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5. April 2022
Gmünderin in Algerien mit Staufermedaille ausgezeichnet
Schwäbisch Gmünd (sv). Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat der aus Schwäbisch Gmünd stammenden Schwester Elisabeth Herkommer die Staufermedaille verliehen und sie auf diese Weise als Botschafterin unseres Landes geehrt. Damit würdigte er ihren jahrzehntelangen Einsatz in Algerien für arme und Not leidende Menschen und ihre herausragende Hilfe zur Selbsthilfe. Denn durch die Berufsausbildung in dem von ihr in den kabylischen Bergen gegründeten Textilzentrum für Konfektion und Berberkunst ermöglicht sie einheimischen Mädchen und Frauen ein selbstbestimmtes Leben. Wegen der Pandemie konnte Schwester Elisabeth seit 2019 ihren jährlichen Heimaturlaub nicht mehr antreten. Daher überreichte ihr in Algier Elisabeth Wolbers, die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, im Auftrag des Ministerpräsidenten und in Anwesenheit des apostolischen Nuntius und des Erzbischofs von Algier die Staufermedaille. Die Botschafterin rühmte das langjährige soziale Engagement, die tätige Nächstenliebe und den interreligiösen Einsatz von Elisabeth Herkommer, die 1958 in Trier in die Gemeinschaft der Schwestern Unserer lieben Frau von Afrika eingetreten war und seit 50 Jahren in Algerien lebt, wo sie auch während des dunklen Jahrzehnts des Bürgerkrieges ausharrte. Eingeladen zu dieser Feierstunde waren auch die afrikanischen Mitschwester und Missionare sowie die muslimischen Freunde und Nachbarn von Schwester Elisabeth. Oberbürgermeister Richard Arnold gratulierte ihr in seinem Glückwunschschreiben ganz persönlich sowie im Namen des Gemeinderats und der Bürgerschaft zu dieser hohen Auszeichnung.