Finissage zur Ausstellung „birdcape 2“ im Rathaus: Künstler Jan-Hendrik Pelz übergibt der Stadt Schwäbisch Gmünd ein Gemälde

Mit „birdscape 2“ ist derzeit im Rathaus Schwäbisch Gmünd eine Ausstellung überschrieben, die über 30 fotorealistische Gemälde von Greifvögeln und Eulen des Stuttgarter Künstlers Jan-Hendrik Pelz zeigt. Die Werkschau ist ein Beitrag zum 850-jährigen Stadtjubiläum Gmünds und verweist auf die hohe kulturelle Bedeutung, welche die Falknerei im Mittelalter hatte

Schwäbisch Gmünd (sv). Mit „birdscape 2“ ist derzeit im Rathaus Schwäbisch Gmünd eine Ausstellung überschrieben, die über 30 fotorealistische Gemälde von Greifvögeln und Eulen des Stuttgarter Künstlers Jan-Hendrik Pelz zeigt. Die Werkschau ist ein Beitrag zum 850-jährigen Stadtjubiläum Gmünds und verweist auf die hohe kulturelle Bedeutung, welche die Falknerei im Mittelalter hatte. Am Freitag, 13. Juli, endet die Ausstellung mit einer Finissage. Im Rahmen dieser öffentlichen Schlussveranstaltung übergibt der Künstler der Stadt Schwäbisch ein Gemälde mit der Darstellung eines weißen Gerfalken. Die Übergabe des Gemäldes an Oberbürgermeister Richard Arnold erfolgt um 14 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses, Marktplatz 1.
Jan-Hendrik Pelz, 1984 in Filderstadt geboren, arbeitet seit über zehn Jahren in verschiedenen künstlerischen Disziplinen. Seit 2007 studiert er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, seit zwei Jahren bei den Professoren Christian Jankowski und Thomas Bechinger.
Die Falknerei, die Kunst mit Greifvögeln zu jagen, ist eine uralte Jagdart. Und Darstellung von Greifvögeln reicht zurück bis in die Zeit der frühen Hochkulturen. In Europa war es der Stauferkaiser Kaiser Friedrich II. (1194-1250), der die Falknerei zur Hochblüte brachte. Greifvögel waren im Mittelalter beliebte Gastgeschenke. Schon der dänische Königshof ließ sich in den Jahren von 1731 bis 1793 fast 5.000 Gerfalken aus Island liefern, um sie als diplomatische Geschenke an fast alle europäische Königshofe zu senden. In Russland gehörten alle Gerfalken ausschließlich dem Zaren und die Fallensteller, die im Auftrag des Zaren Gerfalken fingen, waren mit einem besonderen Erlass ausgestattet, der ihre Versorgung mit Nahrung und Unterkunft auf dem Weg in die Fanggebiete sicherstellte. Auch die russischen Zaren nutzten Gerfalken dabei regelmäßig als diplomatisches Geschenk: Boris Gudunow, der Großfürst von Russland, sandte Gerfalken beispielsweise an den Schah von Persien und den chinesischen Kaiser. Bis heute wird die Falknerei von ausgebildeten Falknern gehütet und gepflegt.

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