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Gmünder Weg für alle

Der „Gmünder Weg für Flüchtlinge wird derzeit zum „Gmünder Weg für alle (Zuwanderer)“ weiterentwickelt

Schwäbisch Gmünd (sv). Kommunale Integrationsarbeit hat in Schwäbisch Gmünd eine lange Tradition und ist bereits seit 1984 in der Verwaltung fest verankert. Im Jahr 2008 wurde unter großer Bürgerbeteiligung ein Integrationskonzept entwickelt, welches die städtische Integrationspolitik erstmals strategisch ausrichtete und die Leitlinien der Integrationspolitik in Schwäbisch Gmünd bis heute festlegt. Im Jahr 2012 wurde mit dem Forschungspraxisprojekt „Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel“ der Schader-Stiftung eine erste externe Bewertung der Gmünder Integrationsarbeit vorgenommen und Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Integrationsprozesses ausgesprochen. Resultierend aus diesen Handlungsempfehlungen wurde der Gmünder Integrationsprozess stetig weiterentwickelt. Der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse unterstrich, dass vor allem die Bereiche Ehrenamt und Teilhabe am öffentlichen Leben immens wichtig für den Prozess sind. Dazu ist ein verlässlicher Partner notwendig, den die Stadt im Integrationsbeirat mit seinen Mitgliedsvereinen gefunden hat. „Fördern, fordern und zum Mitmachen auffordern“ ist die Aufgabe des Beirates, so der Sprecher, Fuad Koldzic. Auch Süheyla Torun vom Integrationsbeirat wünschte sich, dass nicht nur Daten von den Ankommenden aufgenommen werden, sondern dass diese bei der Integration begleitet werden und man voneinander lernt.

Der Gmünder Weg für Flüchtlinge war mit seinen fünf Stufen (Ankommen, Sprachförderung, Teilhabe, Bildung/Ausbildung/Arbeit, Wohnen) wegweisend für die erfolgreiche Betreuung, Begleitung und Förderung von Flüchtlingen. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen sowie den vielfältigen Anregungen des Integrationsbeirates der Stadt Schwäbisch Gmünd, wird, mit Blick auf die Entwicklung der Zuzüge nach Schwäbisch Gmünd, der „Gmünder Weg für Flüchtlinge“ derzeit zum „Gmünder Weg für alle (Zuwanderer)“ weiterentwickelt, denn die positiven Erfahrungen in diesen Bereichen sollen künftig auch bei allen Zuwanderern angewendet werden. Seit dem 1. Januar konnten 40 Personen verschiedener Nationalitäten bei der Integration unterstützt werden. Die Anliegen gehen über Anerkennung von Berufs- und Studienabschlüssen bis zu Vermittlung ins Ehrenamt. Über verschiedene Wege (Ausländeramt, Bürgerbüro, Wirtschaftsförderung und Sprachkursträger) gehen die Anfragen ein. Um die Arbeit innerhalb der Stadtverwaltung besser zu vernetzen und für Zuwanderer transparenter zu machen, wurde im November 2016 in der Anlaufstelle PFIFF (Projektstelle für Integration und für Flüchtlinge) eine Bürgersprechstunde für Flüchtlinge eingerichtet. Die Stabsstelle Integration mit Martina Häusler und dem Integrationsbeauftragten Hermann Gaugele bieten am Bahnhofplatz 8 „Bürgersprechstunden“ für Zuwanderer an. Diese finden montags und freitags jeweils von 9 bis 12.30 Uhr statt und bieten Orientierung und Hilfestellungen für Menschen, die in Schwäbisch Gmünd eine neue Heimat finden wollen, an. Termine können vereinbart werden unter der Rufnummer 07171/1819336 im PFIFF oder im Vorzimmer Integration unter der Rufnummer 07171/603-5011.

Bildunterschrift von links:
Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Fuad Koldzic und Süheyla Torun (Integrationsbeirat), Martina Häusler (Stabsstelle Integration), Hermann Gaugele (Integrationsbeauftragter Stadt Schwäbisch Gmünd).

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