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Rathaus-Soirée zur „Zivilcourage“ mit Bischöfin Breit-Keßler

Die Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler ist am Montag, 29. Novermber um 19.30 Uhr zu Gast bei der Soirée im Rathaus im großen Sitzungssaal zum Thema „Zivilcourage“

Schwäbisch Gmünd (sv). Die Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler ist am Montag, 29. November um 19.30 Uhr zu Gast bei der Soirée im Rathaus im großen Sitzungssaal zum Thema „Zivilcourage“.
„Wir haben Angst, wenn wir angegriffen werden oder sehen, dass andere bedroht sind. Das ist ganz normal - weil Gewalt nicht normal ist,“ erläutert die in Heidenheim geborene Bischöfin mit Blick auf das spannende und aktuelle Thema und führt weiter aus: „Wer Angst hat, ist gescheit. Anst zeigt auf die Gefahr, die lauert. Es gilt, gut zu überlegen und vernünftig zu entscheiden. Und dennoch: Zivilcourage ist Herzenssache. Sie kommt direkt aus der Dankbarkeit für das Leben. Für unser Leben und das anderer. Dieses Leben ist unendlich kostbar und uns allen miteinander anvertraut. Wir tragen Verantwortung dafür. Gemeinsam, Füreinander und Miteinander.“
Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler studierte Germanistik, Alte Geschichte und evangelische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, bevor sie eine journalistische Ausbildung bei der Süddeutschen Zeitung und dem Bayerischen Rundfunk absolvierte. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit für mehrere große Printmedien war sie ab 1988 unter anderem Rundfunkpredigerin beim Bayerischen Rundfunk und Sprecherin für das „Wort am Sonntag“ der ARD. 1994 wechselte Susanne Breit-Keßler in das Landeskirchenamt und übernahm dort die Verantwortung für die Publikationen der Kirchenleitung. 1997 wurde sie Chefredakteurin der Monatszeitschrift „Nachrichten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern“.
Im November wurde sie zur Oberkirchenrätin und Regionalbischöfin für München und Oberbayern ernannt und steht seint dem 1. März 2001 an der Spitze des Kirchenkreises, der zwölf Dekanats- und Prodekanatsbezirke mit 149 Kirchengemeinden und über 540 000 evangelische Christen umfasst. Im Januar dieses Jahres wurde sie in ihrem Amt für weitere zehn Jahre bestätigt. Sie ist Vorsitzende des Seelsorgeausschusses der Vereinigten Evangelischen-Lutherischen Kirche in Deutschland und Mitglied der Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung.
1989 erhielt Susanne Breit-Keßler den Wilhelm-Sebastian-Schmerl-Preis für ihre journalistische Arbeit; 2005 erhielt sie von Ministerpräsident Edmund Stoiber in Anerkennung ihres Engagements das Bundesverdienstkreuz. 2007 wurde ihr zudem der Bayerische Verdienstorden verliehen. Als „Brückenbauerin zwischen Kirche und Gesellschaft“ erhielt sie 2009 von Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber.
Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat sich seit mehreren Jahren aktiv - nicht nur im Rahmen der „Aktion Sichere Stadt“ - intensiv der Prävention angenommen. Oberbürgermeister will mit der Soirée am Montagabend diese Arbeit auch den Zuhörerinnen und Zuhörern vermitteln und das Thema „Zivilcourage“ stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Beachtung rücken. Eingeladen sind zur Veranstaltung, an die sich auch eine Diskussion anschließt, ab 19.30 Uhr im Großen Sitzungssaal im Rathaus alle Bürgerinnen und Bürger.

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