Gmünder ART x Street-Art 2023

Gmünd macht Street-Art!

Das Festival von Freitag, 30. Juni 2023 bis Samstag, 01. Juli 2023. Gestalte auch du die Gmünder Bocksgasse und Robert-von-Ostertag-Straße.

Der Begriff Street Art ist ein Überbegriff für eine Kunstform, die im urbanen Raum stattfindet. Flächen wie Stromkästen, Straßenlaternen, oder Bürgersteige werden dabei zur Leinwand für die Werke der Künstler. Die Street-Art-Meile in der Bocksgasse und der Robert-von-Ostertag-Straße gibt dieser interessanten Kunstform die Bühne, die sie verdient.

Wir sind auf der Suche nach Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihren Beiträgen die Street-Art-Meile gestalten möchten. Das Festival bietet eine Plattform für verschiedene Kunstarten wie Body-Painting, Graffiti, Urban Knitting, Musik, Guerilla-Gardening, Interventionen, Walking-Acts, Street-Performance, Cultural Hacking, Streetdance und weitere kreative Ideen.

Im Rahmen des zweitägigen Events, stellt die Stadt Flächen zur Verfügung, die individuell bespielt und gestaltet werden können. Dabei können temporäre oder dauerhafte Kunstwerke entstehen, die das Stadtbild verschönern. Die Arbeit der Street-Art Künstlerinnen und Künstler wird honoriert und entstandene Sachausgaben übernommen.

Parallel zum Gmünder Street-Art Festival finden die Gmünder ART und die Gmünder Schmucktage im Kulturzentrum Prediger statt.

Bericht zum Street Art Festival

Das Street-Art Festival fand am 30. Juni und am 1. Juli 2023, in der Gmünder Innenstadt und im Remspark statt. Dank der Unterstützung des Bundesprogramms "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" wurde die Stadt durch dieses Festival auf einzigartige Weise belebt.

Die Interaktion zwischen Künstlern und Publikum stand im Mittelpunkt und die Besucherinnen und Besucher konnten den Künstlern bei der Arbeit zuschauen und sogar live Bodypainting-Performances erleben. Die Bocksgasse spielte dabei eine zentrale Rolle und wurde zu einer lebendigen Bühne für Kunst und Kultur.

Mit einem jungen und vielfältigen Publikum wurde die Innenstadt von Schwäbisch Gmünd belebt. Es wurde eine eindrucksvolle Mischung aus Kunst, Street-Dance und Street-Food geboten.

Besonders bemerkenswert war die Verbindung der Graffiti-Kunst zur Stadtgeschichte, die das Festival um eine zusätzliche Dimension bereicherte. Jugendliche spielten eine aktive Rolle und gestalteten die Straßen der Stadt mit kreativen Workshops und interaktiven Projekten.

Es war ein lebendiges und interaktives Festival, bei dem Jugendliche nicht nur Zuschauer waren, sondern aktive Teilnehmer, die die Straßen der Stadt mit Leben füllten. Hier gab es für jeden etwas zu entdecken.

In der Bocksgasse, als eine der Hauptachsen der Street-Art-Meile, konnten die Besucherinnen und Besucher beeindruckende Aktionen bestaunen:

Verena Kwatsch hat mit ihren Tape-Art-Werken an den Straßenlaternen entlang der Street-Art-Meile in der Bocksgasse einen überraschenden Impuls verliehen und blieben auch über das Festival hinaus sichtbar bestehen.

max&mo, inspiriert von Street-Art-Legende Banksy, haben in der Bocksgasse verschiedene Street-Art-Motive geschaffen. Von den neugierigen drei Affen über den urinierenden Hund bis hin zum hängenden Aktivisten - ihre Werke fesseln die Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher.

Tom Bolton, der Unterhaltungskünstler und Clown, brachte Action Comedy auf ein neues Level. Fingerfertigkeit, Improvisation und Situationskomik wurden mit charmanten Animationen kombiniert und sorgen für herzhaftes Lachen.

Oscar Barrientos ist der Meister der Karikatur. In nur wenigen Minuten zauberte er aus jedem Besucher der Veranstaltung eine humorvolle und unvergessliche Karikatur. Gute Laune war dabei garantiert!

Rudolf M. Scheffold, Michi Meier und Claudia Reisert schafften ein faszinierendes Crossover von Objekt und digitalem Design. Durch bewegungsgesteuerte Projektionen verwandelten sie den öffentlichen Raum in eine interaktive Spielfläche, Bühne und Forum.

Martina Ebel präsentierte Kunst, die die Grenzen des Körpers im öffentlichen Raum ausdehnt. Mit ihrer "Nisteransammlung" brachte sie Kunstwerke an innerstädtischen Orten an, die dem zufälligen Blick eine besondere Dimension verliehen.

Pablo Zibes, ein aus Argentinien stammender Pantomime-Künstler, erzählte Geschichten ohne Worte, die über kulturelle Grenzen und Sprachbarrieren hinweg verständlich waren. Seine Aufführungen waren ein Erlebnis, das die Vielfalt der Kunst zur Geltung bringt. Die Bocksgasse wurde zum lebendigen Schauplatz für Kreativität und Entertainment.

In der Augustinerstraße präsentierte zum einen Sonja Böttigheimer ihre beeindruckende Technik des Acrylic Pouring, eine Fließtechnik mit Acrylfarben, die es ermöglicht, außergewöhnliche Bilder zu erschaffen. Besonders spezialisiert hat sich Sonja auf die SheleeArt-Swipetechnik, die sie live in einer fesselnden Performance demonstrierte.
Zum anderen lud die Jugendkunstschule dazu ein, den Sommer farbenfroh und kreativ zu feiern. An verschiedenen Stationen hatten insbesondere die jungen Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und mit spannenden Materialien kreativ zu werden.

