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8. April 2024
Sammlungsaufruf zur LSBTQ*-Geschichte
Schwäbisch Gmünd (sv). LSBTQ* steht als Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, transgeschlechtliche und queere Menschen – eine Personengruppe, die in der Geschichtsschreibung kaum auftaucht und oft unsichtbar bleibt. Für sie hat die Stadt Schwäbisch Gmünd das Projekt „Einhorn sucht Regenbogen – Queer in Schwäbisch Gmünd“ ins Leben gerufen, das die lokale Geschichte von LSBTQ* vom Mittelalter bis zur Gegenwart erforschen soll. Damit dies gelingt, werden Quellen zur Unterdrückung und Verfolgung, zu Freundschaften, Beziehungsmodellen und Lebenswelten sowie zum Kampf um gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe von LSBTQ* gesucht. Im Rahmen des Projekts ist auch eine Ausstellung zum Thema geplant, die ab Mai 2025 im Museum im Prediger stattfinden soll.
In vielen Kellern und auf Dachböden können sie verborgen sein: private Unterlagen und Gegenstände zu LSBTQ* in Schwäbisch Gmünd. Ohne diese erfahren wir nur wenig über die Lebenswege von Personen, die den Behörden nicht auffielen oder die den Behörden eben nicht auffallen wollten. Wer also Briefe, Fotografien, persönliche Erinnerungsstücke und Tagebücher oder Alltagsgegenstände, Flyer, Flugblätter, Plakate, Aufkleber, Eintrittskarten, Einladungen, Transparente und Fahnen beisteuern möchte, kann sich mit unseren Kontaktpersonen in Verbindung setzen.
Wer dementsprechend ein Familienalbum mit einem „blinden Fleck“ besitzt oder ein Familienmitglied, über das fast nichts (mehr) bekannt ist und über das man nur hinter vorgehaltener Hand sprach: nicht nur dann ist die Schenkung und der persönliche Beitrag zur queeren Geschichte Stadt Schwäbisch Gmünd und Region hoch willkommen. So soll die Geschichte der Lesben-, Schwulen-, Bi-, Trans- und Queer-Communitys sichtbar gemacht und als Teil der Stadtgeschichte und Erinnerungskultur bewahrt werden.
Bürgerinnen und Bürger, die etwas zum Projekt beitragen möchte, können sich bei folgenden Kontaktpersonen melden:
Jennifer Adami, Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd, 07171/603-4154, jennifer.adami@schwaebisch-gmuend.de
Dr. Martin Weinzettl, Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, 07171/603-4126, martin.weinzettl@schwaebisch-gmuend.de
Der Aufruf wird gestartet von Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd, Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd, Beauftragte für Chancengleichheit der Stadt Schwäbisch Gmünd sowie Gmünder Volkshochschule.
Bildunterschrift von links: Oberbürgermeister Richard Arnold, Jennifer Adami, Restauratorin im Schwäbisch Gmünder Stadtarchiv, Dr. Niklas Konzen, Stadtarchivar, Arnd Kolb, Projektleiter Geschichtswerkstatt "Einhorn sucht Regenbogen", Elke Herr, Beauftragte für Chancengleichheit der Stadt Schwäbisch Gmünd, Dr. Martin Weinzettl, Museum im Prediger und Ingrid Hofmann, Leiterin der Schwäbisch Gmünder Volkshochschule.