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25. Mai 2022
Schwäbisch Gmünd startet Photovoltaik-Offensive
Schwäbisch Gmünd (sv). Den eigenen grünen Strom erzeugen und sich unabhängig von steigenden Energiekosten machen? Hauseigentümer können mit einer PV-Anlage ihre eigene Energiewende vorantreiben und dabei einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Heute können sich Hauseigentümer bereits über verschiedene Kanäle, wie beispielsweise über die Homepage der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), ihr PV-Potenzial ermitteln lassen. Schwäbisch Gmünd geht darüber hinaus und möchte mit der Weiterentwicklung des eigenen Solardachkatasters Interessenten neue Tools zur Konfiguration ihres PV-Potenzials bieten.
Bis 2035 möchte Schwäbisch Gmünd klimaneutral werden. Dieses Ziel steht im Fokus aller Aktivitäten, die Klimarelevanz haben. Damit strebt die Stadt die Klimaneutralität noch fünf Jahre vor dem Baden-Württembergischen Ziel bis 2040 an. Zum Erreichen dieses Ziels braucht es die Energiewende. Photovoltaik belegt mit einem Anteil von gut 14 Prozent den Spitzenplatz unter den Erneuerbaren in Baden-Württemberg. Vom Statistischem Landesamt Baden-Württemberg wird angenommen, dass grob geschätzt 80 Prozent der entstehenden Dachflächen grundsätzlich für eine Solarnutzung geeignet sind. Dies gilt auch für Dachflächen von Bestandsgebäuden. Für ihren Ausbau soll das bislang nur zu etwa elf Prozent genutzte Potenzial auf Dächern weiter erschlossen werden.
Schwäbisch Gmünd möchte diesem vorhandenen Potenzial auf kommunaler Ebene ebenfalls Rechnung tragen, nicht zuletzt um der Photovoltaikpflicht gemäß der Novellierung des Klimaschutzgesetztes nachzukommen. Die greenventory GmbH aus Freiburg wurde daher beauftragt, in Kooperation mit den Stadtwerken Gmünd, das zehn Jahre alte Solardachkataster der Stadt durch eine webbasierte, interaktive und kollaborative Software zu ersetzen.
Mit dem überarbeiteten Solardachkataster wird Hauseigentümern die Möglichkeit geboten, durch wenige Klicks das Potenzial ihres eigenen Hausdachs für Photovoltaikanlagen parzellenscharf abzufragen. Dies wird durch eine genaue Bewertung jedes Hausdaches und einer vorgeschlagenen Modulplatzierung ermöglicht. Durch die Eingabe des individuellen Strombedarfs können weitere Vorschläge für eine mögliche Modulanzahl- und Platzierung auf dem Dach konfiguriert werden. Somit wird genau dargestellt, wieviel Leistung entsprechend geliefert werden kann. Über einen weiteren Klick können die Interessenten ihre Kontaktdaten versenden und erhalten im Nachgang vom Amt für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung weitere Informationen hinsichtlich möglicher Beratungsangebote durch die Stadtwerke oder die Energiekompetenz Ostalb e.V.(EKO). Das Tool bietet somit gegenüber anderen Konfigurationsplattformen den Vorteil einer parzellenscharfen Ermittlung der Möglichkeiten und einem direkten Zugang zu weiteren Beratungsangeboten. Abrufbar ist das Angebot ab sofort unter https://www.gmuendfuermorgen.de/photovoltaik.html sowie über die städtische Homepage Schwäbisch Gmünd startet Photovoltaikoffensive und die Homepage der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd www.stwgd.de.