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22. Juni 2026
Richtfest für das neue Dorfgemeinschaftshaus in Weiler in den Bergen
Schwäbisch Gmünd (sv). Mit dem Richtfest für das neue Dorfgemeinschaftshaus hat Weiler in den Bergen einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft gefeiert. Am Ortseingang des Schwäbisch Gmünder Stadtteils entsteht derzeit ein Gebäude, welches künftig weit mehr sein wird als nur ein Verwaltungs- oder Feuerwehrstandort. Es soll zum neuen Mittelpunkt des Dorflebens werden – ein Ort der Begegnung, des Ehrenamts, der Kultur und der kommunalen Demokratie.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr sowie den am Bau beteiligten Unternehmen kamen zum Richtfest zusammen. Im Mittelpunkt standen dabei jene Menschen, ohne die dieses Bauwerk nicht entstehen könnte: die Handwerkerinnen und Handwerker auf der Baustelle, die Planer, Architekten und Fachfirmen. Mit großem Fachwissen, Präzision und Engagement haben sie in den vergangenen Monaten aus einer Idee ein sichtbares Bauwerk geschaffen. Was einst als Vision begann, wächst nun Tag für Tag in die Höhe und lässt bereits heute erahnen, welch zentrale Rolle das neue Dorfgemeinschaftshaus künftig für das Dorfleben spielen wird.
Die Geschichte des Projekts reicht viele Jahre zurück. Bereits im Jahr 2016 wurde im Rahmen des Ortsentwicklungskonzepts gemeinsam mit der Bürgerschaft über die Zukunft Weilers nachgedacht. Aus Bürgerwerkstätten, Diskussionen und zahlreichen Gesprächen entstand die Idee eines zentralen Dorfgemeinschaftshauses, das unterschiedliche Funktionen vereinen und gleichzeitig die Identität des Ortes stärken soll.
Oberbürgermeister Richard Arnold erinnerte an diesen langen Weg. Ausgangspunkt seien die unzureichenden und nicht barrierefreien Räumlichkeiten des bisherigen Bezirksamts gewesen. Gemeinsam mit der VGW, der Ortsverwaltung und der Freiwilligen Feuerwehr sei schließlich ein Konzept entwickelt worden, das den Bedürfnissen des Dorfes gerecht werde.
„Die ganze Planung, zusammengefasst mit den Bedürfnissen der Bürgerschaft, ist nun im Rohbau sichtbar“, sagte Arnold. Von Beginn an sei klar gewesen, dass die Stadt ein Projekt dieser Größenordnung nicht alleine finanzieren könne. Erst durch die Unterstützung des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR), das rund 500.000 Euro Fördermittel bereitstellte, sowie durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten habe das Vorhaben realisiert werden können. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Für Celestino Piazza, Geschäftsführer der VGW, ist das Dorfgemeinschaftshaus ein besonderes Projekt. Die anspruchsvolle Hanglage, die geologischen Gegebenheiten und die hohen Anforderungen an die Barrierefreiheit hätten die Planungen geprägt. Entstehen werden auf drei Ebenen moderne Räumlichkeiten für die Feuerwehr, die Ortsverwaltung sowie die Vereine und die Bürgerschaft. Ein besonderes Highlight wird das Trauzimmer sein, das einen weiten Blick über die Landschaft der Schwäbischen Alb bietet.
Ortsvorsteher Christian Krieg stellte in seiner Ansprache die Bedeutung des Projekts für die Dorfgemeinschaft in den Mittelpunkt. „Die Identität eines Dorfes zeigt sich nicht in dem, was an Besitztümern auf dem Papier steht oder in Zahlen gemessen werden kann, sondern in dem, was seine Bürgerinnen und Bürger gemeinsam auf den Weg bringen und verwirklichen“, betonte er.
Das neue Dorfgemeinschaftshaus sei Ausdruck genau dieses gemeinsamen Handelns. Es stehe für die Zukunftsfähigkeit des Dorfes, für Zusammenhalt, Verantwortung und das Engagement vieler Menschen, welche über Jahre hinweg an der Verwirklichung gearbeitet hätten. Besonders würdigte Krieg die enge Zusammenarbeit mit seinem Vorgänger Bernhard Feifel.
„Ein Dorf lebt nicht von seiner Geschichte allein“, sagte Krieg. „Es lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln und gemeinsam Zukunft gestalten. Genau das haben wir in Weiler in den Bergen getan.“
Ein besonders emotionaler Moment des Richtfests war schließlich der traditionelle Richtspruch der Zimmerleute. Vom Dachstuhl herab sprachen sie von einem „Tag der Freude“ und von einem „offenen Haus für Groß und Klein“. Kaum ein Bild hätte besser beschreiben können, wofür dieses Gebäude künftig stehen soll: für Offenheit, Begegnung und Zusammenhalt.