Bild Emanuel Leutze 3

Museum im Prediger Das Schöne zeigt die kleinste Dauer – Ausstellung zur Düsseldorfer Malerschule endet mit Führung

„Das Schöne zeigt die kleinste Dauer“ – so schrieb der Schriftsteller Heimito von Doderer. Und so lobt ein Besucher die Ausstellung mit Werken der Düsseldorfer Malerschule im Museum im Prediger. Aber: am Ostermontag, 13. April, endet die viel bewunderte Präsentation

Schwäbisch Gmünd (sv) – „Das Schöne zeigt die kleinste Dauer“ – so schrieb der Schriftsteller Heimito von Doderer. Und so lobt ein Besucher die Ausstellung mit Werken der Düsseldorfer Malerschule im Museum im Prediger. Aber: am Ostermontag, 13. April, endet die viel bewunderte Präsentation. Zum Abschluss gibt es um 15 Uhr eine letzte Führung, zu der Familien ganz besonders eingeladen sind. Während Dr. Monika Boosen sachkundig die Erwachsenen begleitet, entdeckt Milena Holzwarth mit Kindern die Ausstellung – und nicht nur das: Die Kinder können ihre Kreativität beim Malen auch selbst ausleben. Doch das ist noch nicht alles, denn für die Führung bezahlen die Eltern nur einmal den Erwachseneneintritt (3,50 Euro); Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) haben zudem freien Eintritt.
Carl Friedrich Lessing, Andreas und Oswald Achenbach, Ludwig Knaus und Emanuel Gottlieb Leutze – sie waren Mitte des 19. Jahrhunderts die Malerstars. Von allen besitzt das Museum im Prediger mehr als 70 Werke: Gemälde, grafische Arbeiten, Skizzenbücher und Briefe. Unter dem Titel „Schätze der Sammlung“ zeigt das Museum im Prediger erstmals alle Arbeiten, die es von diesen Künstlern hat – darunter der weltweit größte Werkbestand von Emanuel Gottlieb Leutze. Zu diesem gehört auch ein Stahlstich seines wohl berühmtestes Gemäldes: „Washington Crossing the Delaware“.
Die Historienbilder Leutzes, der 1816 in Schwäbisch Gmünd geboren wird und 1868 in Washington verstirbt, gelten als Ikonen des amerikanischen Nationalbewusstseins. Als Neunjähriger kommt er mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten, wo er in Philadelphia Kunst studiert. Geprägt wird sein künstlerischer Werdegang von seinen Düsseldorfer Jahren 1841-1858. In dieser Zeit ist er Schüler von C. F. Lessing, Hauptinitiator für die Gründung des Künstler-Vereins Malkasten sowie der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft. Bis 1855 entsteht eine Serie von Szenen aus dem Leben des Columbus; sie bildet die Grundlage für seine Historiengemälde zur amerikanischen Geschichte, die ihn in den Vereinigten Staaten zu einem gefeierten Künstler machen. Sein breitgefächertes Werk umfasst Historienbilder, Porträts, Genreszenen und Landschaftsdarstellungen. Wie keine andere Künstlerpersönlichkeit seiner Zeit vereint seine Malerei auf ideale Weise die Besonderheiten der amerikanischen Malerei mit den Vorzügen der Düsseldorfer Malerschule. Leutze war zu Lebzeiten äußerst produktiv und hinterließ mehr als 300 Gemälde. Sie finden sich heute in herausragenden Museums-Sammlungen weltweit, u. a. in Washington, New York, Philadelphia, Los Angeles, Berkeley, Brooklyn, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Karlsruhe und Stuttgart.

Öffnungszeiten über die Osterfeiertage
Die Ausstellung ist an Gründonnerstag (9. April) von 14-19 Uhr, an Ostersonntag und -montag (12./13. April) von 11-17 Uhr geöffnet. An Karfreitag (10. April) ist geschlossen.

Informationen
Museum und Galerie im Prediger, Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd, Telefon 07171 603-4130, www.museum-galerie-fabrik.de

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