Standortausbildung

Hauptübung der Abteilung Bettringen bei der Fa. Scholz am Samstag 11.05.2019

Zur Hauptübung der Abteilung Bettringen auf dem Gügling bei der Firma Scholz trafen sich am Samstag den 11.05.2019 die Abteilungen Bettringen, Bargau und Innenstadt. Angenommenes Übungsszenario war dort, dass durch einen technischen Defekt ein LKW in einer Halle zu brennen begann.

Hierbei kam es durch eine intensive Rauchentwicklung zur Verrauchung der angrenzenden Hallen in denen Mitarbeiter noch beim Arbeiten waren. Bedingt durch die starke Hitzeentwicklung des Brandes bestand auch eine Gefahr der Brandausbreitung auf weitere angebaute Hallenbereiche.

Die Feuerwehr Bettringen begann sofort mit der Erkundung der Lage und forderte weiter Kräfte nach. Gleichzeitig wurde mit der Menschenrettung begonnen und die Brandbekämpfung eingeleitet.

Die nachgeforderte Abteilung Bargau unterstützte die Abteilung Bettringen bei der Menschenrettung und baute parallel eine Riegelstellung zu den angrenzenden Hallen und Gebäuden auf. Die hinzugerufene Abteilung Innenstadt versorgte mit der Drehleiter einen in Notgeratenen Mitarbeiter in einem Kranen in 5 Meter Höhe in seiner Kabine und leitete die Rettung aus dieser Höhe ein.

Im Anschluss an die Übung fand eine Nachbesprechung mit allen Teilnehmern statt, und Kommandant Uwe Schubert bedankte sich bei allen für die Bereitschaft und die gelungene Übung. Ein ganz besonderer Dank galt der Firma Scholz dass sie ihr Gelände für diese Übung zur Verfügung gestellt hatte.

Simulierter Chlorgasunfall im Freibad

Noch ist das Freibad in Bettringen für den Publikumsverkehr geschlossen. Dennoch herrschte am Donnerstagabend dem 9. Mai 2019 dort reger Betrieb. Der Gefahrgutzug der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd probte den Ernstfall eines Chlorgas-Austritts.

Übungsannahme:

Ein Mitarbeiter der Bäderbetriebe Schwäbisch Gmünd erlitt bei Wartungsarbeiten im Betriebsgebäude des Freibades einen Schwächeanfall und wurde Ohnmächtig, beim Sturz riss er eine Chlorgasflasche mit sich, die beim Aufprall auf den Boden im Bereich des Ventils undicht wurde und Chlorgas austrat. Das Ausströmende Gas löste die akustische Chlorgas Überwachungseinrichtung des Betriebsraumes aus, darauf wurde ein weiterer Mitarbeiter der Bäderbetriebe aufmerksam und alarmiert die Feuerwehr.

Nach Alarmierungsstichwort „GG6“ rückte darauf der Gefahrgutzug der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd aus.

In Schwäbisch Gmünd setzt sich der Gefahrgutzug beim Stichwort „GG6“ wie folgt zusammen:

Abt. Innenstadt Gefahrenabwehr (ELW, HLF20, GWG, LF-KatS, RW2), Dekontamination Abt. Bettringen (GW-T, TLF16) und die Führungsgruppe (MTW).
Nach Eintreffen des ersten Fahrzeuges ergab eine Erkundung durch den Zugführer vom Dienst folgende Lage:

Sichtbarer Chlorgasaustritt aus dem Betriebsgebäude des Freibades, 1 Person vermisst, keine weiteren Personen gefährdet, da das Freibad zu diesem Zeitpunkt noch nicht seinen Betrieb aufgenommen hatte.

Als erste Maßnahme wurde durch den Angriffstrupp des HLF20 eine umgehende Menschenrettung unter Beachtung der Eigensicherung (Körperschutz Form 1) durchgeführt. Die verunglückte Person konnte nach einer Notdekontamination dem Rettungsdienst übergeben werden.
Die undichte Chlorgasflasche konnte durch einen zwischenzeitlich mit Chemikalienschutzanzügen und Chlor-Notfallset ausgerüsteten Trupp abgedichtet werden.
Zum Brandschutz sowie zur Bekämpfung sich etwaig ausbreitender Chlorgaswolken stand die Besatzung des LF-KatS bereit. Um eine Kontaminationsverschleppung zu vermeiden musste der eingesetzte CSA-Trupp abschließend einer Dekontamination unterzogen werden, hierfür wurde von der Abt. Bettringen ein Dekontaminationsplatz eingerichtet.

Bei der abschließenden Übungsbesprechung bedankte sich Kommandant Uwe Schubert bei allen Übungsteilnehmern und den anwesenden Mitarbeiter der Bäderbetriebe Schwäbisch Gmünd für die gelungene Übung.

 

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