Innenentwicklung

Das Thema Innenentwicklung gewinnt seit den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung.

Insbesondere die Anforderungen und Hintergründe des demographischen Wandels, der Klimaveränderung und der Energiewende, sind Gründe für diese Entwicklung. Deshalb sind Städte und Gemeinden aufgefordert, im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung, auf den Grundsatz „Innen- vor Außenentwicklung“ zu setzen.

Der Begriff Innenentwicklung beschreibt dabei neben der gezielten Nutzung von unbebauten Flächen (z.B. Baulücken innerhalb der Ortskerne) auch die Aktivierung von Nachverdichtungspotenzialen. Diese Potenziale bestehen oftmals in der Möglichkeit, vorhandene Gebäude durch Aufstockungen oder Umbauten effizienter zu nutzen.

Die Stadt Schwäbisch Gmünd widmet sich der Innenentwicklung unter anderem mit Hilfe des Förderprogramm „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)“ des Landes Baden-Württemberg.

ELR zielt auf die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Gemeinden und Dörfer ab. Schwerpunktmäßig sollen Hilfen bei der Gebäudesanierung und -umnutzung im Ortskernbereich, bei der Sicherung der Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und beim Aufbau und Erhalt von gemeinschaftlichen Aktivitäten (z. B. Dorfgemeinschaftshäuser) angeboten werden. Projektträger und Zuwendungsempfänger können somit sowohl Kommunen, als auch Vereine, Unternehmen und Privatpersonen sein.

STÄDTEBAULICHER RAHMENPLAN „WETZGAU MITTE“

Der Stadtteil Rehnenhof-Wetzgau grenzt unmittelbar nördlich an die Innenstadt an und hat rund 4.000 Einwohner. Dort beabsichtigt die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd gemeinsam mit der Bürgerschaft das Gebiet rund um „Wetzgau-Mitte“ und die dortige St. Colomankirche weiterzuentwickeln.

Es handelt sich dabei um den ursprünglichen Ortskern Wetzgaus. Das Areal war in der Vergangenheit stark von Landwirtschaft geprägt - miteinher ging der Bau von großen Stallungen und Scheunen. Heutzutage stellt sich die Situation deutlich anders dar. Keiner der damals zahlreichen landwirtschaftlichen Betriebe ist noch aktiv. Zudem hat sich auch das Umfeld rund um den Dorfkern stark verändert. Während im Westen, Norden und Osten zahlreiche Siedlungserweiterungen aus unterschiedlichen Jahrzehnten teilweise unmittelbar an „Wetzgau-Mitte“ angrenzen, wurde im Rahmen der Landesgartenschau 2014 die südlich angrenzende Hochfläche zum Landschaftspark umgestaltet und damit der ganze Stadtteil deutlich aufgewertet.

Um diesen unterschiedlichen Entwicklungen der letzten Jahre Rechnung tragen zu können, sollen planerische Ziele zur Erhaltung eines vitalen, lebenswerten und charakterstarken Ortskerns erarbeitet werden. Dazu wurde das Büro ZOLL ARCHITEKTEN STADTPLANER GMBH aus Stuttgart beauftragt gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und den Bürgern Ideen zu entwickeln. Das am 22. April 2022 in der Öffentlichkeit vorgestellt Konzept kann hier aufgerufen werden.

ZUM BILD