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3. November 2023
Skulpturen-Ensemble
Schwäbisch Gmünd (sv). Am Freitag, 3. November, eröffnete der Erste Bürgermeister Christian Baron den Pressetermin im Rathaus mit folgenden Worten: "Eckhart Dietz ist einer der großen und bekanntesten Künstler in Schwäbisch Gmünd. Er hat die Stadt außerordentlich mit seiner Kunst geprägt.
Der Bildhauer Eckhart Dietz (1933-2019) zählt zu den ganz großen Kunstschaffenden Schwäbisch Gmünds. Annähernd sechs Jahrzehnte prägte er mit seiner Arbeit und seinem Wirken in der Öffentlichkeit maßgeblich das kulturelle Leben der Stadt. Als künstlerisches Vermächtnis erhielt die Stadt 40 Skulpturen und 170 Zeichnungen. Um das Werk des Bildhauers entsprechend zu würdigen und dauerhaft sichtbar zu machen ist geplant, aus dem Schenkungsbestand ein Skulpturen-Ensemble auszuwählen und im öffentlichen Raum zu platzieren. Das Projekt soll 2024 im Zuge des zehnjährigen Jubiläums der Landesgartenschau realisiert und präsentiert werden. Vorgesehen sind zwei Standorte entlang des Josefsbachs beziehungsweise der Grabenallee. Den Auftakt soll ein solitäres Werk unweit des Forums Gold und Silber bilden. Im weiteren Verlauf der Grabenallee soll auf Höhe des Hauses Parlerstraße 30 eine Gruppe von Skulpturen besondere ästhetische Akzente setzen. Die feierliche Eröffnung der Werke ist für Freitag, den 19. April 2024, 18 Uhr, vorgesehen.
Den Nachlass verwaltet Valeria Waibel. Sie sagte: "Es freut mich sehr, dass die Stadt Schwäbisch Gmünd und insbesondere Oberbürgermeister Richard Arnold die Initiative für eine bleibende Präsenz von Werken von Eckhart Dietz im öffentlichen Raum ergriffen hat und dass im Rahmen des Gartenschau-Jubiläums im kommenden Jahr ein Skulpturenensemble in der Grabenallee zur Aufstellung kommt. Dankbar bin ich dabei auch für die Kooperation mit dem Museum, mit Dr. Max Tillmann und Joachim Haller, die sich eingehend mit den zur Verfügung stehenden Arbeiten und der Standortfrage auseinandergesetzt haben, ebenso mit dem Garten- und Friedhofsamt, das hierbei eine wesentliche Funktion übernimmt, aber auch dem Baubetriebsamt und der Touristik und Marketing GmbH.
Die Skulpturen, die für den Standort Grabenallee ausgewählt wurden, stammen tatsächlich aus einem Ensemble, das für die Ausstellung 2010 in der Galerie im Prediger in Schwäbisch Gmünd entstanden ist. Sie stellen in der einheitlichen Materialität, in der gestalterischen Konzeption und in Bezug auf das Format eine besondere Werkgruppe dar, die im Spätwerk des Künstlers auch essenziellen Charakter hat. Es tauchen Themen auf, die damals in der Arbeit eine wesentliche Rolle gespielt haben, so „In Schönheit gebogen“ oder „Mutter und Tochter“. Die inhaltlichen Leitgedanken verschmelzen dabei aber zugleich mit formalen Lösungen, die aus der langjährigen bildhauerischen Arbeit resultieren.
Dass die Mitteilung über die Realisierung des Projekts gerade jetzt erfolgt, hat seinen Grund. Vor einigen Tagen, am 31. Oktober, wäre Eckhart Dietz 90 Jahre alt geworden. In den letzten Jahren gab es zu seinem Geburtstag (oder rund um seinen Geburtstag) temporäre Ausstellungen, die im eigens geschaffenen Projektraum in der ehemaligen Kreissparkassen-Filiale in der Buchstraße mit einer Laufzeit bis zum Todestag am 2. Januar präsentiert wurden – oder wie im Herbst des vergangenen Jahres die Werkschau auf Schloss Fachsenfeld. Solche zeitlich begrenzten Projekte sollten und sollen natürlich dazu beitragen, dass das Werk von Eckhart Dietz in Erinnerung bleibt und vieles auch wieder neu entdeckt werden kann. Dass wir nun eine bleibende Präsentation in Aussicht stellen können, ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt.