“, und Alexander Wahl entwickelt aus Bildfragmenten neue Bilderwelten („Live-Visual-Art“). Zahlreiche Ausstellungen in der Innenstadt ergänzen das Portfolio des Festivals.
Kultur für alle!
Die Programmvielfalt der „Gmünder ART“ 2019 lässt keine Wünsche offen – und wem doch noch ein Wunsch einfällt, kann diesen Prinz Shmookshtyk stecken. Er ist an beiden Tagen ab 18 Uhr mit seiner „3radDisko“ in der Innenstadt unterwegs. Am Freitag, 28. Juni, um 20 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Richard Arnold die Gmünder ART auf der Remspark-Bühne – mit den Karren Foster Dancers, Chris Kaiser am Sandtisch, der europaweit gefeierten Jazz-Gitarristin Susan Weinert und ihrem „Susan Weinert Rainbow Trio“. Musik der 20er-Jahre vom Feinsten bietet Eve Lerchle mit ihrem charmanten Salonorchester, und Cosmo Klein & The Phunkguerilla rocken am Samstagabend die Remspark-Bühne. Nach dem großen Erfolg bei der Gmünder ART 2017 wiederholt Gerburg Maria Müller ihr Projekt „Hotel Babylon“ – in einer Jurte im Remspark, die Theatertruppe „Mumpitz dell’Arte“ überrascht mit Impro- und Straßentheater im CUBICOM (Remspark) und „Der dialogfähige Stuhl“ vereint Sprachkultur und Wortklang zu einer Guerilla-Literature-Experience (Remspark und Innenstadt). Ebenfalls im Remspark sind am Samstag ab 19 Uhr die „Karren Foster Dancers“ unterwegs. Ein neuer Spielort konnte mit dem Auditorium der Hochschule für Gestaltung (HfG) gewonnen werden: Zwischen Remspark und Bahnhof bietet die neue Location einen spannenden Raum für spannende Projekte: Edmund Elsässer und Axel Nagel lassen „Musik aus dem Äther“ erklingen, in seiner Short-cut-Tanzperformance „iSCHta“ greift das Tanzkollektiv „weAVe“ ein Tabu-Thema auf, und Superdrummer Simone Prattico spielt mit seinem Trio in Traumbesetzung – ein absolutes Muss für Jazz-Fans!
Musik aller Stilrichtungen gibt es auch im Buhlgässle: „Nashville Blue“ machen mit „Authentic Bluegrass“ den Auftakt. Im Anschluss begeistert Andreas Kümmerle mit seiner Band („Jazz Hits Folk“), und „The Renates“ präsentiert gute Musik für gute Laune. Am Samstag steht Eigenes und Angeeignetes mit Katrin Sabath-Härlin und Richard Buchner auf dem Programm, mit serbisch-persischem Pop bringt „Süschiant“ neue Weltmusik auf die Bühne, und die Pianistin Natalia Brokop hat eigene Arrangements für elektrische Violine, Gesang und Piano im Gepäck („Resonanz 2019“). Den Samstagabend im Buhlgässle beschließt „Q.ba“ mit Musik zwischen afrikanischen Wurzeln und Klängen aus aller Welt. Nicht weniger musikalisch unterwegs ist „Der Jazzbus“ am Samstag ab 16 Uhr auf dem Marktplatz und in der Ledergasse („StreetJazz unplugged“). Im Spitalhof liest der Gmünder Autorenkreis – passend zur Remstal Gartenschau – eigene Texte, und im Café Exlibris gibt sich der Literarische Kreis ’99 mit Kaspar Abele an der Drehorgel ein Stelldichein. Als Stationentheater zeigt das Projekt „Kids Art 2019“ unter Beteiligung von Schülerinnen und Schülern der Schiller-Realschule, des Scheffold-Gymnasiums, der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule und der Jugendkunstschule die aufregende Geschichte von „Momo“, und die „Crazy Ladies“ sorgen im Café Spielplatz zu Werken von Karl-Ulrich Nuss für beste Laune. In der Galerie im Kornhaus sind die Plätze für das Theaterstück „NippleJesus“ von Nick Hornby begrenzt – es wird empfohlen, sich für die Vorstellung der Württembergischen Landesbühne Esslingen um 22.30 Uhr vorab Einlasskarten zu sichern. Beste Beats und neueste Sounds gibt es auch im Kulturbetrieb „Zappa“ in der Stuttgarter Straße: „Else singt Fundamentales“ – eigene Musik groovt elektrisch und platonisch herum, und das Simone Prattico Trio lädt zum „JazzJamOpener“. Am Samstag startet das Desterronics Stuttgart Orchestra durch mit Live Electronic Music – ein Experimentierfeld und Melting Pot für Producer Nerds. Die „Gmünder ART“ verabschiedet sich mit einem großen Finale im Kulturbetrieb „Zappa“ am Samstag ab 24 Uhr – feinstens bestückt, mit phatten und abwechslungsreichen DJ-Club-Sounds: Kein Geringerer als DJ-Legende Rainer Trüby gibt sich die Ehre für den Start in die Aftershow-Clubnacht.
Informationen: www.schwaebisch-gmuend.de