Bonjour Picasso.

Sieben Mal Lebensfreude aus Antibes

29. April – 14. Juli 2014

»Antibes zwickt mich wie Läuse«, so Pablo Picasso einmal liebevoll-ironisch über seine ganz besondere Beziehung zu dieser Stadt an der Côte d’Azur. Denn Antibes faszinierte den Jahrhundertkünstler Picasso (1881-1973), der mit seinem umfangreichen und vielgestaltigen Werk wie kein anderer die Kunst der Moderne prägte und beeinflusste.

Von September bis November 1946 schuf der damals 65-Jährige im dortigen Château Grimaldi zahlreiche Gemälde und eine Fülle an Zeichnungen, Skizzen und Gouachen. Heilfroh, dem Pariser Kriegselend entronnen zu sein, beflügelte ihn die Liebe zur 40 Jahre jüngeren Françoise Gilot, sich Neuem zuzuwenden: mythologischen Themen und Figuren der klassischen griechischen Antike. »Es ist seltsam, in Paris zeichne ich nie Faune, Kentauren oder mythologische Helden wie diese hier, man könnte sagen, dass sie nur hier leben«, stellte Picasso fest.

Unter »Antipolis«, dem griechischen Namen von Antibes, fasste er diese Arbeiten zusammen, in denen sich Antike und Zeitgenossenschaft zu einem arkadischen Lebensgefühl vereinen. 23 Gemälde und 44 Zeichnungen schenkte der Maler später seinen Gastgebern, die ihn 1966 mit der Einrichtung des ersten Picasso-Museums ehrten.

Die Ausstellung zeigt sieben ausgesuchte Werke Picassos aus dieser Sammlung; dazu kommen Fotos renommierter Fotografen, darunter Michel Sima und Robert Capa, die das Leben und Arbeiten des Künstlers in der Zeit dokumentieren. Mit der Werkschau feiert Schwäbisch Gmünd im Jahr der Landesgartenschau zugleich die seit 1976 bestehende Partnerschaft mit Antibes.

Begleitend zur Ausstellung »Bonjour Picasso« zeigt das Museum im Prediger eine Auswahl der schönsten und interessantesten Briefmarken mit Motiven von Pablo Picasso aus der Mustersammlung der Firma Hermann E. Sieger GmbH, Lorch, zur Verfügung gestellt von Konsul Hermann Walter Sieger.

Eröffnung

Dienstag, 29. April 2014, 19 Uhr, Festsaal des Prediger
Es sprechen:
Richard Arnold, Oberbürgermeister
Jean-Louis Andral, Conservateur en chef du Musée Picasso, Antibes
Dr. Monika Boosen, Leiterin Museum im Prediger
Musikalische Umrahmung:
Christine Junkert, Querflöte und Andreas Kümmerle, Gitarre
Jacques Ibert (1890-1962): Entr‘acte (1937)
Claude Debussy (1862-1918): La fille aux cheveux de lin

Begleitprogramm

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen und Vorträgen, mit Theater und Schreibwerkstätten für Groß und Klein, mit Projekten an Schulen und vielem mehr vertieft die Ausstellung.

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