Neue Malerei.

Aus dem Museum Frieder Burda Baden-Baden

15. Juni – 30. September 2007

Bereits der Name des Leihgebers verspricht bedeutende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts: „Neue Malerei. Aus dem Museum Frieder Burda Baden-Baden“ zeigt das Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd – und eröffnet damit zugleich seine neuen Räume für Sonderausstellungen. Zu sehen sind 38 Arbeiten von 21 Künstlern, die überwiegend zwischen 2002 und 2005 vom Sammler Frieder Burda erworben wurden. Neben international hoch geschätzten Künstlerpersönlichkeiten, darunter Georg Baselitz, Alex Katz, Dieter Krieg und Gerhard Richter, sind vor allem Künstler der jüngeren Malergeneration vertreten, die sich heute einer wachsenden Bekanntheit erfreuen, unter anderem Sabine Dehnel, Tim Eitel, Eberhard Havekost, Anton Henning, Karin Kneffel, Damian Loeb, Heribert C. Ottersbach, Simon Pasieka und Florian Thomas. Die gezeigten Arbeiten interpretieren nicht nur das Medium der Malerei neu und bieten so einen unmittelbaren Einblick in aktuelle malerische Tendenzen und Strömungen. Durch die Präsentation von Werken der so genannten „Lehrergeneration“ wie Gerhard Richter und Georg Baselitz werden darüber hinaus Traditionen in Malerei und Thematik sichtbar.

Seit einigen Jahren gilt das besondere Interesse des Sammlers Frieder Burda der jungen Künstlergeneration, die sich, dem viel beschworenen Ende der Malerei in den 1970er und 1980er Jahren zum Trotz, den vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten dieses Mediums verpflichtet hat. Die Werke erschöpfen sich keinesfalls in einer Wiederbelebung traditioneller malerischer Positionen. In der Auseinandersetzung mit Fotografie, Konzept- und Medienkunst entwickelt diese junge Künstlergeneration eine eigenständige, lebendige Bildsprache. Dazu gehört auch, bei der Wahl der malerischen Mittel zwischen abstrakten und gegenständlichen Ansätzen zu wechseln. Die häufig zufällige Wahl der Bild-Gegenstände öffnet den Blick auf den Malprozess und stellt so die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen einer Wiedergabe von Realität durch Kunst. Die Frage, ob Kunst eine tiefe Wahrheit wiederzugeben habe, stellt sich dabei nicht mehr: „Die einzige Wahrheit liegt in der Malerei selbst. Man kann alles malen“, sagt beispielsweise Karin Kneffel. In Bilderserien variiert sie ein Motiv stets aufs Neue, seien es Tiere, Möbel Ornamente oder Früchte. Der Betrachter erliegt einem faszinierenden Vexierspiel, bei dem mal die Spuren des Malprozesses, mal der Bildgegenstand in den Vordergrund tritt.

Eröffnung

Freitag 15. Juni 2007, 17 Uhr
im Großen Saal des Predigers

Es sprechen
Wolfgang Leidig, Oberbürgermeister
Dr. Dietrich Birk, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Dr. Frank Schmidt , Kurator im Museum Frieder Burda
Dr. Gabriele Holthuis, Museum und Galerie im Prediger

Es spielt
Michael Riessler, Klarinette

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