Am Bockstorplatz zeigte Jörg Düsterwald sein Talent in Malerei, Gemälden, Bodypainting und Bodyart mit Aktmodellen. Hierbei wurde die Körperkunst live vor dem Publikum kreiert, wobei das weibliche Modell über mehrere Stunden hinweg mit professionellen Körperkunstfarben bemalt wurde. Accessoires ergänzten das Gesamtkunstwerk und nach Abschluss der Arbeit fand ein Fotoshooting statt, begleitet von einer Performance mit flüssiger Farbe.        

Das Phloom Art Collective, bekannt als die "Phloomies", schaffte eine einzigartige Atmosphäre auf dem Schatten spendenden Platz. Leichte und luftige Wände schwangen in der Brise um ein filigranes Gerüst. Während der Performance wurde die Einrichtung und Umgebung des "temporären Phlooms" surreal und intensiv gestaltet. Soundfiles, Videos und Live-Lesungen wechselten sich ab mit skurrilen Performances, die gelegentlich durch die Street-Art-Meile wanderten und die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann zogen.

Außerdem präsentierte das Food-Start-up Erfrischerling verschiedene Kombucha-Getränke mit einzigartigen Geschmacksrichtungen, produziert in einer Brauerei aus der Region. Die erfrischenden Getränke mit wertvollen Inhaltsstoffen, fern ab von Zuckerbomben und künstlichem Schnickschnack, boten den Besucherinnen und Besuchern des Festivals eine neuartige Abwechslung.

Die Infect Crew begeisterte das Publikum am Bockstorplatz mit beeindruckenden Hip-Hop-Tanzauftritten. Die Choreografien der Street-Dance-Gruppe fesselten die Zuschauer und fügten eine dynamische Komponente zur künstlerischen Vielfalt des Events hinzu.

In der Robert-von-Ostertag-Straße verwandelten verschiedene Künstler diesen Ort in eine faszinierende Open-Air-Galerie. Georg Heller gestaltete zwei Fußgängerbrücken über den Graben des Waldstetter Bachs mit digital erstellten Prints. Diese zeigten Szenen, in denen Gegenständliches, Popart-Elemente und Surreales auf kreative Weise miteinander kombiniert wurden.            

Lia Heyd, eine gebürtige Gmünderin, verlieh ihren digitalen Kunstwerken die bunte Leichtigkeit, Freude und Magie des Sommers, die sie auf ihren Reisen inspiriert haben und präsentierte diese.

           
Kosmik One, ein erfahrener Street-Art-Künstler aus Stuttgart, präsentierte seine eigenwilligen Graffitis mit Tiermotiven - ein Einhorn, zwei Schwäne und einen Hirsch - in charakteristischem Stil.

Petra Doppelbauer beeindruckte mit ihrer Vielfältigkeit. Sie malte, erschuf Skulpturen, fotografierte und stellte Menschen, Tiere, Abstraktes und surreale Motive dar, wobei Lebendigkeit das durchgehende Thema war.  

Painfull Tattoo präsentierte Kunst, die unter die Haut geht und beleuchtete die Geschichte, Kunst und sozialen Einflussfaktoren des Tätowierens mit einer Collage aus hochwertigen Fotoprints und ergänzenden Texten. Die Besucherinnen und Besucher hatten vor Ort die Möglichkeit, ihre eigenen Tattoos fotografieren zu lassen.         

Omas & Opas for Future schafften einen begehbaren Zeitstrahl von 1850 bis 2100 zum Thema Klimakommunikation im öffentlichen Raum. Auf 30 Metern Länge repräsentierte dieser Zeitstrahl 250 Jahre und diente als Mitmachaktion, bei der Besucherinnen und Besucher Klimabänder gestalteten und ihr Versprechen an die Erde formulieren konnten.

Auf dem Marktplatz 4 fand zudem eine bunte Vielfalt kreativer Aktivitäten statt. Das face print project bot die Möglichkeit, Gesichtszüge schnell und kreativ von Liv Grete Winger, Smilla Winger und Max Burchard abzeichnen zu lassen. Diese wurden dann zu einfachen Druckvorlagen verarbeitet. Verschiedene Porträts wurden anschließend Teil eines großen Kunstwerks, das bei einem zukünftigen Kunstevent präsentiert wurde. Max&mo ermöglichte es zudem, dass die Besucherinnen und Besucher ihr eigenes Graffiti-Shirt gestalten konnten. Mit von ihnen erstellten Motiven im Banksy-Stil konnte das Wunschmotiv auf ein helles T-Shirt gesprüht und so ein persönliches Street-Art-inspiriertes Kleidungsstück kreiert werden.

ArtBook the Platform präsentierte eine digitale Plattform für Kunstausstellungen, die Kunstliebhabern die Möglichkeit gab, aus einem breiten Künstlerpool auszuwählen und Kunstwerke zu erkunden.

Auf dem Johannisplatz gestaltete Udo Schurr die Bühne am Freitag live mit Bodypainting. Am Samstag präsentierte er vier faszinierende Bodypaintings, darunter ein Camouflage-Modell, zwei Schmetterlinge und ein Model, das aus einem Steinhaufen hervorzukommen schien. Später am Abend gab es aufregende Live-Performances mit Schwarzlicht-Shows. Ein absolutes Highlight, das man nicht verpassen durfte!

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