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17. Juni 2008
Kommunaler Jugendplan Lösungswerkstatt
Ein erstes konkretes Ergebnis des Jugendforums am 18.04.2008, das im Rahmen des kommunalen Jugendplans durchgeführt wurde, war die Durchführung einer so genannten Lösungswerkstatt
Schwäbisch Gmünd (sv) Ein erstes konkretes Ergebnis des Jugendforums am 18.04.2008, das im Rahmen des kommunalen Jugendplans durchgeführt wurde, war die Durchführung einer so genannten Lösungswerkstatt. Engagierte Gmünder Jugendliche hatten beim Forum ihre Probleme artikuliert und dringend um eine Lösung gebeten. Vermisst wurden fehlende Örtlichkeiten im Freien, an denen sich Jugendliche in der Freizeit treffen und unbehelligt aufhalten können.
Auch Bier trinken oder lautstärkere Unterhaltungen sollten keine Anlässe zur Kritik liefern.
Als besonders beliebter Treffpunkt war der Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd benannt worden.
Auf Veranlassung von Oberbürgermeister Wolfgang Leidig, setzte man sich am 05.06.2008 im Gmünder Jugendhaus zu-sammen.
Bei dieser Lösungswerkstatt waren beteiligt: Die Jugendli-chen, Polizei und Ordnungskräfte, Jugendgemeindrat und die Vertreterinnen und Vertreter der offenen Jugendarbeit.
Prof. Dr. Andreas Strunk war bereits im vergangenen Jahr von der Stadtverwaltung beauftragt worden, einen kommunalen Jugendplan für Schwäbisch Gmünd zu erstellen und auch für die Durchführung der Lösungswerkstatt zuständig.
Nachdem er die Anwesenden begrüßt und die Problematik umrissen hatte, beschäftigten sich die drei Gruppen erstmal getrennt von einander mit ihrer eigenen Sicht der Dinge und formulierten, jeder für sich, eine Lösung. Anschließend wurde diese im Plenum vorgetragen.
Nachdem jeder der Anwesenden die verschiedenen Lö-sungsideen gehört hatte, ging es in gemischten Gruppen im nächsten Schritt darum, Hindernisse bei deren Umsetzung herauszuarbeiten. Anschließend wurde im Plenum darüber nachgedacht welche Schritte als nächstes zu unternehmen sind. Den Abschluss bildete eine Vereinbarung zwischen den Beteiligten.
Motiviert ging es von Anfang an zur Sache. Lösungen waren für alle drei Gruppen schnell gefunden. Die Einigung auf eine gemeinsame Lösung gestaltete sich dagegen anfangs schwie-rig.
Während die Jugendarbeit für ihren Bereich eine unauf-dringliche Betreuung vor Ort bevorzugte, sehen Polizei und Ordnungskräfte dies bereits in Ansätzen durch ihr Vorgehen umgesetzt.
Alle waren sich einig, dass zukünftig mehr Kommunikation und Abstimmung im Vorfeld stattfinden muss und bei der Su-che nach einer Lösung alle Beteiligten miteinbezogen werden sollen.
Nach teilweise heftigen, aber sachlichen Diskussionen, fand man am Ende doch einen versöhnlichen Abschluss. Besonders erfreulich war, dass die Jugendlichen über erste positive Erfah-rungen mit den neuen Ordnungshütern der Stadtverwaltung, dem kommunalen Ordnungsdienst berichten konnten. Auch diese berichteten positiv über das Verhalten der Jugendlichen im Stadtgarten. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse zeigte sich zuversichtlich überrascht angesichts dieser Entwicklung bzw. dieses Lösungsansatzes und versprach, weiter an der Sache dran zu bleiben. Im September, also kurz nach den Sommerfe-rien, will man sich wieder mit allen Beteiligten zusammensetz-ten und erneut über die Situation im Stadtgarten sprechen.
BM Bläse gab der Hoffnung Ausdruck, dass aufgrund der Tat-sache, dass sich die Situation bereits verbessert und sowohl Ordnungskräfte als auch Jugendliche gut miteinander auskä-men, das Problem zukünftig nicht mehr in diesem Umfang bestehen wird.
Insgesamt betrachtet war die Lösungswerkstatt ein voller Er-folg und ein hoffnungsvoller Ansatz. Noch zuvor hat eine derart enge Zusammenarbeit zwischen Jugendarbeit, Jugendlichen und Polizei und Ordnungsbehörde bei der Suche nach einer Lösung stattgefunden. Es bleibt zu Hoffen, dass dies künftig ein fester Bestandteil der kommunalen Jugendarbeit wird.