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9. Mai 2012
Ausstellung von Hans Kloss „Schwäbisch Gmünder Epos – Stadtgeschichte in Bildern“ ab 13 Mai in der Grät
Die Ausstellung von Hans Kloss „Schwäbisch Gmünder Epos – Stadtgeschichte in Bildern“ wird am Sonntag, den 13. Mai, um 17.30 Uhr in der Johanniskirche eröffnet. Zur Eröffnung sprechen Oberbürgermeister Richard Arnold, Münsterpfarrer Robert Kloker und Hans Kloss. Harald Immig gestaltet die Eröffnung musikalisch. Im Anschluss an die Eröffnung gibt es in der „Grät“, Marktplatz 7, einen Empfang
Schwäbisch Gmünd (sv). Die Ausstellung von Hans Kloss „Schwäbisch Gmünder Epos – Stadtgeschichte in Bildern“ wird am Sonntag, den 13. Mai, um 17.30 Uhr in der Johanniskirche eröffnet. Zur Eröffnung sprechen Oberbürgermeister Richard Arnold, Münsterpfarrer Robert Kloker und Hans Kloss. Harald Immig gestaltet die Eröffnung musikalisch. Im Anschluss an die Eröffnung gibt es in der „Grät“, Marktplatz 7, einen Empfang.
Nach dem monumentalen Staufer-Rundbild im Kapitelsaal des Klosters Lorch, das Hans Kloss zum Gründungsjubiläum des ehemaligen Hausklosters der Staufer 2002 fertig gestellt hat, ist in den Jahren 2009 bis 2012 im Atelier des Künstlers ein weiteres gigantisches Projekt gewachsen: Zum 850-jährigen Stadtjubiläum Gmünds schuf Hans Kloss das „Schwäbisch Gmünder Epos“. Dahinter verbirgt sich ein Zyklus 16 großformatiger Bilder, in denen Kloss die Geschichte Schwäbisch Gmünds wachruft. Der Maler spannt den Bogen über 1000 Jahre hinweg – von der Zeit Herzog Friedrichs I. bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. In einem lebendigen Kosmos äußerst dichter Bilder führt Kloss dem Betrachter die Verleihung der Stadtrechte unter dem Stauferkönig Konrad III. ebenso vor Augen wie den Bau des Heilig-Kreuz-Münsters oder die Fahrt der ersten Eisenbahn durch das Remstal. Jedes Motiv für sich genommen ein wahrer Sehgenuss.
Zur Ausstellung ist im Einhorn-Verlag eine Broschüre erschienen mit 36 Seiten, zum Preis von fünf Euro. Die Broschüre enthält alle 16 Bilder aus dem Zyklus als Farbabbildung, ergänzt durch die Vorzeichnungen zu den Gemälden und erläuternde Texte von Susanne Lange-Greve.
Mit Malerei Geschichten zur Geschichte zu erzählen – von diesem Anliegen hat sich Hans Kloss in der Ausgestaltung des Schwäbisch Gmünder Epos tragen lassen. Mit immenser Erzähl- und bestaunenswerter Detailfreude schlägt Hans Kloss eine Brücke in die älteste und jüngere Vergangenheit Gmünds. Weg- und Wendemarken der Geschichte der ältesten Stauferstadt werden ebenso höchst lebendig veranschaulicht wie alltägliche Begebenheiten. In seinem Schaffen greift Kloss zurück auf den Bildervorrat der vergangenen Zeit, zitiert ihn, aber verfremdet und überbietet ihn auch. Der Künstler fabuliert dabei nicht frei, sondern hält sich an die historischen Quellen, wobei er bei der Realisierung der Darstellung seine Phantasie spielen lässt.
Der 16-teilige Parforceritt durch die Stadtgeschichte beginnt mit der Gmünder Ringsage, die um den Bau der Johanniskirche in der Regierungszeit Friedrichs I. von Schwaben (um 1050-1105) rankt, und endet beim legendären Kunstmarkt 1968, mit dem die Künstler damals Maßstäbe für die Kunst in der Region gesetzt haben. Dazwischen huldigt die Stadt an Weihnachten 1266 dem letzten Stauferkönig Konradin vor der Johanniskirche, bevor der nach Italien zieht. Der Neubau des heutigen Heilig-Kreuz-Münsters unter Heinrich Parler rückt in den Blickpunkt. Die Schlacht von Waldstetten (1449) tobt. Das lebendige Treiben eines Straßenfestes im 16. Jahrhundert ist zu erleben. Die Niederschlagung der Täuferbewegung 1529 wird bezeugt. Barocker Glanz spiegelt eine Schlittenfahrt vor der Gmünder Stadtkulisse um 1170. Der Stolz des Gmünder Gold- und Silberhandwerks spricht aus dem Blick in eine Goldschmiedewerkstatt im 19. Jahrhundert. Und nicht zuletzt werden Reminiszenzen wach an das 1974 abgerissene Jugendstil-Hallenbad in der Klösterlestraße.
Weiter Informationen unter der Rufnummer: 07171/603-1015, Tel.: 07171/603-1029, stadtjubilaeum@schwaebisch-gmuend.de, www. schwäbisch Gmünd.de.