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Schädlich und unerwünscht" - Buchausstellung zur Bücherverbrennung 1933

Im Frühjahr 1933 fanden in zahlreichen deutschen Städten Bücherverbrennungen statt. Verbrannt wurden die Bücher linker, pazifistischer und jüdischer Schriftsteller

Schwäbisch Gmünd (sv). "Im Frühjahr 1933 fanden in zahlreichen deutschen Städten Bücherverbrennungen statt. Verbrannt wurden die Bücher linker, pazifistischer und jüdischer Schriftsteller. Ihre Werke passten nicht in das von den Nationalsozialisten propagierte Weltbild. Viele dieser Autoren wurden im Dritten Reich mit einem Berufsverbot belegt, viele wurden verfolgt und mussten emigrieren.

Die Gmünder Stadtbibliothek möchte mit ihrer Buchausstellung „ … dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“ an die Ereignisse vor achtzig Jahren erinnern. Der Titel der Ausstellung ist ein Zitat von Heinrich Heine, das sich im Rückblick als prophetisch erwiesen hat.

Erich Kästner, Erich Maria Remarque, Robert Musil, Berta von Suttner - die erste Frau an die der Friedensnobelpreis verliehen wurde - Heinrich Mann und Stefan Zweig sind nur einige der "verbrannten" Dichter und Dichterinnen, deren Werke als "schädlich und unerwünscht" gebrandmarkt wurden. Ihre Namen lesen sich wie ein "Who's who" der deutschen Literaturgeschichte.

Verbrannt wurden nicht nur politische Schriften, auch Bücher über Kunst oder wissenschaftliche Abhandlungen wurden "dem Feuer übergeben". Berühmtestes Beispiel ist die Relativitätstheorie von Albert Einstein. Und verbrannt wurden nicht nur die Bücher deutschsprachiger Autoren. Unter anderem wurden auch Schriften von Jack London, Herbert George Wells und Edgar Rice Burroughs, dem Erfinder des Tarzan, vernichtet.

Die Ausstellung wird ergänzt durch eine Assemblage des Gmünder Künstlers Alfons Glocker.

Zu sehen ist die Buchausstellung aus eigenen Beständen von Dienstag, 23. April bis zum Samstag, 18. Mai im Erdgeschoss der Stadtbibliothek zu den üblichen Öffnungszeiten.

Bildunterschrift:
Albert Einstein (1879 - 1955). Seine Relativitätstheorie wurde von den Nationalsozialisten verbrannt.
Sigmund Freud (1856 – 1939). Seine „Traumdeutung“ fiel den Bücherverbrennungen zum Opfer.

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